Ein kleines Frontensystem überquert am Wochenende Deutschland und sorgt für zeitweilige Niederschläge, welche in den Staulagen der Mittelgebirge und der Alpen auch länger andauernd und ergiebiger ausfallen können. So sind bis einschließlich Dienstag kommender Woche Niederschlagssummen von zumeist 10 bis 20 l/m² zu erwarten, können aber über dem Südwesten und der Alpen mit 20 bis 40 l/m² und örtlich bis 60 l/m² kräftiger ausfallen. Zudem sinken die Temperaturen weiter ab, was in den Alpen oberhalb etwa 1.500 bis 1.800 Meter für ordentlich Neuschnee sorgen kann.

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So leicht gibt sich das Hochdrucksystem nicht geschlagen

Unsicherheit herrschte in den letzten Tagen noch hinsichtlich der Positionierung des Hochdrucksystems. Heute herrscht weitgehend Klarheit und es bleibt wie gehabt. Zum Start in die neue Woche setzt sich hoher Luftdruck über Deutschland durch und lässt bis zur Wochenmitte den Niederschlag abklingen. Gleichzeitig gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz auf die westliche Seite des Hochdrucksystems, was im Verbund mit den Tiefdruckgebieten auf dem Atlantik erneut sehr warme Luftmassen nach Deutschland geführt werden können. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Oktober 2017.

So werden für den Zeitraum vom 25. bis 28. Oktober erneut warme +15 bis +20 Grad und örtlich bis +23 Grad in Aussicht gestellt. Der Mittelwert liegt somit etwa um 3 bis 6 Grad über dem, was für die Jahreszeit normal wäre - der Goldene Oktober geht nach einer kurzen Störung in die Verlängerung. Die Niederschlagsneigung ist vom 25. bis 28. Oktober ebenfalls als gering zu bewerten.

Morgenrot bringt schlechtes Wetter
Morgenrot sorgt im November für atemberaubende Sonnenaufgänge, doch bedeutet es auch, dass im Tagesverlauf mit aufziehendem Niederschlag zu rechnen ist

Wetter November 2017: Spannende Wetterentwicklung

Bereits gestern haben wir darüber berichtet, dass der noch junge Polarwirbel instabil ist und zu "Ausbrüchen" entlang seiner Polarfront neigt. Das macht die Wetterentwicklung Ende Oktober und Anfang November komplexer. Nach einigen Berechnungen schiebt sich ein Hochdruckkeil in Richtung England, Island bis über das europäische Nordmeer, was im Verbund mit einem Tiefdruckgebiet über der Barentssee kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden führen kann. Eine zweite Variante ist der Verbleib des kräftigen Hochdrucksystems im Bereich zwischen Afrika und Mitteleuropa. Hop oder Top - von spätsommerlicher Wärme ab in das nasskalte Vergnügen?

Kontrollläufe: von Schneefall bis zu warmen Temperaturen Anfang November alles möglich

Das Temperaturspektrum der Höhentemperaturen der Kontrollläufe liegt am 1. November zwischen -8 bis +10 Grad und zeigt mit einer Differenz von bis 18 Grad, das es noch eine Vielzahl von Wetterentwicklungen zum Start in den November gibt. Der Mittelwert des Spektrums liegt im Übrigen mit +10 bis +11 Grad im exakt dem Bereich, welcher für die Jahreszeit normal ist. Gleichzeitig zieht die Niederschlagswahrscheinlichkeit an, was einen neuerlichen Wetterwechsel zum Novemberbeginn bei zurückgehenden Temperaturen wahrscheinlicher macht. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend Winter 2017/18.

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