Eine Luftmassengrenze quer über Deutschland sorgt zum Start in die neue Woche mit +14/+18 Grad, örtlich bis +20 für relativ warme Temperaturen über Süddeutschland, während es über dem Norden von Deutschland mit +8/+13 Grad kühler bleiben kann. Im Detail bleibt der Verlauf der Luftmassengrenze noch abzuwarten und ist insbesondere hinsichtlich der zu erwartenden Niederschlagsmengen wichtig. In den aktuellen Simulationen verläuft die Luftmassengrenze voraussichtlich entlang einer Linie zwischen Saarbrücken -Berlin und verlagert sich am Dienstag langsam über den Südosten von Deutschland. So sind entlang der Luftmassengrenze teils kräftige Niederschläge zu erwarten, welche örtlich auch mit Gewittern einhergehen können. Am Mittwoch und Donnerstag beruhigt sich der Wettercharakter weitgehend, so dass über dem Norden und Osten von Deutschland noch mit gelegentlichen Niederschlägen gerechnet werden kann, es sonst aber bei Temperaturen zwischen +7/+13 Grad, örtlich bis +15 Grad weitgehend trocken bleiben (Details s. Wettervorhersage Oktober 2016).

Im Zeitraum vom 27./31. Oktober simuliert das amerikanische Wettermodell ein Hochdrucksystem mit Kern zwischen Deutschland, Frankreich und England, so dass der Wettercharakter über dem Südwesten von Deutschland, Österreich und der Schweiz überwiegend trocken ausfallen und nach teils zäher Nebelauflösung des Öfteren die Sonne zum Vorschein kommen kann. Für den Norden und Nordosten wird sich im Detail noch zeigen müssen, ob sich der hohe Luftdruck auch bis dorthin ausweiten kann, wahrscheinlicher ist zum heutigen Stand aber die Einflussnahme eines Tiefdrucksystem über Skandinavien, welches etwa nördlich der Linie Bremen - Berlin für zeitweilige Niederschläge verantwortlich sein kann. Die Temperaturen pendeln sich nach dieser Simulation auf Werte von verbreitet +12/+16 Grad ein.

Das europäische Wettermodell stützt die Variante des amerikanischen Wettermodells weitgehend, auch wenn das Hochdrucksystem selbst etwas weiter südlicher liegt und das Tief über Skandinavien kräftiger ausgebildet ist. So steigt demnach die Niederschlagswahrscheinlichkeit voraussichtlich über den Gebieten nördlich der Mittelgebirge an, während die Temperaturen sich mit +11/+15 Grad nur unwesentlich verändern.

Spannend war die Wetterentwicklung in den letzten Tagen für die ersten November-Tage und bleiben es auch heute. Die Frage, ob ein verfrühter Wintereinbruch Anfang November bevorstehen kann, bleibt auch heute nicht abschließend zu beantworten.

Das amerikanische Wettermodell berechnet zum 1. November eine Großwetterlage mit einem Tiefdrucksystem zwischen dem östlichen Skandinavien und dem westlichen Russland und einem Hochdrucksystem über dem westlichen Europa. Dabei gelingt es dem Hochdrucksystem nicht, die Tiefdruckrinne vom Atlantik her kommend zu blockieren, so dass weitere Tiefdrucksysteme von Neufundland über Island nach Skandinavien und letztlich in das Tiefdrucksystem über dem westlichen Russland "überführt" werden können. In Folge daraus wird vom 1./3. November ein Kaltluftzustrom beginnend von der Karasee über die Barentssee nach Süden initialisiert, was über weite Teile von Skandinavien, dem westlichen Russland und in Teilen von Osteuropa den ersten Frost und Schnee bringen könnte. Der simulierte Kaltluftausbruch ist durchaus als kräftig zu bezeichnen und ob Deutschland davon betroffen sein könnte, wird maßgeblich davon abhängen, ob das Hochdrucksystem sich weiter westlich positionieren kann. Auszuschließen ist dies zum heutigen Stand nicht.

Die Kontrollläufe stützen Ende Oktober einen weitgehend normalen Temperaturverlauf, welcher in der Tendenz Anfang November auch etwas zu kühl ausfallen kann. So liegt das Temperaturspektrum am 29. Oktober zwischen +4/+16 Grad (Mittelwert: +10 Grad über dem Osten, sonst +12/+13 Grad) und am 3. November zwischen +0/+16 Grad (Mittelwert: +6 Grad über dem Osten, sonst +8/+9 Grad). Wie dieser Kaltluftzustrom zustande kommt und wie die Wahrscheinlichkeiten für einen verfrühten Wintereinbruch im November liegen, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Herbst Winter 2016/17.

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