Wettervorhersage: Luftmassengrenze - Schnee und Dauerfrost über der Nordhälfte von Deutschland möglich

| M. Hoffmann
Der Winter streckt seine Fühler nach Deutschland aus

Über die Nordhälfte von Deutschland werden aus östlichen Richtungen kalte Luftmassen zugeführt, was mancherorts zu Dauerfrost mit Schneefall und zur Ausbildung einer Schneedecke führen kann. Mit winterlichen Straßenverhältnissen ist zu rechnen.

Südlich der Linie von Köln und Dresden zeigt sich der Himmel heute stark bewölkt und mit zeitweiligem Niederschlag ist zu rechnen. Weiter nach Norden lockert die Bewölkung auf und verbreitet zeigt sich die Sonne, die sich über Teile von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern eintrüben kann. Der Grund für die Eintrübung ist ein kleinräumiges Tief über der Ostsee, was über den Küstenregionen für einen sog. Lake-Effect sorgen kann. Da die Temperaturen aber zwischen +2 bis +4 Grad liegen, ist zumeist mit Niederschlag in flüssiger Form zu rechnen. Weiter nach Süden werden kühlere Luftmassen zugeführt, was die Temperaturen in einem Bereich vom östlichen Nordrhein-Westfalen, dem südlichen Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen, dem nördlichen Bayern und Sachsen auf -2 bis +2 Grad in den Dauerfrostbereich absinken lassen kann. In diesen Bereichen können die Niederschläge in Form von Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen und regional für die Ausbildung einer Schneedecke sorgen können (Schneeprognose). Weiter nach Süden steigen die Temperaturen auf +4 bis +8 Grad an und können über dem äußersten Südwesten bis +10 Grad ermöglichen. Der Wind kommt schwach und über dem Westen, Nordwesten und Nordosten böig aus unterschiedlichen Richtungen.

Mehr Sonnenschein

In der Nacht auf den 20. November (So.) sinken die Temperaturen über der Südhälfte auf +1 bis +6 Grad ab und können weiter nach Norden Tiefstwerte von -0 bis -6 Grad erreichen. Klart es auf und liegt zudem noch Schnee, so kann es bis auf -8 Grad abkühlen. Am Tage zeigt sich über dem Norden, dem Westen, sowie entlang eines Streifens vom Saarland und Regensburg ein meist von Wolken verhangener Himmel, aus dem zeitweilige - meist leichte - Schauer niedergehen können. Über dem Rest von Deutschland lockert die Bewölkung auf und mit längeren sonnigen Abschnitten kann gerechnet werden. Die Temperaturen erreichen nördlich einer Linie von Köln und Würzburg -2 bis +2 Grad, sodass Schauer dort als Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen können. Weiter nach Süden steigen die Temperaturen auf +4 bis +8 Grad an.

Kleinräumiges Tief mit Turbulenzen

In der Nacht auf den 21. November (Mo.) überquert eine kleinräumige Störung Deutschland von West nach Ost und kann für gelegentliche Niederschläge sorgen, die mancherorts kräftiger ausfallen können. Die Temperaturen sinken nördlich der Linie von Köln und Dresden auf +0 bis -4 Grad ab, sodass die Niederschläge dort überwiegend als Schnee niedergehen können. Nach Süden geht der Niederschlag bei Tiefstwerten von +0 bis +5 Grad überwiegend in flüssiger Form nieder. Mit Durchzug der Störung frischt der Wind stark böig bis stürmisch auf. Am Tage zieht die Störung bis zum Nachmittag nach Osten ab- und nachfolgend lockert die Bewölkung bei nachlassender Schaueraktivität auf. Verbreitet kann mit Sonnenschein gerechnet werden. Die Temperaturen erreichen nördlich einer Linie von Münster und Dresden +0 bis +4 Grad und nach Süden bis +8 Grad. Über dem Westen und Südwesten kann das Erreichen der +10 Grad-Marke nicht ausgeschlossen werden.

Windiges und in Teilen regnerisches Wetter

Der Ausläufer eines Sturmtiefs positioniert sich am 22. November (Di.) über England und sorgt über Deutschland für einen auflebenden Wind aus südlichen Richtungen. Über exponierten Lagen und den Küsten von Nord- und Ostsee lassen sich stürmische Windböen nicht ausschließen. Der Wind treibt neben dichten Wolken auch ein Niederschlagsfeld über Deutschland hinweg, dessen Schwerpunkt über Baden-Württemberg und Bayern liegen und dort für nennenswerten Niederschlag sorgen kann. Die Temperaturen erreichen östlich einer Linie von Bremen und dem Bayerischen Wald +0 bis +4 Grad und steigen nach Westen auf bis +10 Grad an.

Sonne, Wolken und ein paar Schauer

Das Wetter beruhigt sich am 23. und 24. November (Mi. und Do.) über Deutschland. Zwar ziehen immer wieder Wolken mit Schauern von West nach Ost, doch nimmt die Anzahl der Schauer ab und die Anzahl der Sonnenstunden zu. Der Wind kommt schwach aus südlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen über dem Osten kaum mehr als +0 bis +5 Grad, während über dem Westen die +10 Grad-Marke überschritten werden kann.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,7 +2,3 +1,3 546,5 l/m² - zu trocken

Wetterfakten November

Trübe Wetterstimmung im November - herrscht Hochdruck, schafft es die Sonne selten, den Nebel aufzulösen. Bei Tiefdruck gibt es bei nasskalten Temperaturen zumeist Erkältungswetter. Und dennoch hat das Wetter im November statistische Auffälligkeiten:

  • Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es zwischen dem 1. und 7. November Hochdruck
  • Zwischen dem 8. und 11. November hat sich schon des Öfteren der Winter gezeigt
  • Im zweiten Novemberdrittel beruhigt sich das Wetter zunehmend und Nebelwetter macht sich breit/div>
  • Das letzte Novemberdrittel ist häufig von Tiefdruck, kräftigen Winden und relativ milden Temperaturen geprägt

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