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Wetter: Schnee und Dauerfrost bis auf tiefere Lagen herab - Kalte Luft arktischen Ursprungs erreicht Deutschland

| M. Hoffmann

Ein Orkantief über Skandinavien beginnt zum Ende der Woche nach Süden auszutrogen und das Wetter über Deutschland zu beeinflussen. Mithilfe eines Arctic Outbreaks gelangen kalte Luftmassen arktischen Ursprungs bis an die Alpen, was mancherorts zu Dauerfrost und Schnee bis auf tiefere Lagen sorgen kann. Am Montag macht sich dann eine Schneefront auf den Weg nach Deutschland.

Der Winter macht sich über Deutschland bemerkbar © Martin Bloch
Der Winter macht sich über Deutschland bemerkbar © Martin Bloch

Der Mittwoch startet südlich einer Linie vom Schwarzwald und Sachsen trübt und in Richtung der Alpen sind ein paar Regenspritzer möglich. Weiter nach Norden beginnt der Tag mit Sonnenschein, der sich im Laufe des Tages von Norden eintrüben lässt. Mit Niederschlag ist nicht zu rechnen und wenn doch, so beschränkt sich das auf ein paar Regentropfen über den Küstenregionen. Dazwischen ist entlang eines breiten Streifens vom Saarland bis Berlin mit längeren sonnigen Abschnitten zu rechnen. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen und frischt zum Abend über dem Norden böig auf. Stürmische Windböen sind entlang der Küstenregionen zu erwarten. Die Temperaturen erreichen +0 bis +5 Grad.

Sonne über dem Süden, Sturm über dem Norden

Am 23. und 24. November (Do. und Fr.) dehnt sich von Skandinavien der Ausläufer eines Sturmtiefs nach Deutschland aus. Die Bewölkung verdichtet sich am Donnerstag nördlich von Baden-Württemberg und Bayern und kann nördlich einer Linie von Köln und Dresden für etwas Niederschlag sorgen. Weiter nach Süden bleibt es zunächst noch trocken und in Richtung Baden-Württemberg und Bayern phasenweise auch sonnig. Am Freitag rauscht die Schauerfront nach Süden durch und sorgt über ganz Deutschland für einen unbeständigen Wettercharakter. Der Wind kommt über dem Süden anfangs schwach aus südwestlichen Richtungen und frischt nach Norden mit kräftigen Windböen aus westlichen Richtungen kommend auf. Über exponierten Lagen und den Küstenregionen sind stürmische Windböen möglich. Am Freitag dreht der Wind auf nordwestliche Richtungen und kann über den Küstenregionen für orkanartige Windböen sorgen. Da der Wind aus nordwestlichen Richtungen kommt, ist mit einer Sturmflut zu rechnen. Die Temperaturen erreichen am Donnerstag +4 bis +8 Grad und über dem Norden bis +12 Grad und sinken am Freitag auf +2 bis +6 Grad ab. Entlang des Rheingrabens können bis +10 Grad möglich sein. Mit entsprechender Schaueraktivität können Graupelschauer bis auf tiefere Lagen möglich sein.

Arctic Outbreak am Wochenende: Sonne, Wolken und Schneeschauer

Mit einem böigen Wind aus nördlichen Richtungen werden am 25. und 26. November kalte Luftmassen an die Alpen geführt. Die Temperaturen sinken bis Sonntag auf -4 bis +4 Grad ab, wobei die höheren Werte über dem Westen und die tieferen über dem Osten zu erwarten sind. Bei wechselnder Bewölkung kommt es zu wiederholten Schauern, welche in ihrer Intensität regional sehr unterschiedlich ausfallen können. Mancherorts ist mit der Ausbildung einer Schneedecke zu rechnen und ab den mittleren Lagen kann die Schneedecke einen längeren Zeitraum überdauern. Die Chancen auf winterliche Wetterverhältnisse sind über dem Süden - insbesondere südlich der Donau und im Stau der Alpen, sowie über den östlichen Landesteilen als hoch zu bewerten.

Winterwetter: Schneefront über Deutschland

Die Anströmung polarer Luftmassen hält auch am 27. November (Mo.) an. Die Temperaturen erreichen über Teile von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen +4 bis +8 Grad und pendeln sich über dem restlichen Deutschland auf -2 bis +3 Grad ein. Über Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin sind längere sonnige Abschnitte möglich. Nach Süden verdichtet sich die Bewölkung und noch in der Nacht setzt Schneefall ein, der über tieferen Lagen in Schneeregen oder Regen übergehen kann. Im Tagesverlauf verlagert sich die Schneefront über die südlichen Landesteile und sorgt für länger andauernden und teils nennenswerten Schneefall, der auch über tieferen Lagen für die Ausbildung einer Schneedecke sorgen kann. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen.

Links die Großwetterlage, rechts die Schneeprognose des deutschen Wettermodells bis zum 27. November - Der Winter macht sich über Deutschland bemerkbar
Links die Großwetterlage, rechts die Schneeprognose des deutschen Wettermodells bis zum 27. November - Der Winter macht sich über Deutschland bemerkbar © www.meteociel.fr || wxcharts.com

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