Wetter November 2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter November 2017 aktueller Wettertrend vom 19.10.2017 - Polarwirbel noch im labilen Zustand

  • M. Hoffmann
Für die kommenden Tage gibt es bei den Temperaturen nur ein Richtung - nach unten. Das ist hinsichtlich der aktuell viel zu warmen Temperaturen nicht verwunderlich. Interessant wird es ab der kommenden Wochenmitte - gelingt es dem Hochdrucksystem sich erneut über Mitteleuropa aufzubauen und den Goldenen Oktober bis in den November hinein zu verlängern? So unliebsam die Antwort ist, aber man muss abwarten.

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Wetterentwicklung nur wahrscheinlich

Die kommende Wetterentwicklung hängt ganz entscheidend davon ab, wie sich das Hochdrucksystem über Deutschland und Europa positionieren wird und ob der Brückenschlag in Richtung Kontinentalhoch gelingen mag. Entsprechend unsicher geben sich derzeit die Wetterprognosen der Wettermodelle und insbesondere deren Kontrollberechnungen.

Wettertrend für die Feiertage Ende Oktober, Anfang November

In diesem Jahr stehen gleich zwei Feiertage an. Zum einen der Reformationstag, welcher in ganz Deutschland ein Feiertag ist und zum anderen Allerheiligen welcher in den Bundesländern von Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland als Feiertag gilt. Zudem stehen in manchen Bundesländern auch die Herbstferien an. Entsprechend groß ist das Interesse, wie das Wetter Ende Oktober und Anfang November 2017 wohl werden wird.

Ob sich der Goldene Oktober in den November verlängert?
Fraglich, ob sich der Goldene Oktober bis in den November hinein verlängert

Alles normal, oder Schneeschauer bis auf mittlere Lagen hinab?

Interessant sind die Berechnungen der Wettermodelle hinsichtlich des Polarwirbels, welcher jetzt so langsam in Schwung kommt und sich formiert. Dabei stoßen die Hochdruckgebiete noch relativ häufig in Richtung Polregion vor und sorgen für sog. Wellenbewegungen entlang der Polarfront (labile Verhältnisse). Und diese sind hinsichtlich eines markanten Wetterumschwungs sehr interessant, denn so wäre binnen Tagen aus Goldenen Oktober mit Werten von bis +20 Grad rasch eine nasskalte Witterung mit den ersten Schneeschauern bis auf mittlere Lagen hinab möglich. Soweit sind wir aber noch nicht und es hängt - wie eingangs beschrieben - sehr viel davon ab, wie sich das Hochdrucksystem positionieren wird.

Der Trend zu warmen Temperaturen wird im Zeitraum vom 25. bis 28. Oktober von den Kontrollberechnungen weitgehend gestützt. Darüber hinaus zeigt sich eine Neutralisierung der Temperaturen auf ein Jahreszeit typisches Niveau. Was bedeutet Jahreszeit typisch? Für Anfang November wären das Temperaturen um die +10 Grad herum. Gleichzeitig wird im Bereich zwischen dem 25. bis 28. Oktober eine geringe Niederschlagswahrscheinlichkeit berechnet, welche sich Ende Oktober und zum Novemberstart erhöht.

Zusammenfassung

  • Polarwirbel ist in seiner jungen Phase noch Hochdruckeinschüben in Richtung Polregion ausgesetzt
  • Das lässt eine Wellenbewegung entlang der Polarfront erwarten
  • Entscheidend, ob Deutschland, Österreich und die Schweiz auf der warmen, oder kalten Seite einer Welle liegt, ist die Position eines Hochdrucksystems
  • Unsicherheiten sind zum heutigen Stand noch groß und Veränderungen sehr wahrscheinlich
  • Im Wettertrend ist nächste Woche vom 24. bis 28. Oktober mit +14 bis +18 Grad und örtlich bis +20 Grad mit relativ warmen Temperaturen zu rechnen
  • Zum Start in den November berechnen die Kontrollläufe eine Normalisierung des Temperaturniveaus (+8 bis +13 Grad)
  • Die Niederschlagsneigung ist vom 24. bis 29. Oktober als schwach zu bewerten, steigt aber zum Novemberbeginn in den mäßig erhöhten Bereich an

Wetter November 2017: Wettertrend des Langfristmodells

Ganz gut in das Schema passen zum heutigen Stand die Wetterprognosen des Langfristmodells zum Wetter im November. Demnach soll der letzte Herbstmonat mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm ausfallen. Gleichzeitig wird eine etwas erhöhte Niederschlagswahrscheinlichkeit ausgewiesen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +6,07 +3,38 +2,6 237 l/m² - normal

Wetterfakten November

Trübe Wetterstimmung im November - herrscht Hochdruck, schafft es die Sonne selten, den Nebel aufzulösen. Bei Tiefdruck gibt es bei nasskalten Temperaturen zumeist Erkältungswetter. Und dennoch hat das Wetter im November statistische Auffälligkeiten:

  • Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es zwischen dem 1. und 7. November Hochdruck
  • Zwischen dem 8. und 11. November hat sich schon des Öfteren der Winter gezeigt
  • Im zweiten Novemberdrittel beruhigt sich das Wetter zunehmend und Nebelwetter macht sich breit
  • Das letzte Novemberdrittel ist häufig von Tiefdruck, kräftigen Winden und relativ milden Temperaturen geprägt

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