Wetterbericht: Luftmassengrenze über Deutschland - Dauerfrost und etwas Schneefall über dem Nordosten möglich

| M. Hoffmann
Luftmassengrenze über Deutschland

Ausläufer der atlantischen Frontalzone erreichen Deutschland, tun sich aber in ihrem Vorankommen nach Osten schwer, da ein Kaltlufttropfen aus östlichen Richtungen kalte Luftmassen nach Westen führt. Über Deutschland baut sich ab der Wochenmitte eine Luftmassengrenze auf, die über dem Osten für frühwinterliche Wetterereignisse sorgen kann.

Von Westen ziehen bereits zu den frühen Morgenstunden dichte Wolkenfelder auf und trüben den Sonnenschein bis zum späten Nachmittag westlich einer Linie von Hamburg und Ulm ein. Weiter nach Osten bleibt es - sofern sich die Nebelfelder auflösen - bis zum Abend sonnig. Verbreitet bleibt es trocken, doch können über dem Westen ein paar Schauer nicht ausgeschlossen werden, die sich zum Abend intensivieren und noch in der ersten Nachthälfte westlich einer Linie von Hamburg und der Zugspitze für nennenswerten Niederschlag sorgen können. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen und kann über dem Westen phasenweise böig auffrischen. Die Temperaturen erreichen +10 bis +15 Grad und mit Sonnenschein können bis +18 Grad möglich sein.

Regenband über Deutschland

Der Regen der Nacht verlagert sich am 16. November (Mi.) langsam weiter nach Osten und regnet zum Nachmittag in einem breiten Streifen zwischen Hamburg und Berchtesgaden ab. Zeigt sich der Himmel über dem Osten meist wolkenverhangen, so ist über dem Westen zum Nachmittag mit regional sonnigen Abschnitten zu rechnen. Der Wind kommt schwach aus überwiegend südlichen Richtungen und kann phasenweise böig auffrischen. Über den Küsten von Nord- und Ostsee sind stürmische Windböen möglich. Die Temperaturen erreichen über dem Westen bis +15 Grad und gehen über dem Osten auf bis +8 Grad zurück.

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Schauerwetter

Das nächste Schauerband erreicht Deutschland am 17. November (Do.). Bei überwiegend starker Bewölkung ist mit zeitweiligen Schauern zu rechnen, die regional kräftiger ausfallen können. Bis zum späten Abend erreichen die Schauer die östlichen Landesteile und können dort unter bestimmten Voraussetzungen als Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen. Der Wind frischt über dem Nordosten stark böig bis stürmisch aus südöstlichen Richtungen kommend auf und kann über den Küstenregionen für schwere Sturmböen sorgen. Erreichen die Temperaturen über dem Westen bis +15 Grad, so kann es über dem Nordosten mit +2 bis +6 Grad spürbar frischer werden.

Schneeschauer über dem Osten nicht ausgeschlossen

Die Schauer vom Vortag verlagern sich am 18. November (Fr.) weiter nach Norden und Osten und sorgen nördlich einer Linie von Bremen und Sachsen-Anhalt für länger andauernden und regional ergiebigen Niederschlag. Die Temperaturen erreichen östlich der Linie von Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt +0 bis +5 Grad, sodass Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer über diesen Regionen nicht ausgeschlossen werden kann (Schneeprognose). Weiter nach Westen lässt die Niederschlagstätigkeit nach und bei auflockernder Bewölkung kommt häufiger die Sonne zum Vorschein, was die Temperaturen auf +8 bis +12 Grad ansteigen lassen kann. Der Wind kommt über dem Nordosten noch böig bis stürmisch aus südöstlichen Richtungen, schwächt sich über dem restlichen Deutschland aus südlichen Richtungen kommend ab.

Wolken, Nebel, Schauer und etwas Sonnenschein - Dauerfrost über dem Osten

Deutschland liegt am 19. und 20. November (Sa. und So.) in einem gradientenschwachen Wetterumfeld. Zeigt sich der Himmel am Samstag noch überwiegend stark bewölkt, so lockert die Wolkendecke am Sonntag weiter auf und ermöglicht längere sonnige Abschnitte, die bereits zum Nachmittag von Westen durch neue Wolkenfelder eingetrübt werden können. Vereinzelte Schauer sind am Samstag möglich und klingen am Abend ab. Der Sonntag verläuft weitgehend trocken, bevor zum Abend über dem Westen Niederschlag einsetzen kann. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen +5 bis +10 Grad. Über Teile von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt kann sich mit -1 bis +3 Grad leichter Dauerfrost einstellen. In den Nächten kühlt es auf +0 bis +5 Grad ab und über dem Nordosten kann Frost von bis -5 Grad möglich sein.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,7 +2,3 +1,3 546,5 l/m² - zu trocken

Wetterfakten November

Trübe Wetterstimmung im November - herrscht Hochdruck, schafft es die Sonne selten, den Nebel aufzulösen. Bei Tiefdruck gibt es bei nasskalten Temperaturen zumeist Erkältungswetter. Und dennoch hat das Wetter im November statistische Auffälligkeiten:

  • Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es zwischen dem 1. und 7. November Hochdruck
  • Zwischen dem 8. und 11. November hat sich schon des Öfteren der Winter gezeigt
  • Im zweiten Novemberdrittel beruhigt sich das Wetter zunehmend und Nebelwetter macht sich breit/div>
  • Das letzte Novemberdrittel ist häufig von Tiefdruck, kräftigen Winden und relativ milden Temperaturen geprägt

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