Nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle kann sich im letzten April-Drittel eine Großwetterlage entwickeln, welche mit ihrem Strömungsmuster meridional ausgerichtet ist. Damit so eine Wetterlage zustande kommen kann, muss auf dem Atlantik ein Hochdrucksystem in blockierender Position gegenüber der atlantischen Frontalzone vorhanden sein und gleichzeitig muss sich auf der östlichen Seite des Hochdrucksystems ein Tiefdrucksystem etablieren können. Im Zusammenspiel beider Systeme (Hochdrucksystem dreht sich im, ein Tiefdrucksystem gegen den Uhrzeigersinn) können kühle Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden geführt werden. Das scheint zum heutigen Stand mit höherer Wahrscheinlichkeit im letzten April-Drittel wohl der Fall zu sein - teils werden die Höhentemperaturen so niedrig berechnet, dass auch in tieferen Lagen Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nicht auszuschließen sind. Solche eine Wetterentwicklung ist - statistisch betrachtet - im letzten April-Drittel gar nicht einmal so selten (Details s. Wetterprognose Frühling).

In den letzten Tagen mehren sich die Fragen per Email, wie das Wetter im Mai 2016 werden wird? Sicherlich auch vor dem Hintergrund der bald in vielen Bundesländern anstehenden Pfingstferien und der damit verbunden Frage, wie das Wetter Pfingsten werden wird. Die Entwicklungen gemäß der sog. Kontrollläufe zeigen für Ende April/Anfang Mai kaum stabile Wetterverhältnisse und auch die Temperaturen bleiben mit einer höheren Wahrscheinlichkeit gegenüber dem langjährigen Mittelwert im normalen, bis allenfalls leicht zu kühlen Bereich. Das Verhältnis der Kontrollläufe von zu kalt (<+10) / normal (+13/+16) / zu warm (>+17), liegt am 25. April bei 85/10/5 und am 1.Mai mit 35/30/35 in einem fast ausgeglichen Verhältnis. Was bedeutet ausgeglichen? Sowohl normale, zu kalte, als auch zu warme Temperaturentwicklungen sind für Anfang Mai zum heutigen Stand in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander möglich.

Das Langfristmodell simuliert in seiner heutigen Wetterprognose Mai 2016 mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad eine gegenüber dem langjährigen Mittelwert normale Temperaturentwicklung. Im Niederschlagsverhalten zeigen sich keine sonderlichen Abweichungen gegenüber dem Sollwert, wenngleich die Tendenz leicht positiv ausfallen kann (etwas zu nass).

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