Der April zeigt in den kommenden Tagen sein typisches Verhaltensmuster. Nach frühlingshaft warmen Temperaturen fallen zum Wochenende die Temperaturen verbreitet unter die +10 Grad Marke zurück und die Schneefallgrenze schwankt zwischen 700-1.100 Meter und kann in den Nächten auf bis 200-500 Meter absinken (Wetter April).

Der Grund hierfür ist die seit Tagen beschriebene meridionale Grundausrichtung der Strömungskomponenten, welche über Deutschland, Österreich und der Schweiz von Nord nach Süd verlaufen und somit kühle Luftmassen heranführen kann. Dominant für unser Wetter zeigt sich ein Tiefdrucksystem über Skandinavien, welches sich im Zeitraum 26./28. April auch bis über Deutschland ausweiten kann. So bleibt der Wettercharakter in diesem Zeitraum unbeständig, wechselhaft und kühl - Schneeschauer sind dabei nicht auszuschließen und im Zeitraum 26./27. April sind auch stürmische Böen über den Gebieten nördlich der Mittelgebirge möglich.

Im Zeitraum zwischen dem 29./30. April wird der hohe Luftdruck auf dem Atlantik zwischen Grönland und den Azoren langsam abgebaut, so dass die Blockadewirkung gegenüber der atlantischen Frontalzone nachlässt. Das Tief über Mitteleuropa verlagert sich weiter nach Nordwesten und könnte somit den Zustrom milderer Luftmassen über dem Süden von Deutschland ermöglichen. Stand heute bleibt es aber über dem Norden und Nordwesten bis Ende April wechselhaft und kühl.

Wie wird das Wetter im Mai? Dazu gibt es zwei Ansätze in den Simulationen der Wettermodelle. In der einen Variante wird das Blockadehoch auf dem Atlantik weiter abgebaut, so dass die atlantische Frontalzone mit ihrer dazugehörigen Tiefdruckrinne wieder an Kraft gewinnt und das Hochdrucksystem sich in Richtung Azoren zurückziehen kann. In Folge dessen ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Hochdrucksystem einen Hochdruckkeil nach Mitteleuropa aufbauen kann und somit eine südwestliche Grundströmung über Deutschland, Österreich und der Schweiz einleiten kann. Je nachdem wie dynamisch die Frontalzone sein wird, ist auch die Ausbildung eines eigenständigen Hochdrucksystems Mitteleuropa nicht auszuschließen. Sollte diese Variante eintreten, so wären frühlingshaft milde erste Mai-Tage zu erwarten.

In der zweiten Variante bleibt das Grundmuster dem aktuellen ähnlich. Das Blockadehoch baut sich nicht schnell genug ab, so dass das Zirkulationsmuster in den ersten Mai-Tagen meridional ausgeprägt bleiben kann. Die Gradienten mäandrieren zunehmend und nehmen die Dynamik aus der Wetterentwicklung raus. In Folge dessen bleibt die Niederschlagsneigung erhalten, schwächt sich jedoch weiter ab und die zuvor zu kalten Temperaturwerte nähern sich dem Jahreszeit-typischen Wert an.

Die Kontrollläufe stützen im Zeitraum 1./4. Mai ein sich langsam normalisierendes Temperaturspektrum gegenüber dem langjährigen Mittelwert und simulieren noch wenige Varianten für eine frühlingshaft milde Wetterperiode in diesem Zeitraum. So liegt das Temperaturspektrum mit seinem jeweiligen Mittelwert am 1. Mai zwischen +13/+14 Grad und am 4. Mai zwischen +12/+14 Grad. Wie wird das Wetter am 5. Mai (Christi Himmelfahrt, Vatertag, Brückentag)? Zum aktuellen Stand der Berechnungen der Wettermodelle sind Temperaturen zwischen +7/+17 Grad bei einem Mittelwert von +14 Grad zu erwarten. Die Niederschlagsneigung ist dabei leicht erhöht, so dass demnach nicht gänzlich mit trockenem Wetter gerechnet werden kann. Wie sich darüber hinaus das Wetter entwickeln kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Witterungstrend zum Wetter Frühling.

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