Wetter November 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter November 2020 aktuelle Wetterprognose vom 24.10.2020 - Welche Chance hat der Frühwinter?

Warmes, trockenes und sonniges November-Wetter?
Warmes, trockenes und sonniges November-Wetter?

Ein Sturm macht sich auf den Weg nach Mitteleuropa. Doch der Start in den November wird mit einem Kaltluftausbruch über dem östlichen Kanada entschieden.

Über England positioniert sich in den kommenden Tagen ein Sturmtief und greift im Wochenverlauf mit seinen Ausläufern auf Deutschland über.

Zum Wochenende ist verbreitet mit Sonnenschein zu rechnen, der über dem Westen und Nordwesten durch vorüberziehende Wolkenfelder eingetrübt werden kann. Etwas Niederschlag ist nicht auszuschließen. Zum Start in die neue Woche dominiert meist starke Bewölkung das Himmelsbild und sonnige Momente werden seltener. Im Schwerpunkt über Baden-Württemberg und Bayern ist mit ergiebigen und teils länger andauerndem Regen zu rechnen, der zur Wochenmitte nachlässt. Dafür lebt der Wind über dem Norden kräftig auf und kann über den Küstenregionen und über exponierten Lagen zu einem erhöhten Potential unwetterartiger Starkwindereignisse führen. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter Oktober 2020.

Die Ausläufer eines Sturmtiefs erreichen Deutschland
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Die Ausläufer eines Sturmtiefs erreichen Deutschland
© www.meteociel.fr

Wie wird das Wetter im November?

Nach wie vor strömen über dem östlichen Kanada kalte Luftmassen auf den Atlantik und sorgen zwischen Neufundland und Island für eine deutliche Zunahme der Tiefdruckaktivität, was Anfang November auch Auswirkungen auf die Großwetterlage über Deutschland haben wird.

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Wettervorhersage nach dem europäischen Prognosemodell: Außergewöhnliche Temperaturentwicklung

Auf der oben gezeigten Wetterkarte könnte man den Rückschluss ziehen, dass die atlantische Frontalzone nach Skandinavien durchrauscht und zum Start in den November die Westwetterlage über Mitteleuropa hinwegrauschen lässt. Doch das täuscht.

Arktische Kaltluftmassen strömen auf den Atlantik

Der Zustrom arktischer Kaltluftmassen über dem östlichen Kanada hält unentwegt an und bindet die Tiefdruckaktivität über Island. Deutschland, Österreich und die Schweiz bekommen so nur die Ausläufer des Zentraltiefs zu spüren. Entscheidend aber ist das Hoch, dem keine andere Wahl bleibt, als sich vor der atlantische Frontalzone von Süden nach Norden aufzustellen und im Zeitraum vom 1. bis 3. November zwischen der Mittelmeerregion und der Barentssee Position zu beziehen.

Diese Wetterlage sorgt dafür, dass die atlantische Frontalzone voll auf das Hochdruckkonstrukt aufläuft und im Zusammenspiel mit dem Hoch sehr warme Luftmassen nach Mitteleuropa führt. Wie warm? Berechnet werden in der aktuellen Wettervorhersage Tageswerte von +14 bis +18 Grad, was Anfang November im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert um +7 bis +10 Grad zu warm ist. Im gesamten Zeitraum über ist mit einem leicht bis mäßig unbeständigen Wettercharakter zu rechnen.

Die atlantische Frontalzone läuft Anfang November voll auf ein Hoch über Mitteleuropa auf und sorgt für außergewöhnliche Temperaturen
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Die atlantische Frontalzone läuft Anfang November voll auf ein Hoch über Mitteleuropa auf und sorgt für außergewöhnliche Temperaturen
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Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Der frühe Winter ist so nicht möglich

Der Kaltluftvorstoß spielt eine immens wichtige Rolle für die kommende Wetterentwicklung und erfahrungsgemäß lässt dieser sich nicht so leicht stoppen. Schlimmer noch - für alle die sich den frühen Winter wünschen - stabilisiert sich der Zustrom arktischer Kaltluftmassen über dem östlichen Kanada, so kann das in eine Erhaltungsneigung übergehen und weite Teile vom November dominieren.

Mit voller Wucht

Die atlantische Frontalzone bläst nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells Anfang November zum Generalangriff und versucht das Hochdruckkonstrukt über Mitteleuropa abzubauen. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen in eine warme Vorderseitenanströmung der Luftmassen, was ähnlich der Wettervorhersage der Europäer ist. Mit +14 bis +18 Grad kann der November einen ordentlichen Warmstart hinlegen.

Viel zu warm

Aber auch über den 3. November hinaus tut sich die atlantische Frontalzone schwer sich weiter in Richtung Mittel- und Nordeuropa durchzusetzen und treibt über Island im quasistationären Zustand sein Unwesen. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen zwar phasenweise in den Einflussbereich der Tiefdruckausläufer, doch gelingt es den Hochdruckgebieten immer wieder dazwischen zu funken. Was entsteht ist eine über die erste November-Dekade dominierende Südwestwetterlage.

Die Neigung zu Niederschlag ist als gering zu bewerten und die Temperaturen können am Tage - mit viel Sonnenschein - auf +10 bis +15 Grad ansteigen und in den Nächten auf -2 bis +4 Grad absinken. Zeitgleich steigt in diesem gradientenschwachen Wetterumfeld die Neigung zur Ausbildung zäher Nebelfelder an. Vom Frühwinter fehlt nach dieser Wettervorhersage jegliche Spur.

Warmstart in den November - Der Kaltluftzustrom über der östlichen Kanada bleibt intakt und sorgt über Mitteleuropa für einen warmen Temperaturcharakter
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Warmstart im November - Der Kaltluftzustrom über der östlichen Kanada bleibt intakt und sorgt über Mitteleuropa für einen warmen Temperaturcharakter
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Auf den Punkt gebracht: Welches Wetter ist Anfang November 2020 wahrscheinlich?

Die Würfel fallen für den November so langsam und die Vorhersage-Modelle bestätigen den Wettertrend der letzte Tage. Zwischenzeitlich ziehen auch die Kontrollläufe mit und passen sich den Prognosen an.

Berechnet wird im Zeitraum vom 30. Oktober bis 9. November ein gegenüber dem vieljährigen Mittelwert um +1 bis +3 Grad zu warmer Temperaturtrend. Die tendenziell höheren Abweichungen sind bei einer Südwestwetterlage über dem Süden und Osten von Deutschland zu erwarten.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
30. Oktober +8 bis
+16 Grad
+11 Grad bis
+13 Grad
3. November +5 bis
+20 Grad
+11 bis
+13 Grad
8. November +3 bis
+17 Grad
+8 bis
+10 Grad
Diagramm Temperaturen November 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Ein Tiefdruckklops

Besonders beeindruckend zeigt sich die kommende Wetterentwicklung in den Druckanomalien bis zum 3. November. Der Tiefdruckkomplex über Island wird permanent mit kalten Luftmassen gespeist und so wird eine gemäßigt warme bis warme Südwestwetterlage über Mitteleuropa zunehmend wahrscheinlicher. Frühwinterliche Wetterentwicklungen sind so nicht möglich.

Die warme Luft setzt sich durch
Die warme Luft setzt sich durch © climatereanalyzer.org

Wettertrend November des Langfristmodells:

Entsprechend der aktuellen Entwicklung auf dem Atlantik reagiert nun das Langfristmodell und berechnet den November 2020 im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 um +1 bis +2 Grad zu warm. Die Niederschlagsprognose fällt gegenüber dem vieljährigen Sollwert zu trocken und über Süddeutschland deutlich zu trocken aus. Das spricht im Wesentlichen für eine Hochdruckdominanz über Mitteleuropa.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten November

Statistische Wetterwerte für November

Trübe Wetterstimmung im November - herrscht Hochdruck, schafft es die Sonne selten, den Nebel aufzulösen. Bei Tiefdruck gibt es bei nasskalten Temperaturen zumeist Erkältungswetter. Und dennoch hat das Wetter im November statistische Auffälligkeiten:

  • Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es zwischen dem 1. und 7. November Hochdruck
  • Zwischen dem 8. und 11. November hat sich schon des Öfteren der Winter gezeigt
  • Im zweiten Novemberdrittel beruhigt sich das Wetter zunehmend und Nebelwetter macht sich breit/div>
  • Das letzte Novemberdrittel ist häufig von Tiefdruck, kräftigen Winden und relativ milden Temperaturen geprägt

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