Am Montag steht mit einen markanten Wetterumschwung eine turbulenter Start in die Woche bevor - örtlich auftretendes Unwetterpotential ist zum heutigen Stand nicht auszuschließen. Der Grund hierfür ist eine Umstellung des Zirkulationsmusters, welches feucht-warme Luftmassen im Südosten von kühlen Luftmassen im Nordwesten trennt. Die dazugehörige Tiefdruckrinne verlagert sich im weiteren Wochenverlauf bis zum Mittwoch nach Skandinavien, so dass das Zirkulationsmuster über Mitteleuropa meridionalisieren kann. Anders ausgedrückt zeigt sich im Wochenverlauf mit höherer Wahrscheinlichkeit für kühlere Temperaturen bei einem wechselhaften Grundcharakter. Im Zeitraum zwischen dem 30. April - 3. Mai weisen die Wettermodelle noch ein weites Spektrum an Möglichkeiten auf, was auf die Unsicherheiten bzgl. der Position der jeweiligen Wettersysteme zurückzuführen ist. Mehrheitlich simuliert das amerikanische wie auch das europäische Wettermodell ein Grundmuster, welches von einem Tief über Skandinavien, einem Hochdruckkeil des Azorenhochs, einem Hoch über Grönland und einem Tiefdruckkomplex zwischen Neufundland und den Azoren dominiert wird. Im Detail kommt es darauf an, wie sich die Systeme positionieren können und entscheiden somit über eine kühle und wechselhafte oder mildes und wechselhaftes Wetter über das verlängerte Wochenende. Das amerikanische Wettermodell simuliert das Tief über Skandinavien am 1. Mai im gradientenschwachen Zustand. Zeitgleich kann sich das Azorenhoch etwas nach Norden aufwölben, so dass die Grundströmung schwach aus nordwestlichen Richtungen kommen kann. Die südlichen Regionen können dabei in den Einflussbereich eines Keils des Azorenhochs kommen, so dass dort mildere Temperaturwerte als im Norden zu erwarten wären. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so liegt das Tief nicht im gradientenschwachen Zustand über Skandinavien, sondern im aktiven Zustand über der Nordsee, so dass auch im Süden kühlere Temperaturen bei einem wechselhaften Grundcharakter am 1. Mai zu erwarten wären. Anders formuliert wird sich erst in den kommenden Simulationen entscheiden, wie sich die Tiefdruckrinne über Mitteleuropa aufbauen, bzw. verhalten wird. Geht es nach den Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe, so liegt die Mehrheit der Simulationen gegenüber dem langjährigen Mittelwert im Zeitraum 30. April - 3. Mai im leicht negativen Bereich bei einer erhöhten Niederschlagserwartung. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 1. Mai zwischen +4/+14 Grad (Mittelwert: +9/+11 Grad) und am 3. Mai zwischen +5/+16 Grad (Mittelwert: +11/+13 Grad). Zusammenfassend zeigt sich mit dem Blick auf die Kontrollläufe eine höhere Wahrscheinlichkeit für kühle Temperaturen und wechselhaften Wetter am verlängerten Wochenende, die oben beschrieben Ausführungen deuten jedoch noch auf höhere Unsicherheiten hin. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter im Frühling.

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