Unwetterartige Niederschlagssummen über den Alpen. Der Oktober verabschiedet sich über Deutschland turbulent, abwechslungsreich, kalt und windig. Wie wird das Wetter im November 2018?

Zwischen der Schweiz, Frankreich und Italien liegt ein Tiefdruckwirbel und für auf seinem östlichen Gradienten feuchte Luftmassen nach Deutschland. So ist es verbreitet stark - an den Küstenregionen auch wechselnd - bewölkt und hin und wieder ist mit Niederschlag unterschiedlichster Intensität zu rechnen. Der Niederschlagsschwerpunkt liegt über den südlichen und zum Nachmittag über den östlichen Regionen. Unwetterartige Starkniederschläge sind weiterhin über den Alpen zu erwarten. Der Wind kommt kräftig und über exponierten Lagen in Böen auch stürmisch aus nordöstlichen Richtungen. Die Temperaturen erreichen +2 bis +8 Grad und die Schneefallgrenze schwankt zwischen 800 bis 1.000 Meter. Mehr dazu in der aktuellen Schneeprognose.

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Wetteraussichten bis Ende Oktober

Am Montag ändert sich relativ wenig. Das Tiefdrucksystem verlagert sich weiter nach Norden und liegt zum Montagnachmittag über Baden-Württemberg . Über Deutschland hat das starke Bewölkung und einen böigen - teils stürmischen - Wind zur Folge. Hin und wieder ist mit etwas Niederschlag zu rechnen. Erneut unwetterartig fallen die Niederschläge über den Alpen aus. Die Temperaturen können über Bayern und Baden-Württemberg auf +13 bis +18 Grad ansteigen und über dem Norden mit +5 bis +10 Grad kühler bleiben.

Anfang November beruhigt sich das Wetter wieder
Anfang November beruhigt sich das Wetter wieder

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© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

Am Dienstag zieht das Tiefdrucksystem relativ rasch über den Westen nach Nordwesten ab und sorgt über Deutschland für böige und über höheren Lagen auch stürmische Windböen. Niederschläge sind im Schwerpunkt über dem Westen zu erwarten, während am östlichen Tiefdruckrand häufiger die Sonne zum Vorschein kommen kann. Da sich die Tiefdrucksysteme gegen den Uhrzeigersinn drehen, werden etwa östlich der Linie von Hamburg und München mit +15 bis +20 Grad sehr warme und mit +5 bis +10 Grad über dem Westen weiterhin kühle Luftmassen zugeführt. Eine Luftmassengrenze baut sich über Deutschland auf. Die Starkniederschläge über den Alpen schwächen sich etwas ab, der Dauerniederschlag bleibt aber nach der aktuellen Wettervorhersage noch erhalten.

Unwetterartige Niederschläge über den Alpenregionen

Über den südlichen Alpenregionen werden bis zum Dienstag Niederschlagssummen von 80 bis 400 l/m² simuliert. In den höheren Lagen auch als Schnee niedergehend, was in den kommenden 72 Stunden in manchen Regionen zu Neuschneemengen von über 300 cm führen kann.

Unwetterartige Niederschläge über der Schweiz, Österreich und der Schweiz und über dem Süden von Deutschland langsam nachlassend.

Unwetterartige Niederschläge über der Schweiz, Österreich und der Schweiz und über dem Süden von Deutschland langsam nachlassend. Teils über 400 l/m² binnen 72 Stunden. Mehr dazu in der Niederschlagsprognose.

Ruhiges und warmes Novemberwetter

Das Tiefdrucksystem verliert am letzten Oktobertag seinen Einfluss auf das Wetter über Deutschland und von Osten her macht sich der Einfluss eines Hochdrucksystems bemerkbar. Die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik bleibt aber als hoch einzustufen.

Im Zeitraum vom 31. Oktober bis 3. November laufen die Tiefdrucksysteme auf das Hoch auf und es entsteht über Deutschland, der Schweiz und Österreich eine schwachgradientige Südwestströmung. Anfangs ist noch mit starker Bewölkung und gelegentlich leichten Niederschlag zu rechnen, doch bis zum 3. November werden die Wolken weniger und die Sonnenscheindauer nimmt zu. Der Wind pfeift über dem Nordwesten teils kräftig und über den Küstenregionen der Nordsee in Böen teils stürmisch, sonst ist eher mit schwachen Windbewegungen zu rechnen. Mit der südlichen Grundströmung steigen die Temperaturen vom Mittwoch mit +11 bis +16 Grad bis zum Samstag auf +14 bis +18 Grad und örtlich auf bis +20 Grad an. Der November 2018 legt somit einen Warmstart hin.

Geht es nach der Wettervorhersage des amerikanischen und auch europäischen Wettermodells, so bleibt der Wettercharakter bis zum 6. November für die Jahreszeit zu warm. Die atlantische Frontalzone rückt aber weiter nach Osten vor, was die Wahrscheinlichkeit auf einen erneuten Wetterwechsel noch in der ersten Novemberdekade erhöht. Bis dahin aber werden in einem breiten Streifen vom nördlichen Baden-Württemberg und Berlin mit 0 bis 8 l/m² kaum Niederschläge berechnet, was die Dürresituation in diesen Regionen noch weiter verschärfen könnte.

Wie es um die Schneedecke über Sibirien bestellt ist und welche Auswirkungen die auf das Winterwetter über Deutschland haben kann, klären wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Winter 2018/19.

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