In dieser Woche geht es beim Wetter turbulent zu. Nach dem kühlen, teils windigen und regnerischen Wochenende setzt sich von Süden her hoher Luftdruck durch und vertreibt die Regenwolken in Richtung Norden, was über dem äußersten Norden bis einschließlich Donnerstag immer wieder zu Regenfällen führen kann. Die Temperaturen steigen kräftig an und erreichen am Mittwoch und Donnerstag auf +15 bis +20 Grad, wobei über dem Südwesten örtlich bis +22 Grad möglich sein können.

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Markanter Wetterumschwung Anfang November - mit Schneefall?

Immer wieder bekräftigen die Wettermodelle in ihren Berechnungen den markanten Wetterumschwung Ende Oktober und Anfang November. Hinsichtlich der Feiertage Reformationstag (ganz Deutschland) und Allerheiligen (Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland) und den bevorstehenden Herbstferien in einigen Bundesländern bekommen wir entsprechende Anfragen, ob man denn schon die Skier auspacken kann. Dazu gehen wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend Winter 2017/18 etwas näher ein.

Schnee im November nicht ungewöhnlich
Schneefall im November ist nicht ungewöhnlich - ab mittleren Lagen kommt auch die Ausbildung einer Schneedecke schon mal vor - Zeit für die Winterreifen

Das amerikanische Wettermodell berechnet den Beginn des Wetterwechsels am kommenden Freitag, welcher sich bis Sonntag über ganz Deutschland durchgesetzt haben kann. Der Auslöser ist das Hochdrucksystem, welches bis zum Donnertag weiter auf den Atlantik ausweicht und den Weg für ein Tiefdruckkomplex über dem europäischen Nordmeer in Richtung Skandinavien frei macht. So dreht die Grundströmung auf nordwestliche Richtungen und in Etappen werden Anfang November kühle Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt.

Unsicherheiten sind zum Novemberstart vorhanden

Zwar wird diese Wetterentwicklung seit Tagen berechnet, jedoch gibt es Unsicherheiten hinsichtlich der Eintreffwahrscheinlichkeit. Warum? Bleibt das Hochdrucksystem über England "hängen", liegt Deutschland im Bereich zwischen dem Tief und dem Hoch, was die kalten Luftmassen weiter östlich an Deutschland vorbeiführen kann. Weicht das Hoch noch weiter nach Westen aus, so dehnt sich der Trog über Mitteleuropa aus und Deutschland liegt voll im Zustrom arktischer Luftmassen - Schneefall bis auf mittlere Lagen und Schneeschauer bis auf tiefere Lagen hinab wären bei dieser Variante durchaus möglich.

Die Berechnungen des europäischen Wettermodells sind hinsichtlich des markanten Wetterwechsels Anfang November ganz ähnlich, wenngleich auch hier die Unsicherheiten bestätigt werden.

Kontrollläufe: Kalt und wechselhaft in den November

Man sollte sich aber - trotz der Unsicherheiten - keine allzu große Hoffnungen auf ein Ausbleiben der kühlen Witterung Anfang November machen. Zu stark ist die Neigung zu einer Trogwetterlage ausgeprägt, was auch von den Kontrollläufen bestätigt wird. Beginnend mit dem Wetterwechsel am 28. Oktober mit anschließendem Temperaturrückgang. So ist vom 27. Oktober bis 1. November mit einem Temperaturrückgang von 8 bis 12 Grad zu rechnen und der Mittewert des Temperaturspektrums liegt am 3. November über dem Norden bei +7 Grad und über dem Süden bei +5 Grad. Die Höhentemperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe sinken auf -2 bis -3 Grad ab, was die Schneefallgrenze auf bis 800 Meter absinken lassen kann. Schnee- und Graupelschauer wären zum Novemberstart also gar nicht einmal so abwegig. Mehr dazu gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Winter 2017/18.

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