Wetter Mai 2015 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Mai 2015 - Wettertrend vom 20. April

  • M. Hoffmann
Seit Tagen neigen die Wettermodelle im Trend zu einem normalisierenden bis leicht zu kühlen Temperaturtrend Ende April, bzw. Anfang Mai. Dieses Szenario wird auch heute weitgehend unterstützt. Insbesondere das amerikanische Wettermodell hält an einer Variante "Tief Mitteleuropa" fest, bei der in den ersten Mai-Tagen sich das Azorenhoch auf dem Atlantik in Richtung Grönland aufwölben und auf dessen Rückseite die Tiefdrucksysteme nach Mitteleuropa "abtropfen" können. In einigen Simulationsvarianten befindet sich das steuernde Tief zwischen der Nordsee und den Alpen direkt über Deutschland. Was hätte das für Folgen? Ganz einfach ausgedrückt: wechselhaft und kühl. Wie kühl? +6/+12 Grad. Das es auch noch andere Entwicklungsmöglichkeiten geben kann, zeigt das europäische Wettermodell heute in seiner Simulation. Demnach gelingt es dem Azorenhoch nicht, sich bis Ende April nach Norden aufzuwölben. Stattdessen positioniert sich über Island ein steuerndes Tiefdrucksystem, so dass auf dessen südlichen Gradienten die Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, Island/England und Skandinavien verlaufen kann. Im Detail kommt es darauf an, wie sich das Azorenhoch verhalten wird. Zieht es sich über die Azoren zurück, so ist über Mitteleuropa am 1. Mai mit einer wechselhaften und teils windigen Westwindzirkulation zu rechnen, bei der die Temperaturen zwischen mäßig mild und mild schwanken können (+10/+15 Grad). In einer Abwandlung dieser Variante zieht sich das Azorenhoch nicht zurück, sondern erhält einen Hochdruckkeil von den Azoren bis über Mitteleuropa aufrecht, so dass in Folge daraus der Wettercharakter zwar wechselhaft, aber weitgehend im frühlingshaft milden Bereich verbleiben kann. Die Kontrollläufe stützen mit einem Temperaturspektrum am 1. Mai von +6/+19 Grad und einem Mittelwert von +11/+13 Grad mehrheitlich ein Jahreszeit-typisches bis leicht zu kühles Temperaturniveau bei einer leicht erhöhten Niederschlagserwartung. Deutlicher wird das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+10) / normal (+10/+15) / zu warm (>+15), welche am 1. Mai bei 40/40/20 (gestern: 40/35/25) und am 3. Mai bei 20/45/35 (gestern: 25/30/45) liegen.

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Wetter im Mai 2015 - Wettertrend vom 19. April

  • M. Hoffmann
Nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle zeigt sich auch heute im Zeitraum zwischen dem 23./28. April die Entwicklung einer Südwestwetterlage als eine wahrscheinlichste Variante. Dabei kann die Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, den nördlichen Azoren, England und Skandinavien vor Mitteleuropa weit nach Süden "gezogen" werden, was über Deutschland einen zunehmend wechselhaften aber noch milden Wettercharakter zur Folge haben kann. Im Zeitraum zwischen dem 28. April und 1. Mai simuliert das amerikanische Wettermodell ein Zentraltief über dem skandinavischen Raum und ein Hochdrucksystem mit Kern zwischen den Azoren und Portugal, so dass sich über Mitteleuropa eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine nordwestlich kühle und wechselhafte Wetterlage ergeben kann. Das europäische Wettermodell simuliert eine ähnliche Ausgangslage, jedoch strebt nach dessen Simulation das Azorenhoch weiter nach Norden in Richtung Grönland und blockiert die atlantische Frontalzone weitgehend. Nachfolgend kann aber auch nach dem europäischen Wettermodell das Zirkulationsmuster über Mitteleuropa meridionalisieren, so dass in Folge daraus ein kühler und wechselhafter Wettertrend zum 1. Mai zu erwarten ist. Wie kühl? Das Temperaturspektrum liegt am 1. Mai zwischen +3/+23 Grad (Mittelwert: +12/+13 Grad) und am 3. Mai zwischen +7/+21 Grad (Mittelwert: +14/+15 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+10) / normal (+10/+15) / zu warm (>+15) liegen am 1. Mai bei 40/35/25 (gestern: 25/50/25) und am 3. Mai bei 25/30/45. Zusammenfassend zeigt sich am 1. Mai ein vorsichtiger Trend in Richtung normal bis leicht zu kühle Temperaturverhältnisse, welche sich im weiteren Verlauf tendenziell wieder erwärmen können. Das breite Temperaturspektrum der Kontrollläufe zeigt aber auch, dass eine kühlere Wetterphase noch keinesfalls gesetzt ist.

Wetter im Mai 2015 - Wettertrend vom 18. April

  • M. Hoffmann
Ein südwestlich orientiertes Zirkulationsmuster zeigt sich in den Simulationen der Wettermodelle mit höherer Wahrscheinlichkeit als andere Varianten für die letzten April-Tage. Im Zeitraum 29./3. Mai simuliert das amerikanische Wettermodell einen weiterhin kräftigen Zustrom kühlerer Luftmassen zwischen dem östlichen Kanada und Grönland in Richtung Neufundland, bzw. dem Atlantik, so dass die Tiefdruckproduktion auf dem Atlantik intakt bleiben kann. Gleichzeitig mäandrieren die Gradienten zueinander, was ein strammes West-Ost Zirkulationsmuster zunächst einmal weniger wahrscheinlich macht. Stattdessen werden die Gradienten der Systeme zueinander weitläufiger und ihnen geht - vereinfacht ausgedrückt - "die Puste" aus. Woran liegt das? Blickt man auf den Polarwirbel, so erkennt man im Zeitraum vom 21. April bis zum 30. April den Aufbau eines großflächigen Hochdrucksystems, welches sich von Alaska bis über Grönland erstrecken kann, was direkten Einfluss auf die Tiefdruckrinne über Mitteleuropa hat. Die Zugbahn wird mit höherer Wahrscheinlichkeit nicht West-Ost, sondern Südwest-Nordost und zwischen Island - Skandinavien und der Karasee verlaufen. Und welche Auswirkungen kann das auf das Wetter über Mitteleuropa haben? Zunächst ergibt sich unter "normalen" Umständen daraus eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine milde bis warme und leicht wechselhafte Südwestwetterlage, da die Strukturen jedoch mäandrieren können, sind weitere Varianten möglich. Welche wären das? Neben der Südwestwetterlage wäre noch ein südlich orientiertes Muster möglich, wenn sich über dem mitteleuropäischen Raum hoher Luftdruck behaupten und sich zwischen Island und England ein entsprechendes Tiefdrucksystem etablieren kann. Eine weitere Variante ist ein "abtropfendes" Tiefdrucksystem über dem mitteleuropäischen Raum, wenn sich im schwachgradientigen Zustand das Hoch zu weit über dem Atlantik positioniert. Warm, kühl, wechselhaft - was ist am 1. Mai am wahrscheinlichsten? Die Kontrollläufe zeigen - wie bereits gestern - einen mehrheitlichen Trend für wechselhaftes Wetter bei einem weitgehend Jahreszeit-typischen Temperaturmittelwert von +13/+15 Grad - allerdings zeigt sich in den Kontrollläufen noch ein breites Temperaturspektrum von +6/+25 Grad. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+10) / normal (+10/+15) / zu warm (>+15) liegen am 1. Mai bei 25/50/25 (gestern: 40/35/25) und tendiert gegenüber den vergangenen Tagen - zumindest für den Augenblick - in eine sich normalisierende Temperaturentwicklung. Zusammenfassend zeigt sich in den Simulationen der Wettermodelle zum heutigen Stand der Trend für ein leicht wechselhaftes und normal temperiertes Wetter am 1. Mai.

Wetter im Mai 2015 - Wettertrend vom 17. April

  • M. Hoffmann
Weiterhin komplex zeigt sich die Wetterentwicklung in den letzten April-Tagen in den Simulationen der Wettermodelle. Die entscheidende Rolle für eine frühlingshaft milde oder wechselhaft kühle Entwicklung spielt die Verlagerung der Hochdruckposition des bei England befindlichen Hochdrucksystems. In den gängigsten Varianten der Wettermodelle zeigt sich im Zeitraum zwischen dem 24./27. April die Initialisierung einer relativ milden Südwestwetterlage über Deutschland bei einer gleichzeitig ansteigenden Niederschlagserwartung. Im Zeitraum 27. April bis zum 1. Mai simuliert das amerikanische Wettermodell über dem grönländischen Raum ein nach Süden weitreichendes Hochdrucksystem, welches die atlantische Frontalzone weit nach Süden verschieben kann. In Folge dessen kann die Tiefdruckrinne nicht mehr zwischen Neufundland, Island, Skandinavien verlaufen, sondern verlagert sich zwischen Neufundland, England, Deutschland bis über das östliche Skandinavien. Welche Folgen hätte das für das Wetter 1. Mai? So eine südlich verlaufende Frontalzone bringt drei wesentliche Eigenschaften mit sich - teils sehr warmes Vorderseitenwetter, niederschlagsreiches Wetter bei Überquerung und nachfolgend kühleres Rückseitenwetter. Welche der drei Eigenschaften nach der aktuellen Simulation am 1. Mai eintreten mag, steht im Detail noch nicht fest. Welche Varianten sind noch möglich? Das Hochdrucksystem bei England könnte sich in den kommenden Tagen weiter stabilisieren und bis zum 1. Mai eine dominierende Rolle in der Wetterentwicklung spielen - Deutschland würde jedoch zumeist auf der östlichen und damit einer weitgehend trockenen aber mäßig milden Seite der Hochdruckgradienten liegen. In einer weiteren Variante zeigt sich über dem Atlantik eine aufbauende Hochdruckblockade gegenüber der atlantischen Frontalzone, so dass auf der Rückseite des Hochdrucksystems sich tiefer Luftdruck über Mitteleuropa (TM - Tief Mitteleuropa) etablieren kann, was nachfolgend zu einem regnerischen und eher kühlen Wettercharakter führen kann. Das Spektrum an Entwicklungsmöglichkeiten bleibt für das Wetter am 1. Mai noch hoch - wie sieht jedoch der Trend aus? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+10) / normal (+10/+15) / zu warm (>+15) liegen am 1. Mai bei 40/35/25 und tendiert gegenüber den vergangenen Tagen - zumindest für den Augenblick - in eine normale bis kühlere Richtung. Wie kühl? Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe liegt am 1. Mai zwischen +4/+20 Grad bei einem Mittelwert von +10/+11 Grad. Das Langfristmodell simuliert in seiner Wetterprognose für das Wetter im Mai gegenüber den letzten Tagen kaum eine Veränderung. So zeigt die Temperaturabweichung mit -0,5/+0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert einen überwiegend normalen Temperaturverlauf bei einer leicht positiven Niederschlagstendenz über den südlichen Landesteilen. Das Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes simuliert mit einer Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent einen zu kühlen, mit 33 Prozent normalen und 22 Prozent zu warmen Frühlingsverlauf (März-Mai). Blickt man auf den Temperaturdurchschnitt im März 2015, so war dieser mit durchschnittlich +1,7 Grad zu warm, der April zeigt sich aktuell mit einer Abweichung von +0,3 Grad weitgehend durchschnittlich, so dass in Anlehnung der Langfristprognose des Deutschen Wetterdienstes ein normaler bis zu kühler Temperaturverlauf im Mai 2015 zu erwarten ist.

Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2018 +5,3 +1,3 +0,9 20 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +11,44 +2,03 +1,3 615 l/m²

Wetterfakten im Mai

Statistische Wetter­werte für den Mai

  • Das Wetter im Mai ist bekannt dafür, dass es wechselhaft ist und mit zunehmend warmen Temperaturen für Wachstumswetter sorgen kann.
  • Ruhiges Wetter Anfang Mai
  • Sehr häufig wechselhaftes und kühles Wetter im Zeitraum zwischen dem 8. und 18. Mai (Eisheilige).
  • Warmes Hochdruckwetter zumeist zwischen dem 18. und 28. Mai.

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