Wetterumbruch bis Mai - Ein herber Rückschlag für den Frühling
Wetterwende im Mai. Der Frühling versucht sich mit einem Blockadehoch über den nördlichen Breiten zu stabilisieren und setzt dadurch den Polarwirbel massiv unter Druck. Die Folge - der Zusammenbruch des Polarwirbels steht bis Mai bevor - mit allen Turbulenzen, die damit einhergehen. Das kann auch gravierende Folgen für den Frühling haben, denn es wäre nicht das erste Mal, dass das Wetter im Mai gemäßigt warm und deutlich zu nass ausfällt. Doch wie wahrscheinlich ist der Aufbau einer absolut gestörten Zirkulation, welche das Maiwetter ins Wasser fallen lassen kann?

Ein Hochdrucksystem setzt sich zwar in den kommenden Tagen über Deutschland durch, doch bleibt dieses - insbesondere über dem Norden von Deutschland - anfällig für Störungen, welche sich mit Wolken und zeitweiligen Schauern bemerkbar machen können. Örtliche Gewitter lassen sich dabei nicht ausschließen.
Der Frühling und ein Wetterwechsel
Anders die Entwicklung über der Südhälfte - dort kann sich bei wechselnder Bewölkung und überwiegend trockenem Wetter bis Freitag häufiger die Sonne durchsetzen (Wolkenradar). Die Temperaturen steigen jeden Tag etwas an und erreichen mit +17 bis +23 Grad ihre Höchstwerte voraussichtlich am Samstag. Ab Samstagnachmittag verdichten sich von Nordwesten die Wolken und kündigen einen Tiefdruckausläufer an, welcher Deutschland am Sonntag und Montag mit seinem Niederschlagsfeld überquert und regional für länger andauernden und lokal auch ergiebigen Niederschlag sorgen kann. Wer es genauer wissen möchte: Wetter April 2026.

Die Wetterentwicklung bis Mai
Störimpulse triggern die Entwicklung der Großwetterlage seit Ostern. Die Herausforderung der Meteorologen liegt nun darin, herauszufinden, wo sich die Störimpulse positionieren werden. Schaut man sich die obenstehenden Wetterkarten an, so ist das nicht ganz einfach. Insbesondere die Qualität der Niederschlagsprognose leidet unter dieser komplexen Wetterlage.
Doch trotz der im Detail komplexen Wetterentwicklung ist die Großwetterlage klar strukturiert und bleibt mit einem Blockadehoch über den nördlichen Breiten vollständig gestört. Das Wetter bleibt somit bis auf Weiteres gradientenschwach, was auch Folgen für das Wetter über Deutschland, Österreich und die Schweiz haben wird.
Blockadehoch dominiert das Wetter bis in den Mai hinein
Das Hoch blockiert die Frontalzone auf dem Atlantik vollständig. Mit einem zentral steuernden Tiefdrucksystem über Skandinavien und einer funktionierenden Tiefdruckrinne auf dem Atlantik - also einer Westwetterlage - ist so schnell nicht zu rechnen und im Moment gibt es sehr starke Signale, dass sich das bis in den Mai hinein nicht verändern wird.
Doch trotz einer klar blockierenden Struktur ist die Wetterentwicklung bis in den Mai hinein keineswegs klar. Denn das Blockadehoch kann sich entweder auf dem Atlantik, zwischen Grönland und Kanada, oder zwischen dem europäischen Nordmeer und Skandinavien oder aber auch in einer Omegaformation über Europa positionieren. Wir haben diese möglichen Positionen zum besseren Verständnis einmal gegenübergestellt.

Maiprognose der Vorhersage-Modelle: Der Frühling hat einen schweren Stand
Beide Vorhersage-Modelle berechnen den Aufbau eines Blockadehochs zwischen Grönland und Island. Teils mit einer Achsverbindung in Richtung der Azoren, teils als autark agierendes Hochdrucksystem. Das hat über Europa einen meridionalen Verlauf der Grundströmung zur Folge, was dazu führen kann, dass vergleichsweise kühle Luftmassen polaren Ursprungs bis nach Deutschland geführt werden.
Graupelschauer und Gewitter
Polarluft, welche bei einem relativ hohen Sonnenstand nach Süden rauscht, destabilisiert sich und hat kräftige Schauer zur Folge, welche regional mit Gewittern einhergehen können. Mit entsprechender Intensität kann sich die Höhenkälte mit Graupelschauern bis in tiefere Lagen bemerkbar machen. Die Temperaturen sinken in Schauernähe auf bis zu +5 Grad ab, in den sonnigen Momenten können aber bis +15 Grad und mehr möglich sein (je nach Sonnenscheindauer).
Ein Blockadehoch auf dem Atlantik oder zwischen Grönland und Island ist im Hinblick auf nachhaltig stabiles Frühlingswetter kontraproduktiv und darauf sollten Freunde des Frühlings
achten.

Die Wetterprognose der KI-Modelle
KI-Modelle bewerten die Wetterentwicklung anders als die physikalisch numerischen Modelle. Sie berechnen die aktuelle Entwicklung und simulieren anhand vergangener Daten ähnlicher Wetterlagen in die Zukunft.
Es sind also fundamental andere Herangehensweisen, doch zeigt sich in der Prognose des europäischen Vorhersage-Modells eine Übereinstimmung im groben Muster, bei der sich das Blockadehoch im Bereich zwischen dem Atlantik, Grönland und Kanada aufbauen kann.
Geht es nach der Vorhersage des amerikanischen Prognosemodells, so bildet sich das Blockadehoch in einer Omegaformation über Mitteleuropa aus, was Anfang Mai sommerliche Temperaturen jenseits der +25 Grad-Marke zur Folge haben kann.

Die Wettervorhersage auf den Punkt gebracht: Frühling, Sommer oder Graupelschauer im Mai?
Die Wetterentwicklung bleibt bis in den Mai hinein gestört und ein Durchbruch der Frontalzone (Westwetterlage) ist nicht zu erwarten. Die gestörte Zirkulation bleibt erhalten, doch ist die Positionierung des Blockadehochs im Hinblick auf den Frühling von entscheidender Bedeutung. Eine weitere Herausforderung steht auch mit dem Zusammenbruch des Polarwirbels bevor. Ein Cluster mit Höhenkaltluft, das von Skandinavien in Richtung der Alpen rauscht, kann ab den mittleren Lagen nochmals für Schneefall sorgen.
Welches Wetter wahrscheinlich ist
Die Clusteranalyse ist ebenfalls klar strukturiert und berechnet im Moment 6 mögliche Cluster. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 83 Prozent soll sich ein Blockadehoch auf dem Atlantik durchsetzen. Die restlichen 17 Prozent entfallen auf ein Blockadehoch zwischen Grönland, Island und Skandinavien. Das sind keine guten Voraussetzungen für den Frühling im Mai und haben gemäßigte Temperaturen und reichlich Regen zur Folge.
Der Mittelwert aller Kontrollläufe hat in den vergangenen 24 Stunden eine Korrektur nach unten erfahren. Bis zum 19. April ist mit einer Temperaturanomalie von +4 bis +7 Grad zu rechnen. Vom 20. April bis zum 1. Mai wird über dem Norden eine Anomalie von -2 bis -1 Grad und über dem Rest von Deutschland von -1 bis +1 Grad simuliert.
Die Regenprognose
Während die Temperaturen nach unten korrigiert wurden, wurde die Niederschlagsprognose angehoben und liegt im Zeitraum vom 19. April bis zum 1. Mai in einem leicht und phasenweise auch mäßig erhöhten Bereich. Mit anderen Worten formuliert: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich bis in den Mai hinein das Frühlingswetter nicht nachhaltig stabilisieren kann. Schaun mer mal.

| Datum | Temperaturspektrum | Temperaturmittelwert |
|---|---|---|
| 21. April | +4 bis +18 Grad | +11 bis +13 Grad |
| 25. April 2026 | +5 bis +20 Grad | +12 bis +14 Grad |
| 1. Mai 2026 | +2 bis +24 Grad | +12 bis +15 Grad |

Wetterdaten Oktober 2026
Top-10 Extremwerte Oktober 2026
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Wert Datum Station Bundesland 27,5 01.10.2026 Aschersleben-Mehringen Sachsen-Anhalt 27,0 01.10.2026 Coschen Brandenburg 26,5 01.10.2026 Bernburg - Saale (Nord) Sachsen-Anhalt 26,5 01.10.2026 Jena (Sternwarte) Thüringen 26,2 01.10.2026 Harzgerode Sachsen-Anhalt 26,2 01.10.2026 Langenlipsdorf Brandenburg 26,1 01.10.2026 Schwarzburg Thüringen 25,9 01.10.2026 Berlin-Tempelhof Berlin 25,9 01.10.2026 Manschnow Brandenburg 9,0 15.10.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -8,8 12.10.2026 Zugspitze Bayern -2,8 13.10.2026 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen -2,7 13.10.2026 München-Flughafen Bayern -2,6 13.10.2026 Coschen Brandenburg -2,4 13.10.2026 Nürnberg-Netzstall Bayern -2,3 13.10.2026 Neustadt am Kulm-Filchendorf Bayern -2,2 13.10.2026 Eichstätt-Landershofen Bayern -2,2 13.10.2026 Tirschenreuth-Lodermühl Bayern -2,2 13.10.2026 Zwiesel Bayern -2,1 13.10.2026 Baruth Brandenburg -
Wert Datum Station Bundesland 72,6 04.10.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg 59,7 10.10.2026 Wesselburen Schleswig-Holstein 55,9 10.10.2026 Schafstedt Schleswig-Holstein 53,5 10.10.2026 Wrohm Schleswig-Holstein 51,3 10.10.2026 Krempel Schleswig-Holstein 49,3 08.10.2026 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg 46,5 10.10.2026 Sankt Peter-Ording Schleswig-Holstein 45,3 10.10.2026 Haale Schleswig-Holstein 42,4 10.10.2026 Elpersbüttel Schleswig-Holstein 41,3 08.10.2026 Breitnau Baden-Württemberg -
Wert Station Bundesland 124,6 Wrohm Schleswig-Holstein 122,2 Wesselburen Schleswig-Holstein 115,2 Schafstedt Schleswig-Holstein 102,8 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg 102,8 Krempel Schleswig-Holstein 102,7 Elpersbüttel Schleswig-Holstein 101,8 Erfde Schleswig-Holstein 101,4 Haale Schleswig-Holstein 100,6 Oberstdorf Bayern 98,6 Friedrichskoog Schleswig-Holstein -
Wert Station Bundesland 0,0 Calw-Hirsau Baden-Württemberg 0,0 Forst-Klein Bademeusel Brandenburg 0,1 Selfkant-Havert Nordrhein-Westfalen 0,7 Pfofeld-Langlau Bayern 1,7 Seligenstadt-Waldhof Hessen 1,7 Trippstadt-Neuhof Rheinland-Pfalz 2,5 Weißenburg-Emetzheim Bayern 3,2 Neutrebbin Brandenburg 3,9 Coschen Brandenburg 4,3 Sukow-Zietlitz Mecklenburg-Vorpommern -
Wert Datum Station Bundesland 115,2 09.10.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 89,6 08.10.2026 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 88,9 09.10.2026 Fichtelberg Sachsen 86,0 08.10.2026 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen 86,0 09.10.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz 86,0 10.10.2026 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 85,3 10.10.2026 Büsum Schleswig-Holstein 82,8 09.10.2026 Schmücke Thüringen 82,4 08.10.2026 Rostock-Warnemünde Mecklenburg-Vorpommern 82,1 09.10.2026 Arkona Mecklenburg-Vorpommern -
Wert Station Bundesland 102,4 Fürstenzell Bayern 100,1 Grainet-Rehberg Bayern 100,0 Heinsberg-Schleiden Nordrhein-Westfalen 99,6 Mönchengladbach-Hilderath Nordrhein-Westfalen 98,9 Weilerswist-Lommersum Nordrhein-Westfalen 98,6 Tönisvorst Nordrhein-Westfalen 97,8 Geilenkirchen-Neutevern Nordrhein-Westfalen 96,7 Xanten (Wasserwerk) Nordrhein-Westfalen 96,4 Zugspitze Bayern 96,0 Ahaus Nordrhein-Westfalen -
Wert Station Bundesland 35,3 Wolfach Baden-Württemberg 36,4 Werl Nordrhein-Westfalen 36,7 Bremerhaven Bremen 48,8 Braunlage Niedersachsen 48,8 Brocken Sachsen-Anhalt 50,0 Wernigerode-Schierke Sachsen-Anhalt 51,9 Stötten Baden-Württemberg 52,0 Greifswalder Oie Mecklenburg-Vorpommern 54,4 Karlshagen Mecklenburg-Vorpommern 55,2 Schwarzburg Thüringen
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im Oktober 2026 beträgt 12,3 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 3,4 °C (91/20 2,9 °C). Am 01.10.2026 konnte mit 27,5 °C über Aschersleben-Mehringen (Sachsen-Anhalt) die höchste und am 12.10.2026 mit -8,8 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 13,1 °C Saarland. Frischer ist der Oktober 2026 mit einem Durchschnittswert von 11,4 °C bisweilen über Thüringen.
Im Oktober 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 30,6 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 54 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 5 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 74,8 Stunden ihren Sollwert von 109,3 Stunden zu 68 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 102,4 Stunden über der Fürstenzell (Bayern). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 35,3 Stunden über der Wolfach (Baden-Württemberg).









