Für die letzten Tage im Oktober zeigt sich in der aktuellen Wetterprognose eine zunehmende Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik, welche durch eine Kaltluftansammlung über dem grönländischen Bereich hervorgerufen wird. Somit entsteht eine höhere Wahrscheinlichkeit ein Zirkulationsmuster, welches über Deutschland südwestlich bis südlich ausgeprägt sein kann (Vorderseitenwetter). Das "Problem" der Tiefdrucksysteme wird bei einem Eintreffen dieser Variante sein, dass diese sich nicht von der Kaltluftansammlung "lösen" können und in ihrer Zugbahn von Neufundland über Island über dem europäischen Nordmeer enden können. Da Tiefdrucksysteme sich bei uns gegen den Uhrzeigersinn drehen, wird mit Position europäischen Nordmeer weiterhin polare Kaltluft in Richtung Grönland befördert, was zu einer Erhaltungsneigung der Tiefdruckrinne führen kann. Anders formuliert ist eine weiter anhaltende Südwestwetterlage über Deutschland für Anfang November nicht auszuschließen. Eine weitere Variante besteht darin, als dass sich über Island/Skandinavien ein Zentraltief ausbilden kann, auf dessen südlichen Gradienten weitere Randtiefsysteme entstehen und somit eine Ostwärtsverlagerung des gesamten Tiefdruckkomplexes ermöglicht. Sollte sich solch eine Variante durchsetzen, wäre mit unbeständigem und windigen Wetter bei eher kühleren Temperaturwerten zu erwarten. Blickt man auf die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+7) / normal (+8/+14) / zu warm (>+15), so liegen diese am 1. November bei 40/35/25 und am 4. November bei 25/55/20. Betrachtet man die Varianten, welche unter der +5 Grad Marke liegen (nasskalte Varianten), so liegt die Wahrscheinlichkeit hierfür in den ersten November-Tagen bei rund 20 Prozent. Und wie wahrscheinlich ist Nachtfrost? Die Wahrscheinlichkeit liegt zum heutigen Stand bei rund 45 Prozent.

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