Für Ende Oktober kündigt sich eine spannende Wetterentwicklung an, bei der sich zum heutigen Stand drei wesentliche Wettervarianten ergeben könnten. Die Hauptrolle spielt - wie so oft in den letzten Wochen - ein Hochdrucksystem. In der ersten Variante positioniert sich das Hoch westlich bis nordwestlich von Deutschland. Somit müssen die Tiefdrucksysteme von Westen her kommend einen Umweg über Grönland, europ. Nordmeer nehmen und "tropfen" auf der östlichen Gradientenseite des Hochdrucksystems nach Süden ab. Sollte diese Berechnung eintreten, wäre für Anfang November mit nasskalten Wetterverhältnissen zu rechnen, welche Schneeoptionen bis in mittlere Lagen nicht ausschließt. In der zweiten Variante festigt sich das Hochdrucksystem in beeindruckender Art und Weise über dem skandinavischen Raum und blockiert die Tiefdrucksysteme vom Atlantik her kommend. In Folge daraus dreht der Wind über Deutschland auf östliche Richtungen und nach teils zäher Nebelauflösung ist bei mäßig warmen Temperaturen kaum mit Niederschlag zu rechnen. In der dritten Variante hält das Hochdrucksystem der atlantischen Frontalzone nicht Stand und weicht über das östliche Europa aus. Im Verbund von Tiefdrucksystemen vor Mitteleuropa und hohem Luftdruck über Osteuropa dreht die Grundströmung über Deutschland auf südliche Richtungen, was die Temperaturen bei einem zunehmend unbeständigen Wettercharakter gegenüber dem Jahreszeit-typischen Wert in den leicht zu warmen bis zu warmen Bereich ansteigen lassen kann. Welche der Varianten ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe stützen für Anfang November nur eine schwache Zunahme der Niederschlagsneigung, was - zum heutigen Stand - für eine höhere Wahrscheinlichkeit für hohen Luftdruck spricht. Das Temperaturniveau pendelt sich mit seinem Mittelwert durchaus auf Jahreszeit-typische Temperaturen ein. Geht es nach den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+6) / normal (+7/+13) / zu warm (>+14), so liegen diese am 31. Oktober bei 35/55/10 und am 3. November bei 30/55/15. Das Langfristmodell simuliert für den November eine Abweichung des Temperaturwertes gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5/+1 Grad und liegt somit - zum heutigen Stand - im normalen bis leicht zu warmen Bereich. In der Niederschlagsentwicklung simuliert das Langfristmodell keine sonderlichen Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert.

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