Wetter November 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter November 2019 aktuelle Wettervorhersage vom 16.10.2019 - Ein frühwinterlicher Start in den November ist möglich

  • M. Hoffmann

Wie wird der November 2019? Sorgt die gestörte Zirkulation für einen verfrühten Wintereinbruch, oder liegt Deutschland im Zustrom warmer Luftmassen? Ein Hochdrucksystem sorgt für eine spannende Wetterentwicklung.

Zeitweilige Niederschläge sind in den kommenden Tagen bis einschließlich Samstag zu erwarten. Heute können die Regenfälle über dem Nordosten noch kräftiger und örtlich mit Gewittern (Gewitterradar) einhergehen, bevor im weiteren Verlauf die Niederschlagsaktivität in eine Schauerform übergeht. Von Sonntag bis Dienstag befindet sich Deutschland am Rand eines Tiefdrucksystems, sodass - für den Moment - bei starker bis wechselnder Bewölkung mit einem weitgehend trockenen Wettercharakter zu rechnen ist. Die Details der Wettervorhersage können sich in den kommenden Stunden noch verändern.

Bei den Temperaturen verändert sich nicht viel. Mit +14 bis +18 Grad bewegen diese sich in einem leicht zu warmen Umfeld und können bei Regen darunter und mit etwas Sonnenschein darüber liegen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Oktober 2019.

Kaltstart in den November 2019?
Kaltstart in den November 2019?

Ein Tief tropft nach Süden ab

Als leicht unbeständig lässt sich der Wettercharakter der kommenden Tage bewerten. Verursacher ist ein Tief über England. Gleichzeitig blockiert ein Hochdrucksystem von der Barentssee, über das östliche Europa bis über die Mittelmeerregion reichend, die Tiefdruckfront. Der Weg nach Osten bleibt blockiert und so tropft das Tief zum Wochenende unter Auflösungserscheinungen über Frankreich nach Spanien über die westliche Mittelmeerregion ab.

Das Strömungsmuster ist stark meridional ausgeprägt
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Das Tief bei England kommt nicht von der Stelle © www.meteociel.fr

Wie wird der November 2019?

In den letzten Tagen schwankten die Wettervorhersagen der Prognose-Modelle zwischen zwei Extremen hin und her. Die Ursache war aber immer die Gleiche - ein Hochdrucksystem. Ob Anfang November mit frühwinterlichen Wetterverhältnissen zu rechnen ist, oder ob sich der goldene Oktober noch bis in den November hinein halten kann, hängt stark von der Entwicklung und der Positionierung des Hochdrucksystems ab - dass das Hoch aber kommt, gilt zwischenzeitlich als sehr wahrscheinlich.

Der nasskalte Frühwinter

Der erste Schnee des Jahres zeigt sich häufiger in der letzten Oktober-Dekade. Es ist also nichts ungewöhnliches. Schaut man sich die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells an, so erkennt man die frühwinterliche Wetterentwicklung Ende Oktober, die bis in den November hinein anhalten kann.

Bedingung für die Jahreszeitlich zu kalte Wetterlage ist, dass sich das Hochdruckzentrum westlich von Europa positioniert und einen Keil in Richtung Island oder Grönland aufbauen kann. Nach der aktuellen Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells ist das der Fall. In Kombination mit einem Tief über Skandinavien aber kommt der Kaltluftzustrom erst zustande.

Unter bestimmten Voraussetzungen können sich die Tageswerte auf +1 bis +6 Grad einpendeln und die zahlreichen Schauer gehen bis in tiefere Lagen als Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nieder. In den Nächten wäre mit Frost und ab den mittleren Lagen mit der Ausbildung einer dünnen Schneedecke zu rechnen. Ab den höheren Lagen gibt es dann den ersten winterlichen Gruß. Zum aktuellen Stand berechnet das amerikanische Wettermodell am 1. November Tageswerte von +4 bis +12 Grad. Ein eher nasskaltes Vergnügen.

Für Anfang November eine nasskalte bis frühwinterliche Entwicklung der Großwetterlage
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Für Anfang November eine nasskalte bis frühwinterliche Entwicklung der Großwetterlage © www.meteociel.fr

Goldener Oktober Anfang November

Das das Hoch kommt, gilt zwar als wahrscheinlich, doch ist eine Positionierung auf dem Atlantik keineswegs gesetzt. Es handelt sich um ein stark meridionales Strömungsmuster, bei der es jeweils warme und auch kalte Seiten gibt. Entscheidend ist, wo sich das Hochdrucksystem wird positionieren können. In der zweiten Variante ist das entweder über Skandinavien oder Mitteleuropa der Fall.

Was folgt, wäre ein ruhiger und zu Nebel neigender Wettercharakter, bei dem die Temperaturen jeden Tag etwas zurückgehen und sich bis November in einem Bereich von +10 bis +15 Grad einpendeln können. Ein Hoch über Europa ist zu dieser Jahreszeit häufiger eine länger andauernde Geschichte.

Goldener Oktober bis in den November hinein
Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: Goldener Oktober bis in den November hinein © www.meteociel.fr

Die Mischwetterlage mit Ansätzen einer Westwetterlage

Auch das ist Anfang November möglich. Das Hoch auf dem Atlantik kippt nach Osten weg und die Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik gewinnt an Dynamik. Über kurz oder lang erreicht die atlantische Frontalzone den skandinavischen Raum, das Hoch flacht weiter ab und es entsteht eine westlich orientierte Grundströmung.

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Anfang November wäre über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einem windigen, unbeständigen und mäßig milden Wettercharakter zu rechnen. Weder ein zu warmer, noch ein zu kalter Wettercharakter hätte dann eine Chance.

Anfang November - Westwetterlage (Zonalisierung)
Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: Anfang November - Westwetterlage (Zonalisierung) © www.meteociel.fr

Welche der Entwicklungen ist Anfang November am wahrscheinlichsten?

Deutlich geht das mit einem Blick auf die Summe aller Berechnungen der Kontrollläufe hervor . Was man sieht ist ein Hochdruckschwerpunkt auf dem Atlantik mit Trogausbildung über Mitteleuropa. Anders formuliert hat ein Kaltluftausbruch Ende Oktober, Anfang Februar durchaus gute Chancen.

Eine kühlere Wetterlage ist Anfang November möglich
Mittelwertsberechnung der Kontrollläufe: Eine kühlere Wetterlage ist Anfang November möglich © www.meteociel.fr

Bis zum 24. Oktober berechnen die Kontrollläufe eine deutlich zu warme Temperaturentwicklung. Anschließend sinkt das Niveau auf einen Jahreszeit-typischen Bereich ab und ist im Trend etwas zu kühl. Somit bleibt die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells ein kalter Ausreißer, doch haben sich gegenüber gestern noch weitere Kontrollläufe dazu entschlossen zu kalt auszufallen. Anders formuliert ist eine zu kühle Wetterentwicklung plausibel - aber ein noch nicht gesicherter Wettertrend.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
22. Oktober +8 bis
+20 Grad
+13 bis
+15 Grad
26. Oktober +4 bis
+15 Grad
+9 bis
+11 Grad
1. November -1 bis
+18 Grad
+8 bis
+10 Grad
Diagramm Temperaturen November 2019 vom 16.10.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Eine Veränderung der Großwetterlage ist mehr als wahrscheinlich

Wagt man zudem noch einen Blick auf die Druckanomalien der kommenden 10 Tage, so ist bis zum 26. Oktober eine Umstrukturierung der Großwetterlage zu beobachten. Das Tiefdruckzentrum verlagert sich von Island über die Barentssee in Richtung der Karasee, während sich durch den Polarwirbel hindurch hoher Luftdruck bis nach Grönland aufbaut. In Kombination daraus ist eine kühlere Anströmung der Luftmassen Anfang November wahrscheinlicher, als eine deutlich zu warme.

Druckanomalie bis 26. Oktober
Druckanomalie bis 26. Oktober - Es tut sich was © climatereanalyzer.org

Wettertrend November nach Langfristmodell

Die aktuelle Langfristprognose für den November zeigt gegenüber dem vieljährigen Mittelwert eine Abweichung der Temperaturen von -0,5 bis +1 Grad im normalen bis leicht zu warmen Bereich. Die Niederschlagsneigung wird über dem Süden etwas zu trocken und über dem Norden unauffällig gegenüber dem Sollwert berechnet.

Auf den Punkt gebracht

Ein Zustrom kühlerer Luftmassen Ende Oktober, bzw. Anfang November hat heute an Plausibilität zugenommen. Langweilig wird die Wetterentwicklung in der letzten Oktober-Dekade nicht werden und das Spektrum reicht von warmen +20 Grad bis zu frühwinterlichen 0 Grad. Entscheidend wird sein, wo sich das Hochdrucksystem wird positionieren können und wie die Tiefdruckgebiete darauf reagieren werden. Eine Zonalisierung aber hat weiterhin schlechte Karten. Spannende Zeiten stehen beim Wetter bevor

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +8,81 +2,45 +1,71 367 l/m² - zu trocken

Wetterfakten November

Trübe Wetterstimmung im November - herrscht Hochdruck, schafft es die Sonne selten, den Nebel aufzulösen. Bei Tiefdruck gibt es bei nasskalten Temperaturen zumeist Erkältungswetter. Und dennoch hat das Wetter im November statistische Auffälligkeiten:

  • Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es zwischen dem 1. und 7. November Hochdruck
  • Zwischen dem 8. und 11. November hat sich schon des Öfteren der Winter gezeigt
  • Im zweiten Novemberdrittel beruhigt sich das Wetter zunehmend und Nebelwetter macht sich breit
  • Das letzte Novemberdrittel ist häufig von Tiefdruck, kräftigen Winden und relativ milden Temperaturen geprägt

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