Die Wettermodelle bleiben ihren Simulationen treu und man kann sich im Wochenverlauf so langsam auf eine turbulente Wetterentwicklung einstellen. So ist nach dem wechselhaften Wettercharakter zum Start in die neue Woche am Mittwoch und Donnerstag mit Hilfe eines Hochdruckkeils mit einer nachlassenden Niederschlagsaktivität und der Zufuhr sehr warmer Luftmassen aus südlichen Richtungen zu rechnen. Die entscheidende Wetterentwicklung beginnt aber schon heute.

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Kalte Luftmassen strömen über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland und entfachen eine bemerkenswerte Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik, welche in Richtung Mitteleuropa zieht. Vorderseitig treibt das Tief die warmen Luftmassen vor sich her und auch der Hochdruckkeil kann sich kurzweilig von der Mittelmeerregion bis über das westliche Russland ausweiten. Gleichzeitig aber entsteht zwischen Kanada und Russland eine "Hochdruckblase", welches das Hoch über Mitteleuropa dazu anregt, nach Westen auf dem Atlantik auszuweichen. So wird der Weg für einen markanten Wetterwechsel noch im Oktober 2017 frei .

Im November kommt ein Wetterwechsel
Anfang November stellt sich das Wetter um

Erste Schneeschauer Anfang November 2017 nicht ausgeschlossen

Es kommt, wie es kommen muss und der Wettercharakter passt sich zu den Feiertagen, dem verlängerten Wochenende und in den manchen Bundesländern beginnenden Herbstferien seinem Jahreszeit typischen Werten an. Was ist im November "normal"? Weniger Sonne, mehr Wolken, etwas Niederschlag und zunehmend nasskalte Temperaturen.

Beide Wettermodelle berechnen den markanten Wetterwechsel Ende Oktober, Anfang November, bei der sich vom europäischen Nordmeer her ein Tiefdrucksystem in Richtung Skandinavien in Gang setzen kann. Gleichzeitig können mit Hilfe des Hochdrucksystems auf dem Atlantik kühle Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden geführt werden. Dieser Entwicklungsprozess wird für den Zeitraum vom 27. bis 31. Oktober berechnet. Was für Auswirkungen hat das? Der Wettercharakter wird in diesem Zeitraum zunehmend unbeständiger und auch windiger. Die Temperaturen können auf kühle +6 bis +11 Grad absinken. Anfang November hält die nordwestlich orientierte Grundströmung an, was die Temperaturen in den Nächten örtlich bis in den Frostbereich unter die 0 Grad Grenze absinken lassen könnte. Nachtfröste sind zum Novemberstart nicht auszuschließen. Aber auch Schneeschauer bis auf mittlere Lagen wären nach diesen Berechnungen nicht unmöglich.

Wie wahrscheinlich ist dieser markante Wetterwechsel zum Novemberstart?

Die Kontrollläufe berechnen bis zum 28. Oktober eine für die Jahreszeit viel zu warme Temperaturentwicklung, welche etwa um 3 bis 6 Grad über dem Jahreszeit typischen Wert liegen kann. Darüber hinaus sinkt das Niveau auf einen Wert ab, welcher etwa um 3 bis 5 Grad unter dem vieljährigen Vergleichswert im zu kalten Bereich liegt. Da beide Wetterdmodelle und die Kontrollläufe diesen Wetterwechsel so berechnen, ist der Wetterwechsel zum heutigen Stand eine durchaus wahrscheinliche Wetterentwicklung. Gegen 17:00 Uhr erfolgt ein weiterer Wettertrend für das Wetter im Winter 2017/18, heute mit einem detaillierten Blick auf die unterschiedlichen Winterprognosen der Langfristmodelle.

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