Wie wird das Wetter Anfang November 2018? Hält der Herbst mit Sturm, Regen, Schnee- und Graupelschauern und kühlen Temperaturen endgültig Einzug, oder sorgt ein Hochdruckgebiet für einen ruhigen und trockenen Novemberauftakt? Die aktuellen Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle lassen einen Rückschluss zu.

Das wetterbestimmende Hochdrucksystem der letzten Tage verliert langsam seinen Einfluss auf das Wetter über Deutschland und bis zum Start in die neue Woche übernimmt ein Tiefdrucksystem über Skandinavien die Kontrolle über das Wettergeschehen. Mit einem Temperatursturz und stürmischen Wind kann wieder mit Niederschlägen gerechnet werden, wobei Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nicht auszuschließen sind. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Oktober 2018.

Nasskaltes Herbstwetter?

Die Berechnungen und Prognosen der letzten Tage waren relativ eindeutig und lassen den Schluss zu, dass sich die Großwetterlage bis in den November 2018 hinein nachhaltig in Richtung Herbst verändern kann. Anders formuliert sind zum aktuellen Stand Schneeschauer wahrscheinlicher als für die Jahreszeit zu warme Temperaturen. Doch der Teufel steckt im Detail. Ausschlaggebend für das windige und unbeständige Herbstwetter ist ein Hochdrucksystem auf dem Atlantik. Verlagert es sich weiter nach Osten, so kann dies noch zu Veränderungen in der Wetterprognose führen.

Greift der Herbst im November 2018 mit einer erhöhten Schaueraktivität und kühlen Temperaturen durch?
Greift der Herbst im November 2018 mit einer erhöhten Schaueraktivität und kühlen Temperaturen durch?

Amerikanisches Prognose-Modell: Kurz wärmer, dann für die Jahreszeit zu kaltes Wetter

Der Wetterumschwung ist bereits im vollen Gange und man merkt es mit einer nördlichen Grundströmung und den zurückgehenden Temperaturen bereits schon heute. Zum 24. Oktober positioniert sich über dem skandinavischen Raum ein kräftiger Tiefdruckwirbel, während zwischen den Azoren, Island und England ein ebenso kräftiges Hochdrucksystem liegt. Deutschland, die Schweiz und Österreich gelangen dadurch in eine nordwestliche Strömungskomponente, mit der kurzzeitig auch etwas mildere Luftmassen nach Deutschland gelangen können.

Im Zeitraum vom 25. Oktober bis 3. November gewinnt nach dieser Wettervorhersage der Tiefdruckwirbel über Skandinavien mehr an Kraft und wird zum steuernden Wettersystem, was aus nordöstlichen Richtungen Anfang November 2018 kalte Luftmassen polaren Ursprungs nach Deutschland führen kann.

Trog Mitteleuropa

Die Tiefdruckaktivität bleibt auch in den ersten Novembertagen noch erhalten und das Zirkulationsmuster meridionalisiert zunehmend. Mit einhergehend ist eine zunehmende Abschwächung der Wetterdynamik, so dass ein Trog Mitteleuropa nicht nur gute Chancen hat, sich durchzusetzen, sondern unter diesen Voraussetzungen dem ersten November-Drittel seinen Stempel aufdrücken kann.

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Wie kalt kann es werden?

Die Tageswerte schwanken meist im Bereich von +7 bis +12 Grad und können in den Nächten auf - je nach Aufklaren - auf -2 bis +7 Grad absinken. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sind nicht auszuschließen.

Stürmisches Herbstwetter

Bedingt durch den höheren Tiefdruckeinfluss in unmittelbarer Nähe zu Deutschland, sind im Zeitraum vom 25. bis 28. Oktober Starkwindereignisse über dem Norden von Deutschland wahrscheinlich.

Anfang November 2018 liegt nach der Wetterprognose des amerikanischen Vorhersagemodells ein gut strukturierter Trog über Mitteleuropa

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Anfang November 2018 liegt nach der Wetterprognose des amerikanischen Vorhersagemodells ein gut strukturierter Trog über Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Europäisches Vorhersage-Modell: zu kaltes Wetter

Im Ergebnis unterscheidet sich die aktuelle Wettervorhersage November vom europäischen Vorhersage-Modell kaum der des amerikanischen.

Das Hoch liegt Ende Oktober und Anfang November auf dem Atlantik, während die Tiefdruckaktivität zwischen Neufundland, Island und Grönland als äußerst aktiv und dynamisch zu bewerten ist. Da Deutschland, die Schweiz und Österreich aber östlich vom Hoch liegen, greifen die Tiefdrucksysteme aus nördlichen Richtungen auf Mitteleuropa über.

In Folge daraus wird das Wetter deutlich kühler und unbeständiger werden können. Auch nach dieser Prognose ergibt sich eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für die ersten Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis auf mittlere Lagen herab.

Bei einem kräftigen und phasenweise auch stürmischen Wind können sich die Temperaturen auf Werte zwischen +2 bis +10 Grad einpendeln. In den Nächten wäre bei Aufklaren verbreitet mit Frost zu rechnen.

Anfang November 2018 - Ein Trog über Mitteleuropa hat gute Chancen

Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Anfang November 2018 - Ein Trog über Mitteleuropa hat gute Chancen © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe für Anfang November ist klar strukturiert

Die Kontrollläufe bleiben ihrem Wettertrend der letzten Tage für den November treu. Ab dem 22. Oktober sinken die Werte markant ab, steigen kurz darauf wieder an und sinken zum 26. Oktober in den für die Jahreszeit deutlich zu kalten Bereich ab. Im Zeitraum vom 27. bis 30. Oktober zeigt sich kein einziger Kontrolllauf mehr im Jahreszeitlich zu warmen Bereich, was einen Kaltstart in den November zunehmend wahrscheinlicher macht.

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Das Temperaturspektrum liegt am 27. Oktober zwischen +3 bis +12 Grad (Mittelwert: +9 Grad über dem Norden und +6 Grad über dem Süden) und am 3. November zwischen +5 bis +15 Grad (Mittelwert: +9 bis +10 Grad). Anfang November also normalisiert sich der Mittelwert langsam wieder. In den Nächten schwankt der Mittelwert meist um den Bereich der +4 Grad über dem Norden und 0 Grad über dem Süden.

Niederschlagsneigung erhöht

Ab dem 23. Oktober ist über ganz Deutschland die Niederschlagsneigung als erhöht zu bewerten und bleibt es bis in den November 2018 hinein. Deutlicher zeigt sich der jahreszeitlich zu kühle Wettertrend im nachfolgenden Diagramm.

Diagramm Temperaturen November 2018 vom 19.10.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Der November 2018 erfährt eine Korrektur

Die Wahrscheinlichkeiten eine zu kalten Starts in den November nehmen zu, doch berechnete das Langfristmodell in den letzten Tagen einen gegenüber dem langjährigen Mittelwert einen zu warmen Temperaturcharakter für den November. Das wurde mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad heute leicht nach unten korrigiert. Man darf durchaus gespannt sein, was sich daraus in den kommenden Tagen noch ergeben kann.

Normales Niederschlagsverhalten

Kaum Veränderungen haben sich in der Niederschlagsprognose ergeben. Der November hat ein hohes Potential normal bis leicht zu trocken auszufallen.

Zusammenfassung:

  • Die Großwetterlage verändert sich in den kommenden Tagen
  • Wolken nehmen zu und zum Start in die neue Woche erhöht sich die Niederschlagswahrscheinlichkeit
  • Starkwindereignisse sind im Zeitraum vom 25. bis 28. Oktober möglich
  • In diesem Zeitraum stellt sich eine zunehmend meridionale Grundströmung ein, welche bis in den November 2018 anhalten kann
  • Aus nordwestlichen Richtungen können kalte Luftmassen polaren Ursprungs nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden
  • Die Temperaturen sinken in einem für die Jahreszeit zu kühlen Bereich ab und stiegen Anfang November auf ein typisches Niveau an
  • Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sind bis auf mittlere Lagen herab nicht auszuschließen

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