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Wilder Wetterwechsel im Mai: Erst frühsommerlich, dann nass, stürmisch und kalt

| M. Hoffmann

Aktuell dehnt sich zwischen dem europäischen Nordmeer und England ein Trog auf dem Atlantik nach Süden aus. Deutschland gelangt zunehmend auf die Vorderseitenanströmung der Luftmassen, was die Temperaturen bis Sonntag örtlich in den sommerlichen Bereich ansteigen lassen kann. Doch verlagert sich der Trog zum Start in die neue Woche von Skandinavien aus mehr in Richtung Deutschland und erreicht bis Mitte der Woche - kurz vor Christi Himmelfahrt - die Alpen. Die Folge: ein markanter Wettersturz und so kommt es bei starker bis wechselnder Bewölkung zu teils kräftigen und länger andauernden Niederschlägen, was die Temperaturen teils unter die +10-Grad-Marke absinken lassen und in den Nächten wieder Frost möglich machen kann. Regional ist mit einer erhöhten Unwettergefahr zu rechnen.

Nach einem einem frühsommerlichen Wochenende kommt es zum Start in die neue Woche zu einem markanten Wettersturz © Martin Bloch
Nach einem einem frühsommerlichen Wochenende kommt es zum Start in die neue Woche zu einem markanten Wettersturz © Martin Bloch

Deutschland gelangt am 8. und 9. Mai (Freitag und Samstag) zunehmend in den Einflussbereich eines Hochdrucksystems. So herrscht heute entlang eines breiten Streifens zwischen Nordrhein-Westfalen und Sachsen verbreitet noch starke Bewölkung vor, welche den Sonnenschein effektiv eintrübt. Weiter nach Norden und Süden mehren sich die Lücken und die Sonnenscheindauer nimmt zu. Kurze Schauer sind immer wieder mal möglich, doch bleibt es verbreitet trocken. Am Samstag lockert die Bewölkung weiter auf und verbreitet ist ein sonniger Maitag zu erwarten. Der Wind kommt schwach aus östlichen Richtungen und die Temperaturen steigen von Freitag mit +14 bis +18 Grad zum Samstag auf +17 bis +23 Grad und örtlich auf bis +25° an.

10. Mai: Ein Frühsommertag mit aufziehenden Unwettern

Am 10. Mai (Sonntag) erreicht ein schwacher Tiefdruckausläufer von Frankreich aus Deutschland und schiebt im Tagesverlauf starke Bewölkung von Südwest nach Nordost. So trübt sich der Sonnenschein im Tagesverlauf weiter ein und ab den späten Nachmittagsstunden sind über dem Südwesten kräftige Schauer und Gewitter zu erwarten, welche sich noch in der ersten Nachthälfte etwa südlich einer Linie zwischen Köln und Nürnberg nach Nordosten ausdehnen. Die Gewitter können regional mit Blitz- und Hagelschlag unwetterartig ausfallen. Der Wind kommt schwach aus überwiegend unterschiedlichen Richtungen und kann in Gewitternähe stark böig bis stürmisch auffrischen. Die Temperaturen erreichen +19 bis +24 Grad und über dem Süden und Südosten können örtlich sommerliche +26 Grad erwartet werden.

11. und 12. Mai: Markanter Wetterwechsel mit Temperatursturz, Frost und kräftigem Niederschlag - örtlich unwetterartig

Eine kleine Randtiefentwicklung dreht sich im Verlauf des 11. Mai (Montag) zwischen England, Skandinavien und Deutschland ein und zieht mit einer zunehmenden Dynamik in der Nacht auf Dienstag (12. Mai) über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hinweg.

So intensiviert sich der Wind im Tagesverlauf stark böig bis stürmisch aus westlichen Richtungen kommend und kann über den Küstenregionen zu schweren Sturmböen führen. Der Wind treibt starke Bewölkung und zeitweiligen Niederschlag über Deutschland hinweg, welche insbesondere östlich einer Linie zwischen Münster und Hamburg länger andauernd und regional ergiebig ausfallen kann. Lokal kann der Niederschlag schauerartig verstärkt niedergehen und nach Süden und Südosten mit Gewittern einhergehen. Entsprechend hoch ist das Potenzial für Unwetter.

Am Dienstag zieht das Tief nach Nordosten ab und schleift mit seiner Rückseite jedoch noch über Deutschland hinweg, was zu weiterem Niederschlag führt. Der Wind kommt stark böig aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen. Erreichen die Temperaturen am Montag +14 bis +19 Grad und über dem Südosten noch bis +22 Grad, so gehen mit der Winddrehung die Temperaturen auf bis +7 Grad zurück. In der Nacht auf Dienstag sinken die Werte auf +4 bis +8 Grad ab und können über manchen Regionen bis auf den Gefrierpunkt absinken. Am Dienstag sind dann Tageshöchstwerte zwischen +8 und +12 Grad und mit etwas Sonnenschein bis +15 Grad möglich.

13. Mai: Vor Christi Himmelfahrt kühles Regenwetter

Ein weiterer Tiefdruckausläufer erreicht Deutschland am Mittwoch (13. Mai). So kommt es bei überwiegend starker bis wechselnder Bewölkung zu zeitweiligem Niederschlag, der seinen Schwerpunkt in der ersten Tageshälfte nördlich einer Linie zwischen dem Saarland und Nürnberg hat und zum Abend sich weiter nach Süden ausdehnen kann. Der Wind kommt böig aus südwestlichen Richtungen und kann über exponierten Lagen sowie entlang der Küstenregionen zu stürmischen Windböen führen. Die Temperaturen sind mit +10 bis +15 Grad vergleichsweise frisch und können über dem Südosten und entlang des Rheingrabens örtlich bis +17 Grad erreichen.

Nach einem frühsommerlichen Start in das Wochenende kippt das Wetter in der neuen Woche und bringt kühles und windiges Regenwetter
Nach einem frühsommerlichen Start in das Wochenende kippt das Wetter in der neuen Woche und bringt kühles und windiges Regenwetter © www.meteociel.fr || wxcharts.com
Nächste Aktualisierung der Wetterprognose

Wetter Deutschland – aktuell

Stand: 12.06.2026 14:00 Uhr
(Darstellung: akt. Tag von 00:00 bis 23:59 Uhr)

Max. Temp. 22,2 °C Kreuznach, Bad (Rheinland-Pfalz)
Min. Temp. -4,7 °C Zugspitze (Bayern)
Max. Böe 82,4 km/h Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg)
Max. Niederschlag 33,7 mm Seebach (Nationalpark Schwarzwald) (Baden-Württemberg)
Sonne (Ø) 0,5 h
Ø Temp. 12,7 °C
Wind (Ø) 15,0 km/h
Niederschlag (Ø) 4,49 mm
Luftdruck (Ø) 1.018,9 hPa

Top-5 Wetterwerte

  • Temperatur (°C) Station
    22,2 Kreuznach, Bad (Rheinland-Pfalz)
    22,1 Geisenheim (Hessen)
    21,0 Tönisvorst (Nordrhein-Westfalen)
    20,8 Trier-Zewen (Rheinland-Pfalz)
    20,7 Duisburg-Baerl (Nordrhein-Westfalen)
  • Temperatur (°C) Station
    -4,7 Zugspitze (Bayern)
    3,0 Sohland - Spree (Sachsen)
    3,4 Großer Arber (Bayern)
    4,1 Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg)
    4,1 Fichtelberg (Sachsen)
  • Niederschlag (mm) Station
    33,7 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) (Baden-Württemberg)
    30,2 Neckargemünd-Kleingemünd (Baden-Württemberg)
    30,1 Vilsheim-Münchsdorf (Bayern)
    25,7 Heinrichsthal (Bayern)
    25,2 Baiersbronn-Mitteltal (Baden-Württemberg)
  • Windböe (km/h) Station
    82,4 Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg)
    77,8 Weinbiet (Rheinland-Pfalz)
    77,8 Zugspitze (Bayern)
    75,6 Hohenpeißenberg (Bayern)
    72,0 Brocken (Sachsen-Anhalt)
  • Sonnenschein (h) Station
    7,1 Ueckermünde (Mecklenburg-Vorpommern)
    6,7 Arkona (Mecklenburg-Vorpommern)
    3,6 Görlitz (Sachsen)
    3,2 Rostock-Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern)
    1,8 Lindenberg (Brandenburg)

Daten: Deutscher Wetterdienst

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© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

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