Die Hochdruckblockade zwischen Grönland und den Azoren auf dem Atlantik schwächt sich Ende April allmählich ab und die atlantische Frontalzone gewinnt mit ihrer dazugehörigen Tiefdruckrinne wieder etwas mehr an Dynamik. So bleibt bis Ende April der Wettercharakter wechselhaft und unbeständig und bei Temperaturen zwischen +8/+14 Grad ist nur ein langsamer Temperaturanstieg in den aktuellen Simulationen der Wettermodelle zu beobachten. Ungeachtet des langsam positiven Temperaturtrends zeigt sich bis zum Donnerstag dieser Woche noch eine hohe Wahrscheinlichkeit für Schnee-, Schneeregen und Graupelschauer teils bis in tiefere Lagen hinab. Besonders zu den Morgenstunden ist auch die Ausbildung einer Schneedecke ab den mittleren Lagen (400-800 Meter) nicht auszuschließen (Details: Wetter April).

Anfang Mai nimmt nach den jüngsten Berechnungen des amerikanischen und europäischen Wettermodells die Dynamik der atlantischen Frontalzone weiter zu, was Tiefdrucksysteme im Bereich zwischen Island, England, Skandinavien und Deutschland ermöglichen kann. Der hohe Luftdruck auf dem Atlantik spielt aber weiterhin eine Rolle, denn je nach Berechnung zeigt sich durchaus auch noch die Möglichkeit einer erneuten Hochdruckblockade auf dem Atlantik.

Welche Möglichkeiten entstehen daraus für die Wetterentwicklung Anfang Mai? Auch wenn die Dynamik weiter zunimmt, so ist diese Anfang Mai noch schwach ausgeprägt. Nichtsdestotrotz sorgt das - egal bei welcher Konstellation - für einen wechselhaften und durchwachsenen Start in den Mai, was Niederschläge wahrscheinlich macht. Die Temperaturen sind bei beiden Varianten eher Verhalten und wären bei einer neuerlichen Blockadesituation auf dem Atlantik ähnlich der aktuellen Temperaturen.

Die Kontrollläufe bleiben beständig und simulieren mehrheitlich den langsam ansteigenden Temperaturtrend im Mai. Aktuell liegen die Mittelwerte der Höhentemperaturen (ca. 1.500 Meter) zwischen -4/-7 Grad und steigen bis zum 1. Mai auf +1/+3 Grad und am 4. Mai auf +2/+4 Grad. So schwankt das Temperaturspektrum in tieferen Lagen am 1. Mai zwischen +7/+17 Grad (Mittelwert +12/+13 Grad) und am 4. Mai zwischen +8/+16 Grad (Mittelwert: +12/+13 Grad). So bestätigt sich auch heute der Trend einer langsamen Erwärmung der aktuell zu kalten Temperaturen hin zu Jahreszeit-typischen Temperaturwerten. Und wie wird das Wetter 5. Mai (Christi Himmelfahrt, Vatertag und Brückentag)? Der ansteigende Temperaturtrend setzt sich weiter fort, wenngleich der Wettercharakter mit Tiefdruckeinfluss zum heutigen Stand wechselhaft bleiben könnte. Wie warm kann es werden? Die Berechnungen schwanken zwischen möglichen +11/+16 Grad. Wie das Wetter über das für viele sicherlich verlängerte Wochenende werden kann, erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter Frühling

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