Wetter: Skandinavienluft bringt jetzt den Winter bis auf die mittleren Lagen
Kühle Skandinavienluft drängt in Richtung der Alpen, lässt die Luftmassengrenze heute weiter nach Süden wandern. Zum Start in die neue Woche wird es spürbar kälter und die Schneefallgrenze sinkt bis auf die höheren mittleren Lagen ab. Im weiteren Verlauf der Woche wird es mit einer zunehmenden Niederschlagsaktivität noch ein Stück kälter, was Schneefall bis auf die tieferen mittleren Lagen nicht ausschließen lässt.
Nördlich einer Linie zwischen Nordrhein-Westfalen und Sachsen sowie rund um die Alpen kommt es heute zu leichten, aber durchaus länger andauerndem Niederschlag. Zum Nachmittag lockert die Bewölkung über dem Norden auf und lässt über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ein paar sonnige Momente zu. Mit etwas Sonnenschein ist auch entlang eines schmalen Streifens zwischen dem Saarland und Nürnberg zu rechnen (Wolkenradar). Der Wind kommt über dem Norden aus westlichen bis nördlichen und über der Südhälfte schwach aus unterschiedlichen Richtungen. Die Temperaturen erreichen nördlich der Mittelgebirge +5 bis +10 Grad und nach Süden sind bis +15 Grad möglich.
Schnee- und Graupelschauer möglich
In der Nacht auf 17. November (Mo.) dehnt sich kalte Luft aus Skandinavien weiter in Richtung der Alpen aus. Die Niederschlagsintensität nimmt zu und staut sich am Tage am Nordrand der Alpen, was südlich der Donau zu länger andauerndem Niederschlag führen kann. Die Temperaturen sinken auf +3 bis +6 Grad ab. Oberhalb etwa 400 bis 700 Meter geht der Niederschlag in Schnee über und oberhalb etwa 600 bis 900 Meter kann der November winterlich werden. Weiter nach Norden geht der Niederschlag in eine Schauerform über, die - dank der Höhenkälte - auch als Graupelschauer oder Graupelgewitter in Erscheinung treten können. Nördlich einer Linie vom Saarland und Berlin lockert zum Nachmittag die Bewölkung auf und des Öfteren kommt die Sonne zum Vorschein. Der Wind kommt böig aus nördlichen bis nordwestlichen Richtungen und kann in Küstennähe der Nordsee stürmisch auffrischen.
Lake Effect mit Regen über den Küsten
Der sog. Lake Effect wird am 18. November (Di.) über den Küsten von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit leichtem, aber länger andauerndem Niederschlag bestätigt. Weiter nach Süden lässt der Niederschlag rasch nach und südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Berlin lockert die Bewölkung auf über Baden-Württemberg und Bayern ist nach Auflösung von Nebelfeldern ein sonniger Novembertag möglich. Der Wind kommt schwach aus südlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen +4 bis +8 Grad.
Skandinavientrog löst ein Tief aus - absinkende Schneefallgrenze
Der Kaltlufttrog über Skandinavien löst am 19. und 20. November (Mi. und Do.) im Bereich zwischen England, Frankreich und Deutschland ein Tief aus, welches langsam nach Osten zieht und sich am 21. November (Fr.) über Deutschland beginnt, sich aufzulösen. Starke Bewölkung dominiert, doch können am Mittwoch über dem Osten und Süden noch längere sonnige Abschnitte möglich sein. Von Westen setzt Niederschlag ein der sich bis Donnerstag über Deutschland weiter nach Osten verlagert.
Bei Temperaturen von +1 bis +6 Grad stellt sich eine nasskalte Witterung ein, bei der die Schneefallgrenze allmählich bis auf die mittleren Lagen zwischen 400 und 800 Meter absinken kann. In den Nächten kühlt es auf +3 bis -2 Grad ab, was die Schneefallgrenze bis auf die tieferen Lagen absinken lassen kann und temporär die Ausbildung einer dünnen Schneedecke begünstigen kann.

Im Verlauf der Woche dehnt sich der Trog von Skandinavien weiter über Deutschland aus und lässt die Schneefallgrenze weiter absinken © www.meteociel.fr || wxcharts.com
- 13:20 Uhr: Sonntagsupdate - Analyse der Großwetterlage und der Randfaktoren - Was stimmt mit dem Polarwirbel nicht?
- 20:15 Uhr: Aktualisierung des Sonntagupdates

