Wetterbericht: Erst mild, dann absinkende Schneefallgrenze

| M. Hoffmann
Sonne, Wolken, Nebel und zeitweilige Schauer © Martin Bloch

Die atlantische Frontalzone entsendet in den kommenden Tagen immer wieder Ausläufer nach Deutschland, die für einen leicht unbeständigen Wettercharakter sorgen. Ab dem Wochenende wird es mit einer absinkenden Schneefallgrenze wieder etwas kühler.

Deutschland liegt heute zwischen den Fronten eines nach Osten abziehenden und von Westen nachrückenden Tiefdrucksystems. Der Tag beginnt nach Nebelauflösung verbreitet sonnig und mit nennenswertem Niederschlag ist vorerst nicht zu rechnen. Ab den Nachmittagsstunden verdichtet sich die Bewölkung und zum späten Nachmittag setzt über dem Westen Niederschlag ein, der sich in der ersten Nachthälfte westlich einer Linie von Hamburg und München ausdehnen kann. Der Wind kommt schwach aus südlichen Richtungen und frischt mit dem Regen böig auf. Die Temperaturen erreichen über Mecklenburg-Vorpommern, dem nördlichen Brandenburg und Berlin +2 bis +6 Grad, sonst sind +6 bis +10 Grad und über dem Westen und Südwesten bis +12 Grad möglich.

Erst Schauer, dann Sonnenschein

Das Regengebiet vom Vortag kommt in der Nacht auf den 24. November (Do.) weiter nach Osten voran und sorgt insbesondere über Baden-Württemberg und Bayern für zeitweilige Schauer, die bis zum Nachmittag nach Osten abziehen. Während es östlich einer Linie von Rostock und München meist stark bewölkt bleibt, lockert von Westen die Bewölkung auf und verbreitet ist mit Sonnenschein zu rechnen. Der Wind kommt schwach aus südlichen bis westlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen +6 bis +12 Grad und über dem Westen bis +14 Grad. Frischer bleibt es mit +3 bis +6 Grad über den östlichen Landesteilen.

Sonne, Wolken und gelegentliche Schauer

Ein Regengebiet zieht in der Nacht auf den 25. November (Fr.) von Westen auf und trübt den Sonnenschein über Deutschland weitgehend ein. Chancen auf etwas Sonnenschein hat der Norden und Nordwesten. Zwischendurch sind immer wieder ein paar Schauer möglich, doch viel an Niederschlag ist nicht zu erwarten und verbreitet bleibt es trocken. Die Temperaturen erreichen +6 bis +12 Grad.

Hoher Luftdruck überwiegt

Ein Mix aus Sonne und Wolken ist am 26. und 27. November (Sa. und So.) über Deutschland möglich. Am Samstag ziehen die letzten Schauer über die östlichen Landesteile ab- und nachfolgend stellt sich ein trockener Wettercharakter ein. Ab Sonntagnachmittag verdichtet sich westlich der Linie von Hamburg und Stuttgart die Bewölkung, doch bis auf ein paar vereinzelte Regentropfen ist nicht mit viel Niederschlag zu rechnen. Der Wind kommt unmotiviert aus unterschiedlichen Richtungen und die Temperaturen einigen sich am Samstag auf ein Spektrum von +6 bis +12 Grad und am Sonntag von +4 bis +8 Grad.

Nasskaltes Regenwetter mit Option auf Schneefall

Starke Bewölkung dehnt sich in der Nacht auf den 28. November (Mo.) über Deutschland aus und sorgt am Tage für grau-trübes Novemberwetter. Der Wind kommt schwach aus südlichen Richtungen und mit zeitweiligen Niederschlägen kann gerechnet werden, deren Schwerpunkt westlich einer Linie von Hamburg und dem Bayerischen Wald liegen kann. Die Temperaturen gehen auf nasskalte +2 bis +6 Grad zurück und können über dem Westen auf bis +8 Grad ansteigen. Ab den höheren mittleren Lagen von 600 bis 800 Metern kann der Niederschlag in Schnee oder Schneeregen übergehen.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,7 +2,3 +1,3 546,5 l/m² - zu trocken

Wetterfakten November

Trübe Wetterstimmung im November - herrscht Hochdruck, schafft es die Sonne selten, den Nebel aufzulösen. Bei Tiefdruck gibt es bei nasskalten Temperaturen zumeist Erkältungswetter. Und dennoch hat das Wetter im November statistische Auffälligkeiten:

  • Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es zwischen dem 1. und 7. November Hochdruck
  • Zwischen dem 8. und 11. November hat sich schon des Öfteren der Winter gezeigt
  • Im zweiten Novemberdrittel beruhigt sich das Wetter zunehmend und Nebelwetter macht sich breit/div>
  • Das letzte Novemberdrittel ist häufig von Tiefdruck, kräftigen Winden und relativ milden Temperaturen geprägt

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