Was vom Wetter im November 2021 zu erwarten ist

Welches Wetter ist im November 2021 zu erwarten?
Welches Wetter ist im November 2021 zu erwarten?

Von spätsommerlich warm, bis zum ersten - nennenswerten - Wintereinbruch und berühmt-berüchtigten Herbststürmen hat das Wetter im November allerhand zu bieten. Doch auch trockene und zu Nebel neigende Hochdruckwetterlagen haben ihre Relevanz. Wie wird das Wetter im November 2021?

Das Novemberwetter kann aus statistischer Sicht entscheidend für den Winter sein. Zeigt sich in der letzten Novemberdekade ein nachhaltiger Wintereinbruch, so ist mit einer Stabilisierung der winterlichen (meist meridionalen) Großwetterlage bis in die erste Dezemberdekade zu rechnen. Dazu müssen die Rahmenbedingen optimal sein und das ist selten der Fall. Häufiger präsentiert sich der November über Deutschland nasskalt und selten winterlich.

Typisches Novemberwetter: vom Herbst in den Vollherbst

Der Sonnenstand sinkt und die Kraft der Sonne lässt nach. So fällt es der Sonne zunehmend schwerer, die Nebel- und Hochnebelfelder im Tagesverlauf aufzulösen. Das gelingt zum Beginn noch relativ gut und die Temperaturen können die +15 Grad Marke überschreiten und an manchen Tagen in Richtung der +20 Grad-Marke streben. Ab dem zweiten Novemberdrittel geht der Wettertrend dann klar in Richtung nasskalt, was Werten von +3 bis +8 Grad entspricht.

Zudem kühlen - Aufgrund der längeren Nächte - die Landmassen deutlich schneller ab, als die Meeresflächen, welche noch immer die Hitze aus dem Sommer, bzw. Spätsommer gespeichert haben. Und aufgrund dieser Temperaturgegensätze gewinnt das Wetter an Dynamik, was nicht selten zu den ersten Herbststürmen führen kann.

Im letzten Novemberdrittel hat sich die Luft dann oftmals schon so weit abgekühlt, dass die ersten Schneefälle und - nennenswerten - Wintereinbrüche ab den mittleren Lagen möglich sind.

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Daten und Fakten

Mit einem durchschnittlichen Temperaturwert von +4,0 Grad wird weniger als die Hälfte des Mittelwertes vom Oktober (+9,0 Grad) erreicht und unterstreicht, wie schnell sich die Temperaturen im Monatsverlauf auf den Herbst einzustimmen. Das Niederschlagssoll liegt mit 66 l/m² eher im unteren Bereich, ist aber der Herbstmonat mit dem meisten Niederschlag.

In den letzten 30 Jahren ist das Wetter im Schnitt um +0,8 Grad wärmer geworden. Schaut man sich nur die letzten 20 Jahre an, so liegt die Differenz bei +1,28 Grad.

Dass ein November normal ausgefallen ist, war letztmalig 2016 der Fall (Abweichung -0,2 Grad). Ein zu kaltes Wetter war im Jahre 1998 (-2,4 Grad) zu beobachten. Der wärmste November stammt mit einer durchschnittlichen Temperatur von +7,51 Grad (Abweichung: +3,51 Grad) aus dem Jahre 2015. Man sieht, dass - trotz oder gerade wegen der Klimaerwärmung - der November deutlich zu warm, aber auch zu kalt ausfallen kann. Der kälteste Durchschnittswert stammt mit -0,18 Grad aus dem Jahre 1921 (Abweichung: -4,18 Grad).

Was man sagen kann ist, dass die Novembermonate in den letzten 20 Jahren im Schnitt um +1,28 Grad zu warm ausgefallen sind. Berechnet man mithilfe dieser Zahlen die Wahrscheinlichkeit, so kommt es im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 zu folgendem Ergebnis: 70 Prozent zu warmes, 30 Prozent normales und 0 Prozent zu kaltes Wetter (91/20: 35 Prozent zu warm, 40 Prozent normal, 25 Prozent zu kalt). Was lässt sich aus der Statistik ableiten? Der November ist ein abwechslungsreicher Wettermonat, der aus statistischer Sicht keine Linie vorgibt und mit der Klimaerhitzung zunehmend wärmer ausfällt.

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Die Merkmale

Die nachfolgenden Daten sind im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 und in Klammer von 91/20: Bodenfrost gab es an 12,9 Tagen zu erwarten (12,3 Tage). Nachtfrost gab es an 10,2 Tagen (8,7 Tagen) und Dauerfrost an 1,7 Tagen (1,1 Tage). Schneetage gab es an 2,9 Tagen (1,9 Tage).

Die Sonne hat den Tiefststand noch nicht erreicht

Zum Beginn des Monats geht die Sonne um 7:00 Uhr auf und um 16:39 Uhr unter, was einer Tageslänge von 9 Stunden und 39 Minuten entspricht. Zum Ausklang des Monats geht die Sonne um 7:50 Uhr auf und um 15:59 Uhr unter. Die Tageslänge entspricht nur noch 8 Stunden und 9 Minuten. Die Tage werden im November um 1 Stunde und 30 Minuten kürzer.

Das Herbstwetter hat auch seine schönen Seiten

Das Novemberwetter ist aber nicht immer grau und schmuddelig, der letzte Herbstmonat hat auch seine schönen Seiten, wenn die Nebelschwaden durch Sonnenschein abgelöst werden, oder wenn der Raureif abstrakte Gebilde formt und die Landschaft auf eine andere Art und Weise langsam weiß werden lässt.

Es ist gewissermaßen wie der erste Frühlingsmonat, nur in umgekehrter Richtung und anstatt draußen, sollte man es sich lieber in der Wohnung gemütlich machen. Vielen Menschen macht der November aber zu schaffen. Das wenige Licht drückt auf die Stimmung und der Körper schüttet weniger vom Glückshormon Serotonin aus. Gegen diese miese Stimmung hilft oft ein Spaziergang in frischer Luft mit Sonnenschein.

Lässt das Novemberwetter Rückschlüsse auf den Winter zu?

Hängt das Laub bis November hinein, wird der Winter lange sein. Bauernregel November
Betrachtung der einzelnen Novembermonate mit Auswirkung auf die Wintersaison
Monat Winter kalt Winter warm Häufig­keit
November zu warm 23 % 35 % 40 (58 %)
November zu kalt 13 % 29 % 29 (42 %)

Ein kausaler Zusammenhang ist nicht zu erkennen - egal wie der November ausfällt - häufiger hatte das einen zu warmen Winter zur Folge. Ist der Novembermonat zu warm, so führte das in der Vergangenheit in 35 Prozent der Fälle zu einem zu warmen Winter. War der November zu kalt, so hatte das in 29 Prozent der Fälle einen zu warmen Winter zur Folge.

Die Abweichung der Temperaturen der Novembermonate in Dekaden

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990
Novembermonate Tem­peratur Ab­weichung
2011-2020 5,4 Grad +1,4 Grad
2001-2010 5,2 Grad +1,2 Grad
1991-2000 4,0 Grad +0 Grad
1981-1990 4,1 Grad +0,1 Grad
1971-1980 4,0 Grad +0 Grad
1961-1970 4,1 Grad +0,1 Grad

Auffällig sind die letzten zwei November-Dekaden von den Jahren 2001 bis 2020, welche gegenüber den vorangegangenen Dekaden deutlich wärmer ausgefallen sind. Darunter auf der bislang wärmste Novembermonat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen von 1881, welcher mit einer Abweichung von +3,5 Grad im Jahre 2015 den neuen Hitzerekord aufstellte. Möchte man eine Schlussfolgerung aus der Statistik ziehen, so liegt die Wahrscheinlichkeit in Zeiten der Klimaerhitzung für einen zu warmen Novemberverlauf deutlich höher, als für einen zu kalten.

Statistische Auffälligkeiten

  • Im Zeitraum vom 1. bis 7. November dominiert häufig ein Hochdrucksystem das Wetter
  • Bei länger andauernden Hochdruckphasen nimmt die Neigung zu Dauernebel und frostigen Temperaturen zu
  • Temperaturen von bis +25 Grad sind in der ersten Dekade keine Seltenheit
  • Neigung zu zähen Nebel- und Hochnebelfeldern nimmt zu
  • Letztes Novemberdrittel kann richtungsweisend für den Winter sein
  • Schneefall zeigte sich häufiger im Zeitraum vom 8. bis 11. November
  • In der zweiten Novemberdekade häufig hoher Luftdruck dominant
  • Zum Ausklang des November häufiger windiges und mildes Westwindwetter
  • Durchschnittlich sind 66 l/m² an Niederschlag zu erwarten
  • Die durchschnittliche Temperatur beträgt +4,0 Grad (1961 und 1990). Im Vergleich zum wärmeren Klimamittelwert von 1991 und 2020 beträgt der Durchschnittswert +4,8 Grad

Wie wird das Wetter im November 2021?

Zum heutigen Stand ist es noch zu lange hin, als dass man im Detail schon Wetterprognosen erstellen könnte. Aber es gibt Wettertrends der Langfristmodelle, welche Rückschlüsse auf die Entwicklung der Zirkulationsmuster zulassen.

Als Freund des Winterwetters wartet man gespannt auf die Wetterentwicklung im November und ab und an gelingt auch schon der erste Wintereinbruch. Doch so sehr man sich freuen mag, gehört der November zu einem klassischen Herbstmonat und ist über weite Strecken als gemäßigt zu bewerten.

Nasskalte Wetterphasen sind deutlich häufiger als frühwinterliche. In Zeiten des Klimawandels geht die schon magere Anzahl an Wintereinbrüchen im November noch weiter zurück - werden also insgesamt seltener.

Apropos Klimawandel. Nimmt man die Statistik, so hat der November im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961-1990) eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent zu warm auszufallen. Im Vergleich zu den letzten 20 Jahren war der November um +1,3 Grad zu warm. Das zeigt und unterstreicht noch einmal eindringlich, dass ein Wintereinbruch zwar theoretisch möglich, doch wenig wahrscheinlich ist.

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UPDATE: Wettertrend der Langfristmodelle

Langfristmodelle geben keinen Aufschluss darüber, wie sich das Wetter im Detail wird entwickeln können und sind somit mit einem gesunden Maß an Skepsis zu bewerten. Was Langfristmodelle berechnen ist, ob der Monat tendenziell zu warm, zu kalt oder zu nass oder trocken ausfallen kann.

Wettertrend nach dem CFSv2 Modell

Die aktuelle Abweichung liegt für den November mit +0,5 bis +1,5 Grad im Vergleich zum langjährigen Mittelwert (1961 und 1990) im etwas zu warmen Bereich - örtlich kann die Abweichung bis zu +2 Grad betragen (91/20: -0,3 bis +0,7 Grad; +1,2 Grad). Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem langjährigen Sollwert unauffällig und tendenziell etwas zu nass zu bewerten.

Wetterprognose der NASA

Die NASA berechnet den November 2021 mit einer Abweichung von +0,0 bis +1,0 Grad im Vergleich zum Mittelwert von 1961 und 1990 normal und im Trend etwas zu warm. Die Niederschlagsprognose ist im Vergleich zum Sollwert unauffällig und im Trend etwas zu trocken einzustufen.

Wettervorhersage nach dem europäischen Langfristmodell

Geht es nach den Europäern, so soll das Novemberwetter mit einer Abweichung von +1,0 bis +2,0 Grad leicht zu warm ausfallen können. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem Sollwert als unauffällig und im Trend etwas zu nass zu bewerten.

Auf den Punkt gebracht

Das Wetter im November 2021 hat eine erneut höhere Wahrscheinlichkeit zu warm auszufallen. Das ist alleine schon der Tatsache des Klimawandels zu verdanken. Hatten die Langfristmodelle in den letzten Jahren - zumindest ansatzweise - noch einen kühleren November im Programm, so ist dieser komplett aus den Berechnungen verschwunden. Freunde des Winterwetters sollten darauf achten, ob die Großwetterlage im November in eine zonale Richtung kippt. Ist das der Fall, ist mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ein zu warmer Winter zu erwarten. Bleibt indes eine meridionale Grundströmung erhalten, erhöhen sich die Chancen auf einen normalen bis zu kalten Winter (jedoch nicht zwingend).

Regelmäßige Aktualisierungen zum Wetter November 2021 erfolgen in Witterungstrends, Wettertrends, Wetterprognosen und Wettervorhersagen ab Mitte Oktober.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,38 +0,87 -0,28 647 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten November

Trübe Wetterstimmung im November - herrscht Hochdruck, schafft es die Sonne selten, den Nebel aufzulösen. Bei Tiefdruck gibt es bei nasskalten Temperaturen zumeist Erkältungswetter. Und dennoch hat das Wetter im November statistische Auffälligkeiten:

  • Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es zwischen dem 1. und 7. November Hochdruck
  • Zwischen dem 8. und 11. November hat sich schon des Öfteren der Winter gezeigt
  • Im zweiten Novemberdrittel beruhigt sich das Wetter zunehmend und Nebelwetter macht sich breit/div>
  • Das letzte Novemberdrittel ist häufig von Tiefdruck, kräftigen Winden und relativ milden Temperaturen geprägt

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