Nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle zeigt sich auch heute im Zeitraum zwischen dem 23./28. April die Entwicklung einer Südwestwetterlage als eine wahrscheinlichste Variante. Dabei kann die Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, den nördlichen Azoren, England und Skandinavien vor Mitteleuropa weit nach Süden "gezogen" werden, was über Deutschland einen zunehmend wechselhaften aber noch milden Wettercharakter zur Folge haben kann. Im Zeitraum zwischen dem 28. April und 1. Mai simuliert das amerikanische Wettermodell ein Zentraltief über dem skandinavischen Raum und ein Hochdrucksystem mit Kern zwischen den Azoren und Portugal, so dass sich über Mitteleuropa eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine nordwestlich kühle und wechselhafte Wetterlage ergeben kann. Das europäische Wettermodell simuliert eine ähnliche Ausgangslage, jedoch strebt nach dessen Simulation das Azorenhoch weiter nach Norden in Richtung Grönland und blockiert die atlantische Frontalzone weitgehend. Nachfolgend kann aber auch nach dem europäischen Wettermodell das Zirkulationsmuster über Mitteleuropa meridionalisieren, so dass in Folge daraus ein kühler und wechselhafter Wettertrend zum 1. Mai zu erwarten ist. Wie kühl? Das Temperaturspektrum liegt am 1. Mai zwischen +3/+23 Grad (Mittelwert: +12/+13 Grad) und am 3. Mai zwischen +7/+21 Grad (Mittelwert: +14/+15 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+10) / normal (+10/+15) / zu warm (>+15) liegen am 1. Mai bei 40/35/25 (gestern: 25/50/25) und am 3. Mai bei 25/30/45. Zusammenfassend zeigt sich am 1. Mai ein vorsichtiger Trend in Richtung normal bis leicht zu kühle Temperaturverhältnisse, welche sich im weiteren Verlauf tendenziell wieder erwärmen können. Das breite Temperaturspektrum der Kontrollläufe zeigt aber auch, dass eine kühlere Wetterphase noch keinesfalls gesetzt ist.

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