Wettervorhersage: Kaltlufttrog erreicht Deutschland - Schneefall und winterliche Wetterverhältnisse möglich
Spannendes Novemberwetter steht bevor. Ein Kaltlufttrog setzt sich von Skandinavien aus in Richtung der Alpen in Bewegung und initialisiert in der zweiten Wochenhälfte eine Randtiefentwicklung, welche über Deutschland hinwegzieht. Die Folge: zeitweiliger Niederschlag, der bis auf die tieferen mittleren Lagen in Schnee übergehen und ab den mittleren Lagen mancherorts winterliche Wetterverhältnisse bringen kann. In Richtung der Alpen kann es sogar tiefwinterlich werden.
Der über dem Süden kräftige Regen der Nacht lässt am Vormittag zwar nach und zieht sich mehr an die Alpen zurück, doch rücken von Norden weiterhin feuchte Luftmassen nach, sodass der Start in die neue Novemberwoche südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Berlin trüb und wechselhaft ausfällt (Wolkenradar). Die Temperaturen erreichen zu den Morgenstunden ihre Höchstwerte von bis +12 Grad und sinken zum Nachmittag auf +1 bis +6 Grad ab. Die Schneefallgrenze senkt sich im Tagesverlauf bis auf die mittleren Lagen ab (500 bis 800 Meter). Weiter nach Norden geht der Niederschlag in eine schwache Schauerform über und bei auflockernder Bewölkung ist zum Nachmittag nördlich einer Linie zwischen dem Saarland und Usedom mit sonnigen Abschnitten zu rechnen. Die Temperaturen erreichen +4 bis +8 Grad, wobei die höheren Werte an den Küsten von Nord- und Ostsee zu erwarten sind.
Lake-Effect an Nord- und Ostsee
Am 18. November (Di.) kehren sich die Wetterverhältnisse um. Nach Nebelauflösung ist über der Südhälfte verbreitet mit einem sonnigen und trockenen Novembertag zu rechnen. Weiter nach Norden verdichtet sich das Gewölk und ein paar Schauer sind möglich, welche bei Temperaturen von +4 bis +8 Grad bis auf die mittleren Lagen (400 bis 800 Meter) als Schnee- oder Graupelschauer niedergehen können. Darunter ist es mehr die flüssige Variante, wobei sich der Graupel mancherorts auch bis auf die tieferen Lagen verirren kann. Länger andauernder Niederschlag ist über den Küsten von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit Hilfe des Lake-Effects möglich. Der kommt dann zustande, wenn kalte Luftmassen über die warme Nord- und Ostsee streicht und die Feuchtigkeit über der See aufsaugt und an Land ablässt.
Spannendes Novemberwetter mit Schneefall - Wie weit sinkt der Winter über Deutschland ab?
Die mit Spannung erwartete Intensivierung des Troges mit einem von England über Frankreich nach Deutschland ziehenden Tiefdrucksystems vollzieht sich im Zeitraum vom 19. bis 22. November (Mi., Do., Fr. und Sa.). Die Störung führt am Mittwoch und Donnerstag zunächst zu einer Südanströmung der Luftmassen (Vorderseitenanströmung), doch beeinflusst das die Temperaturen mit +1 bis +6 Grad nur wenig. Am Freitag und Samstag gelangt Deutschland dann auf die Rückseitenströmung, welche aus nördlichen Richtungen noch etwas kälterer Luftmassen bis an die Alpen führt und die Temperaturen mit -2 bis +4 Grad um den Gefrierpunkt herum schwanken lässt.
Der Niederschlag setzt zum Mittwoch nördlich einer Linie zwischen Stuttgart und Berlin ein, dehnt sich am Donnerstag über ganz Deutschland aus und verlagert sich am Freitag und Samstag südlich einer Linie zwischen dem Schwarzwald und Sachsen. Die Schneefallgrenze sinkt auf 200 bis 600 Meter ab und oberhalb etwa 400 bis 700 Meter können sich winterliche Wetterbedingungen einstellen. In Richtung der Alpen ist Dauerschneefall und somit mit tiefwinterlichen Wetterverhältnissen zu rechnen. Weiter nach Norden lockert zum Ende der Woche die Wolkendecke auf und bei trockenem Wetter kommt häufiger die Sonne zum Vorschein.
Die Temperaturen schwanken in den Nächten unter einer schützenden Wolkendecke um den Gefrierpunkt. Bei Aufklaren kann es auf bis -4 Grad und über Schnee auf bis -8 Grad frostig werden.

Im Wochenverlauf trogt arktische Kaltluft von Skandinavien nach Deutschland aus und bringt einem Vorgeschmack auf den Winter © www.meteociel.fr || wxcharts.com
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