Der erste "winterliche Streifschuss" ist am kommenden Oktoberwochenende zu erwarten. Zum ersten Mal ziehen in dieser Wintersaison in ca. 1.500 Meter Höhe Luftmassen von unter -5 Grad über Deutschland hinweg, was ausreichend für die ersten Schnee- und Graupelschauer sein könnte. Mit einem nachhaltigen Wintereinbruch in tieferen Lagen hat das aber nichts zu tun, dieser bleibt den höheren Lagen ab ca. 1.000 bis 1.500 Meter vorbehalten. Nichtsdestotrotz wird es Phasenweise mit +5 bis +10 Grad schon einmal novemberfrisch und örtlich ist auch der erste Nachtfrost möglich.

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Anfang November 2017: Mild oder winterlich?

Die Großwetterlage zeigt sich in der Simulation beider Wettermodelle Ende Oktober in Form eines Hochdrucksystems zwischen den Azoren und England und einer Tiefdruckrinne von Island über Skandinavien bis über das östliche Europa verlaufend. In Folge daraus gelangt Deutschland in eine westliche bis nordwestliche Grundströmung.

Zum Start in den November verlagert sich das Hochdrucksystem weiter nach Osten in Richtung Mitteleuropa und je nachdem, wie sich das Hochdrucksystem positionieren wird, sind zwei wesentliche Wetterentwicklungen möglich.

  • Die erste Variante wird vom amerikanischen Wettermodell berechnet, bei der das Hochdrucksystem nur eine unwesentliche Rolle spielt und einen durchwachsenen, unbeständigen und teils windigen Wettercharakter in den ersten Novembertagen nicht verhindern kann. Ab dem 3. November weicht das Hoch auf den Atlantik aus, was den nächsten Kaltluftschub in Richtung Deutschland ermöglichen könnte. Schnee- und Graupelschauer wären bis auf mittlere Lagen möglich.
  • Die zweite Variante entstammt aus der Simulation des europäischen Wettermodells, welches zwei Hochdrucksysteme ins Spiel bringt. Eines liegt über dem östlichen Europa und das zweite auf dem Atlantik zwischen den Azoren und Grönland. Dazwischen befindet sich ein nach Süden abtropfendes Tiefdrucksystem. Anstatt nasskalt wäre bei dieser Variante eine mildere Südanströmung der Luftmassen bei einem gleichsam unbeständigen Wettercharakter zu erwarten.

Nasskaltes Schauerwetter Anfang November
Kühles Schauerwetter Anfang November

Kontrollläufe unbeständig und leicht zu kühl

Man darf gespannt sein, was die Medien in den kommenden Tagen aus der Wetterentwicklung für Schlagzeilen generieren werden. Heute Morgen gab es schon die erste Schlagzeile wo von einem "Schnee-Schock" die Rede war. Nein, ein Schnee-Schock wird es in mittleren und tieferen Lagen sicherlich nicht geben, aber auch ein nachhaltiger Wintereinbruch ist in diesen Lagen Anfang November nicht zu erwarten. Vielmehr normalisiert sich das Wetter im letzten Herbstmonat und darf sich von einem viel zu warmen Oktober erst einmal "erholen".
Die Kontrollläufe berechnen vom 1. bis 5. November ein stetes Auf und Ab der Höhentemperaturen, was auch eine rege Tiefdruckaktivität schließen lässt und mit einer mäßig hohen Niederschlagsberechnung in den ersten Novembertagen auch bestätigt wird.

Die Temperaturspektrum liegt meist im Bereich zwischen +2 bis +13 Grad bei einem Mittelwert von +8 Grad, welcher nur knapp unter dem langjährigen Mittelwert liegt. Schnee- und Graupelschauer sind bis auf mittlere Lagen herab möglich, Nachtfröste sehr wahrscheinlich, mit einem Wintereinbruch hat das aber noch nichts zu tun, vielmehr verhält sich das Wetter zum Novemberstart Jahreszeiten typisch. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Winter 2017/18.

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