Das Wetter bietet wieder mehr Action. Doch handelt es sich nur um eine vorübergehend niederschlagsreiche Wetterphase oder um einen nachhaltigen Wetterumschwung?

Ein Tiefdrucksystem zieht heute von der Nord- über die Ostsee und sorgt etwa nördlich der Linie von Köln und Dresden häufig für starke Bewölkung und nördlich von Münster und Berlin für etwas Regen. Weiter nach Süden lockert die Bewölkung auf und über Baden-Württemberg kommt häufiger die Sonne zum Vorschein und es bleibt trocken. Der Wind frischt über dem Norden stark bis mäßig aus westlichen Richtungen auf und die Temperaturen erreichen über dem Norden +10 bis +15 Grad und über dem Süden sind bis +18 Grad möglich.

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Turbulente Oktobertage

Eine sehr Ereignisreiche Wetterlage stellt sich im Zeitraum vom 27. bis 30. Oktober ein. Kalte Luft strömt aus nordöstlichen Richtungen nach Deutschland und initialisiert über der warmen Mittelmeerregion ein Italientief, welches bis Ende Oktober Deutschland von Süd nach Nord überquert. Kurzzeitig können dabei kältere Luftmassen angezapft werden, was die Tageswerte auf +2 bis +8 Grad und die Schneefallgrenze auf 800 bis 1.000 Meter absinken lassen kann. In Lagen darüber ist die Ausbildung einer Schneedecke möglich. Aber auch in Lagen darunter ist der eine oder andere Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nicht auszuschließen. Viel Niederschlag - teils unwetterartig - ist über dem Alpenraum zu erwarten, welcher von Süd nach Nord allmählich nachlässt. Es wird also nicht in ganz Deutschland mit viel Niederschlag zu rechnen sein. Da ein Italientief ein aktiv-dynamischer Vorgang ist, ist noch mit Veränderungen zu rechnen.

Am 30. Oktober zieht das Tief weiter nach Nordwesten und positioniert sich mit seinem Kern über Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Östlich des Tiefdrucksystems ist kaum Niederschlag und etwas Sonnenschein zu erwarten. Westlich davon ist mit viel Niederschlag zu rechnen. Der Wind kommt stürmisch aus südlichen Richtungen und lässt die Temperaturen über dem Osten kurzzeitig auf bis +20 Grad ansteigen, während es über dem Westen mit +7 bis +12 Grad weiterhin herbstlich frisch bleiben kann.

Am 31. Oktober ist der Spuk vorbei und das Wetter beruhigt sich wieder. Bei starker bis wechselnder Bewölkung sind kaum mehr Niederschläge zu erwarten. Bei einem mäßigen Wind aus östlichen Richtungen erreichen die Temperaturen +10 bis +15 Grad und örtlich sind bis +17 Grad möglich.

Ruhiges Novemberwetter
Ruhiges Novemberwetter

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© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

Anfang November zunächst ruhiges Herbstwetter

Zum Novemberbeginn sind die Fronten klar verteilt. Das Italientief geht in die atlantische Frontalzone bei Island über, während sich über dem östlichen Europa ein Hochdrucksystem aufbauen kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen zunehmend in den Einflussbereich des Hochdrucksystems in eine südliche Grundströmung. So ist die Niederschlagsneigung bei einem Wechselspiel aus Sonne und Wolken am 1. und 2. November als gering einzustufen. Lediglich über dem Westen sind am 2. November ab und an ein paar Regenspritzer möglich.

Der Wind kommt zunächst schwach aus südlichen Richtungen und frischt am Freitag über dem Norden in Böen stürmisch auf. Die Temperaturen pendeln sich auf +10 bis +15 Grad ein und mit einer längeren Sonnenscheindauer können bis +17 Grad erreicht werden.

Hoch gegen Tief

Im Zeitraum vom 2. und 4. November bleiben die Fronten verhärtet und Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen zwischen den Fronten. Aus südlichen Richtungen gelangen weiterhin für die Jahreszeit zu warme Luftmassen nach Norden, was die Temperaturen auf +14 bis +18 Grad ansteigen lassen kann. Bei starker bis wechselnder Bewölkung kommt hin und wieder die Sonne zum Vorschein und über dem Westen und Norden ist mit dem einen oder anderen Regenschauer zu rechnen. Viel an Niederschlag ist aber in den ersten Novembertagen nicht zu erwarten.

Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Winter 2018/19.

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