Wetter Mai 2021

Wie wird das Wetter im Mai 2021?
Wie wird das Wetter im Mai 2021?

Unterkühlter Wonnemonat - Setzt sich das kalte Aprilwetter bis zu den Eisheiligen fort? Entscheidend ist die Hochdruckposition und Nachtfrost ist in der ersten Maidekade ein Thema, doch sonst ist der letzte Frühlingsmonat ein wahrer Wonnemonat und nicht selten zeigt er sich am Ende von seiner sommerlichen Seite.

Frühling. Nach den beiden turbulenten Umstellungsmonaten März und April startet der Frühling durch, wobei die Eisheiligen - welche häufiger im Zeitraum vom 11. bis 15. Mai auftreten - nochmals für einen empfindlichen Rückgang der Temperaturen sorgen können. Manchmal ist Nachtfrost möglich. So kommt auch die Bauernregel nicht von ungefähr:

Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist Bauernregel

Typisches Maiwetter

Das Wetter hat im letzten Frühlingsmonat seine Höhen und Tiefen und geht vom Vollfrühling in den Frühsommer über. So kann die Temperaturspanne über den Monat verteilt bis zu 34,6 Grad betragen. Neben Wonnemonat gilt der Mai auch als Blumenmonat, da größtenteils alle Pflanzenarten ausgetrieben haben. Vollfrühling eben!

Turbulentes Wetter

Aber es gibt Turbulenzen beim Wetter. So kommt es in der ersten Hälfte noch häufiger zu Wetterumschwüngen, mithilfe derer eine kühlere Wetterlage möglich ist. Meist geschieht das um den Zeitraum der Eisheiligen. Der Grund sind die jahreszeitlich noch kühlen Nordmeere. Dabei erreicht der Sonnenstand eine Position, welche schon an die Sommermonate heranreicht. Die enormen Temperaturgegensätze können nochmals für eine meridional verlaufende Großwetterlage und kalte Luftmassen aus Skandinavien nach Deutschland führen. Die ersten Sommertage sind meist erst nach den Eisheiligen zu erwarten.

Wie wird das Wetter Mai 2021?

Verläuft das Wetter normal, so beginnt das Wetter häufiger mit Sonnenschein und einem trockenen Charakter. Im Zeitraum vom 8. bis 18. Mai kommt es zur Wettersingularität der Eisheiligen. Trogwetterlagen können nochmals für niedrige Temperaturen und den gefürchteten Nachtfrost sorgen.

Nach den Eisheiligen geht die Großwetterlage vom Frühling in den Sommer über, was nicht selten im letzten Drittel schon hochsommerliche Werte zur Folge haben kann. Die erste und die letzte Dekade wird häufig von hohem Luftdruck dominiert, dazwischen setzt sich - ebenso wie am Ende - eine unbeständige Wetterphase durch.

Die Temperaturen im Mai

Der Frühling setzt sich nachhaltig durch. Schwankt das Temperaturspektrum in der ersten Dekade zwischen +15 bis +20 Grad, so sind in der letzten Dekade +20 bis +25 Grad keine Seltenheit mehr.

Deutlich frischer kann es mit Werten von +10 bis +15 Grad um die Eisheiligen herum werden. Empfindliche Pflanzen sollten erst nach den Eisheiligen ins Freie gebracht werden.

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Daten und Fakten

Der langjährige Mittelwert der Temperaturen liegt im Zeitraum von 1961 und 1990 bei +12,1 Grad und im Vergleich zur wärmeren Periode von 1991 und 2020 bei +13,1 Grad. Im Schnitt ist das Wetter im Mai in den letzten 30 Jahren um +1,0 Grad wärmer geworden. Möchte man den Mai mit einem anderen Monat vergleichen, so kommt er dem September nahe, wenngleich dieser mit einer durchschnittlichen Temperatur von +13,3 Grad noch etwas wärmer ist.

Der letzte normale Maimonat stammt aus dem Jahre 2015, der Rekord seit Beginn der Wetteraufzeichnungen stammte mit einer Abweichung von +3,9 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert aus dem Jahre 2018 und der letzte zu kalte Mai trat 2019 in Erscheinung. Der kälteste Maimonat entstammte mit einer Abweichung von -3,69 Grad aus dem Jahr 1902.

Man sieht, dass der Wonnemonat - auch in Zeiten der Klimaerhitzung - zu kalt ausfallen kann. Blickt man auf die Entwicklung der letzten 30 Jahre, so ist der letzte Frühlingsmonat im Schnitt um +1,0 Grad wärmer geworden. Im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 war das Wetter in 65 Prozent der Fälle zu warm und in nur 10 Prozent zu kalt. Das ist signifikant. Im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1991 und 2020 war zu 50 Prozent das Wetter zu warm und 35 Prozent zu kalt. Anders formuliert würde es nicht überraschen, wenn der letzte Frühlingsmonat auch im Jahr 2021 zu warm ausfallen wird.

Die Merkmale

Die nachfolgenden Daten sind im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 und in Klammer von 91/20: Im Schnitt gibt es keine Eistage mehr. Die Anzahl der Frosttage (meist Nachtfrost) liegt bei rund 0,8 Tagen (0,6 Tage) und an 2,3 Tagen (2,4 Tage) gibt es Bodenfrost. An insgesamt 0,1 Tagen (0,0 Tage) gibt es eine Schneedecke zu bewundern.

Die Anzahl der Sommertage (>+25 Grad) beläuft sich auf 2,1 Tage (3,5 Tage). Weitere Daten und Fakten - auch in Bezug auf die Bundesländer.

Die Sonne im Mai

Zum Monatsbeginn liegt die durchschnittliche Sonnenscheindauer bei rund 15 Stunden und verlängert sich bis zum Ende des Monats auf 16 Stunden. Der Sonnenstand erreicht zum Start 55 Grad und liegt am Ende bei 62 Grad, was dem Sonnenstand des Sommers entspricht.

Übrigens: die Wassertemperaturen der Nord- und Ostsee liegen am Anfang des Monats zwischen +7 bis +12 Grad und über dem europäischen Nordmeer variieren diese zwischen +1 bis +8 Grad. Das zeigt auch zugleich, woher der mögliche Nachtfrost rund um die Eisheiligen ihren Ursprung haben kann.

Beeinflusst der Mai das Sommerwetter?

Lässt sich gemäß der Statistik einen Rückschluss auf den Sommer ableiten? Betrachtet wurden die letzten 70 Jahre. Normale Monate (-0,5 bis +0,5 Grad) wurden jeweils den zu warmen, bzw. zu kalten Varianten zugeordnet.

Betrachtung der einzelnen Monate mit Auswirkung auf den Sommer
Mai Sommer kalt Sommer warm Häufig­keit
zu warm 12 % 50 % 44 (62 %)
zu kalt 19 % 19 % 26 (38 %)

Gemäß der Statistik zeigt sich eine Auffälligkeit. War das Wetter zu warm, so folgte in 50 Prozent der Fälle ein zu warmer Sommer nach. War der letzte Frühlingsmonat hingegen durchwachsen und zu kalt, so hat das auf den Sommer keine wesentliche Relevanz.

Die Abweichung der Temperaturen der Maimonate in Dekaden

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990
Mai-Monate Tem­peratur Ab­weichung
2011-2020 +13,1 Grad +1,0 Grad
2001-2010 +13,2 Grad +1,1 Grad
1991-2000 +13,0 Grad +1,0 Grad
1981-1990 +12,7 Grad +0,5 Grad
1971-1980 +12,0 Grad -0,1 Grad
1961-1970 +11,7 Grad -0,4 Grad

Die erweiterte Statistik

Während sich die Dekaden der 60er, 70er und 80er-Jahre noch weitgehend um dem langjährigen Mittelwert herum bewegten, erfolgte ab den 90er-Jahren ein deutlicher Temperatursprung.

Merkmale und statistische Auffälligkeiten

  • Der Wechsel von Vollfrühling in den Frühsommer
  • Der Mai ist zugleich der letzte Frühlingsmonat
  • Ruhiges Hochdruckwetter häufiger in der ersten Dekade
  • Eisheilige (11. bis 15.) sorgen zwischen dem 8. und 18. häufiger für Kaltlufteinbrüche
  • Schneefall kommt manchmal vor, die Ausbreitung einer Schneedecke ist selten
  • Nachtfrost zu den Eisheiligen kann in der Landwirtschaft zu enormen Schäden führen
  • In der letzten Dekade wird es zunehmend wärmer und die ersten Sommertage mit mehr als +25 Grad sind möglich
  • Die ersten kräftigen Schauer und Gewitter mit Potential für Unwetter sind zu erwarten
  • Der Sonnenstand steigt weiter an und sorgt im Verlauf des letzten Frühlingsmonates für eine Stunde mehr Sonnenschein

Update: Wettertrend der Langfristmodelle

Zum heutigen Stand ist es noch zu lange hin, als dass man im Detail schon Vorhersagen erstellen könnte. Aber es gibt Trends, welche Rückschlüsse auf die Entwicklung der Zirkulationsmuster zulassen.

Wettertrend Langfristmodell CFSv2: etwas zu warmes Wetter

Das CFSv2 Modell berechnet das Wetter im Mai mit einer Abweichung von +1,5 bis +2,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961 und 1990 zu warm (91/20: +0,5 bis +1,5 Grad). Die Niederschlagsbilanz ist gegenüber dem langjährigen Sollwert unauffällig und im Trend leicht zu nass.

Wettervorhersage Langfristmodell NASA: etwas zu mild

Nach dem Wettertrend der NASA ist im Vergleich zu 1961 und 1990 mit einer Abweichung von +0,5 bis +1,5 Grad zu rechnen (91/20: -0,5 bis +0,5 Grad). Die Niederschlagsentwicklung wird leicht positiv (zu nass) bewertet.

Wettprognose europäisches Langfristmodell: ein etwas zu warmer Frühlingsmonat

Die Wetterprognose des europäischen Langfristmodells berechnet den Frühlingsmonat mit einer Abweichung zu 1961 und 1990 von +1,0 bis +2,0 Grad etwas zu warm (91/20: +0,0 bis +1,0 Grad). In der Niederschlagsprognose schneidet der Monat tendenziell etwas zu nass ab.

Wie sich das Wetter im Mai 2021 tatsächlich entwickeln wird, darüber berichten wir in regelmäßigen Abständen ab Mitte April an dieser Stelle.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,38 +0,87 -0,28 647 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten im Mai

Statistische Wetterwerte für Mai

  • Das Wetter ist bekannt dafür, dass es wechselhaft ist und mit zunehmend warmen Temperaturen für Wachstumswetter sorgen kann.
  • Ruhiges Wetter zum Beginn des Monats
  • Sehr häufig wechselhaftes und kühles Wetter im Zeitraum zwischen dem 8. und 18. Mai (Eisheilige)
  • Warmes Hochdruckwetter zumeist zwischen dem 18. und 28. Mai
  • Erste Sommertage sind in der letzten Dekade häufiger

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