Ein Tiefdrucksystem zieht in den kommenden Stunden von der Mittelmeerregion über Deutschland hinweg und verbindet sich mit einem weiteren Tiefdrucksystem über Skandinavien, während sich zeitgleich auf dem Atlantik zwischen den Azoren und Island ein Hochdruckkeil ausbilden kann. Im Verbund der Systeme dreht die Grundströmung auf nördliche Richtungen und sorgt somit für ein Rückgang der Temperaturen um 10 bis 15 Grad gegenüber den letzten Tagen und die Schneefallgrenze kann über Pfingsten auf 1.000-1.300 Meter absinken. Ein Tiefdrucksystem, welches von der Mittelmeerregion her nach Deutschland zieht, führt auch meist viel Niederschlag mit sich. Deutlicher zeigt sich das in den Niederschlagssimulationen bis einschließlich Pfingstmontag , wo etwa südlich einer Linie Mannheim - Nürnberg 20-40 l/m², über Staulagen auch bis 40-70 l/m² an Niederschlag zu erwarten ist. Nördlich der Linie ist mit 5-15 l/m² deutlich weniger an Niederschlag zu erwarten.

Geht es nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells, so gelingt im Zeitraum vom 17./22. Mai der Aufbau von hohem Luftdruck im Bereich zwischen England, Skandinavien und Deutschland, was das Temperaturniveau wieder ansteigen lassen kann. Je nachdem, wie sich die Hochdruckachse positionieren wird, könnten die Temperaturen auch schneller, bzw. langsamer ansteigen. Im Zeitraum vom 21./27. Mai stabilisiert sich der hohe Luftdruck, so dass die Temperaturwerte meist im früh sommerlichen Bereich liegen können.

Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist eine ähnliche Entwicklung der Großwetterlage zu beobachten, bei der die atlantische Tiefdruckrinne zum 19./20. Mai einen Hochdruckkeil des Azorenhochs in Richtung Mitteleuropa ermöglicht, welches sich zum 20./21. Mai zu einem eigenständigen Hochdrucksystem im Bereich zwischen England, Frankreich und Deutschland weiter entwickeln könnte.

Die Tendenz der Wettermodelle geht auch heute im letzten Mai-Drittel in Richtung hohem Luftdruck, wie wahrscheinlich ist das und steigen dabei auch die Temperaturen an? Die Kontrollläufe simulieren mehrheitlich eine schwache bis mäßige Niederschlagsneigung im Zeitraum vom 17./26. Mai, was zwar eine stabile Hochdruckwetterlage nicht ausschließt, aber eben auch noch nicht bestätigt. Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe liegt am 20. Mai zwischen +10/+21 Grad (Mittelwert: +16/+17 Grad) und am 27. Mai zwischen +13/+26 Grad (Mittelwert: +18/+19 Grad) - insbesondere der Mittelwert bewegt sich im durchaus Jahreszeit-typischen Bereich. Anders formuliert bestätigen die Kontrollläufe den sich normalisierenden Temperaturtrend im letzten Mai-Drittel mit Optionen auch auf wärmere Temperaturwerte. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+15) / normal (+16/+21) / zu warm (>+21), liegen am 22. Mai bei 10/45/45 und am 27. Mai bei 35/35/30 und weisen im Verlauf des letzten Mai-Drittels eine Neutralität aus, so dass die Tendenz für Ende Mai zum heutigen Stand nicht klar ist und die Wetterentwicklung noch in unterschiedlichste Richtungen gehen kann.

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