Wetter März 2026: Zu warm, zu trocken und drittsonnigster März
Das Wetter im März 2024 war rekordwarm und der März 2026 war mit frühlingshaften Temperaturen lange Zeit auf Rekordkurs, bevor ein markanter Wetterwechsel das Wetter normalisierte und nochmals Schnee bis auf die tieferen mittleren Lagen möglich machte.

Ein Major-Warming in Stratosphärenhöhe sorgte Ende Februar für eine Verlagerung des Polarwirbels in Richtung Grönland und Kanada. Damit war klar, dass der Märzwinter kein leichtes Spiel haben wird. Im Gegenteil - über Europa baute sich ein riesiges Blockadehoch auf und dominierte das Wetter in der ersten März-Hälfte mit viel Sonnenschein und trockenem Wetter. Die Temperaturen stiegen kräftig an und sorgten für Tauwetter bis auf die Hochlagen, während über tieferen Lagen die Temperaturen in Richtung der +20 Grad-Marke strebten, was für gewöhnlich erst Mitte April zu erwarten ist.
Doch Mitte März begann sich die Großwetterlage allmählich umzubauen - häufiger gelangten Tiefdrucksysteme nach Deutschland und ermöglichten etwas Niederschlag, bevor zum 25. März ein Temperatursturz die Temperaturen um bis zu 12 Grad nach unten absacken ließ und so den Winter mit einer mancherorts nennenswerten Neuschneedecke bis auf die tieferen mittleren Lagen zurückbrachte.
Daten und Fakten Wetter März 2026
Temperatur
- Durchschnittstemperatur: +6,25 Grad
- Abweichung 1961 und 1990: +2,75 Grad
- Abweichung 1991 und 2020: +1,55 Grad
Regen
- Durchschnittliche Niederschlagsmenge:
35,4 l/m² - Sollwert: 57 l/m²
- Prozentuale Sollerfüllung: 60 Prozent
Sonne
- Durchschnittliche Sonnenscheindauer: 192,8 Stunden
- Sollwert: 111 Stunden
- Prozentuale Sollerfüllung: 174 Prozent
Die Temperaturen im März 2026
Das Wetter im März begann, wie es im Februar endete - ungewöhnlich warm. So konnte die Durchschnittstemperatur mit bis zu +9,5 Grad am 11. März ihren Höhepunkt erreichen. Der zweite Höhepunkt wurde mit +8,9 Grad am 24. März erreicht. Bis dahin gab es nicht einen einzigen normalen oder zu kalten Märztag. Der Frühling setzte bis zum 24. März ein klares Signal, was mit dem 15. März einen verfrühten Vegetationsbeginn zur Folge hatte, der für gewöhnlich erst zum 2. April zu erwarten ist.
Die höchste Temperatur wurde am 7. März mit +19,9 Grad über Michaelstadt (Hessen) erreicht. Der erste Frühsommertag (+20 Grad und mehr) wurde nur knapp verfehlt.
Die tiefste Temperatur wurde abseits der Gebirge am 28. März über Meßstetten-Appental (Baden-Württemberg) registriert. Der Grund für den markanten Rückgang der Temperaturen war ein Vorstoß polarer Luftmassen, welcher mit einem Trog Schnee und Graupel nach Deutschland brachte und dem Frühling einen herben Rückschlag verpasste.
Bodenfrost gab es an 22,5 Tagen (normal: 17,8 Tage), Frosttage, an denen der Tag mit Frost begann, an 11,51 Tagen (normal: 13,9 Tage), und an 0,14 Tagen gab es Eistage (normal: 1,7 Tage). Der Grund für die vergleichsweise hohe Anzahl an Bodenfrosttagen war ein über weite Strecken hochdruckdominiertes Wetter, das in klaren Nächten eine starke Abkühlung ermöglichte.
| Monat | Eistage (Dauerfrost) |
Frosttage (Nachtfrost) |
Bodenfrost | Schneedecke |
|---|---|---|---|---|
| März | 0,14 (1,7) Tage | 11,5 (13,9) Tage | 22,5 (17,8) Tage | 0,63 (5,9) Tage |
Das Wetter im März war deutlich zu warm
Am Ende brachte es der März auf eine durchschnittliche Temperatur von +6,25 Grad und war gegenüber dem vieljährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 um +2,75 Grad deutlich zu warm (91/20: +1,55 Grad).
Das wärmste Bundesland im Vergleich zu 1961 bis 1990 war mit einer Abweichung von +3,6 Grad Schleswig-Holstein, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (+3,5 Grad), während Baden-Württemberg mit einer Anomalie von +1,9 Grad etwas frischer ausfiel.
| Bundesland | Abweichung Temperatur (61/90) |
|---|---|
| Hamburg | +3,7 Grad |
| Schleswig-Holstein | +3,6 Grad |
| Mecklenburg-Vorpommern | +3,5 Grad |
| Bremen | +3,5 Grad |
| Berlin | +3,5 Grad |
| Niedersachsen | +3,3 Grad |
| Brandenburg | +3,1 Grad |
| Nordrhein-Westfalen | +3,1 Grad |
| Sachsen-Anhalt | +3,0 Grad |
| Sachsen | +2,9 Grad |
| Thüringen | +2,8 Grad |
| Rheinland-Pfalz | +2,8 Grad |
| Saarland | +2,7 Grad |
| Hessen | +2,6 Grad |
| Bayern | +2,0 Grad |
| Baden-Württemberg | +1,9 Grad |
Der Regen im März: deutlich zu trocken, Dürrephase und hohe Waldbrandgefahr
Die Hochdruckdominanz war für das Wetter im März prägend. Mit viel Sonnenschein und ungewöhnlich hohen Temperaturen blieb der Niederschlag zunächst aus und führte so über weite Strecken zu trockenem Wetter. Niederschlagszeiträume gab es vom 10. bis 16. März und vom 25. bis 31. März.
Die höchste Niederschlagsmenge binnen 24 Stunden wurde am 25. März mit 41,5 l/m² über Seebach (Schwarzwald; Baden-Württemberg) registriert. Die geringste Niederschlagsmenge wurde mit nur 1,9 l/m² über Neutrebbin (Brandenburg) gemessen. Es gab also Landstriche in Deutschland, in denen seit Mitte Februar kein nennenswerter Niederschlag mehr gefallen war. Die höchste Niederschlagsmenge im gesamten März wurde mit 133,4 l/m² ebenfalls über Seebach verzeichnet.
Blickt man auf die Bundesländer, so war mit einer Sollerfüllung von 89,8 Prozent Nordrhein-Westfalen das nässeste
und mit 43,2 Prozent Brandenburg das trockenste
Bundesland im März. Insgesamt waren die östlichen Bundesländer teils erheblich zu trocken. Infolgedessen erreichte die Waldbrandgefahr bereits früh im Jahr die Stufe 4 von 5.
Regentage mit mehr als 1 l/m² Niederschlag gab es an 8 Tagen (normal: 10,7 Tage).
Trockenes Märzwetter
Am Ende brachte es der März auf eine Niederschlagssumme von 35,4 l/m², was einer Sollerfüllung von 60 Prozent entspricht.
Schneefall im März
Ende März gab es einen Durchbruch polarer Luftmassen, wodurch die Schneefallgrenze kurzzeitig bis auf die tieferen mittleren Lagen und für einen Moment sogar bis in tiefere Gebiete absinken konnte. So wurde am 27. März in Lienen-Kattenvenne (Nordrhein-Westfalen; 55 über NN) eine Schneedecke von 1 cm gemessen. Deutlich mehr gab es mit 15 cm und mehr in Höhenlagen oberhalb von etwa 600 Meter. In Kreuth-Glashütte (897 über NN) gab es am 31. März eine Schneedecke von 47 cm. Im Durchschnitt wurde eine mittlere Schneehöhe von 0,19 cm registriert und an 0,5 Tagen lag eine in der Fläche gemittelte Schneedecke (normal: 5,9 Tage).
| Bundesland | Sollerfüllung Regen (61/90) |
|---|---|
| Bremen | 97,3 % |
| Nordrhein-Westfalen | 89,8 % |
| Hamburg | 85,0 % |
| Niedersachsen | 83,3 % |
| Schleswig-Holstein | 77,9 % |
| Baden-Württemberg | 65,9 % |
| Saarland | 64,4 % |
| Mecklenburg-Vorpommern | 61,6 % |
| Rheinland-Pfalz | 60,4 % |
| Hessen | 59,9 % |
| Thüringen | 59,6 % |
| Sachsen-Anhalt | 52,0 % |
| Bayern | 49,7 % |
| Sachsen | 48,6 % |
| Brandenburg | 43,2 % |
| Berlin | 32,8 % |
Der Sonnenschein im März 2026 – drittsonnigster März seit Messbeginn
Dass der März von einem Hochdrucksystem dominiert wurde, zeigte sich auch in der Sonnenscheindauer, die - nach 2022 und 2025 - so hoch war wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Während der Süden Deutschlands häufiger mal eingetrübt wurde, gab es nördlich einer Linie vom Schwarzwald bis Regensburg überproportional viel Sonnenschein. Das führte am Ende zu einer durchschnittlichen Sonnenscheindauer von 192,88 Stunden. Das entspricht einer Sollerfüllung von rund 174 Prozent und sicherte dem März den dritten Platz unter den sonnigsten Märzmonaten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Top 10 der sonnigsten März-Jahre
| März | Sonnenstunden | Sollerfüllung |
|---|---|---|
| 2022 | 234,9 Stunden | 210 Prozent |
| 2025 | 199 Stunden | 179 Prozent |
| 2026 | 192,8 Stunden | 174 Prozent |
| 1953 | 192,2 Stunden | 171 Prozent |
| 2011 | 188,0 Stunden | 168 Prozent |
| 2014 | 181,8 Stunden | 163 Prozent |
| 2020 | 174,8 Stunden | 157 Prozent |
| 1949 | 171,8 Stunden | 155 Prozent |
| 2003 | 171,4 Stunden | 153 Prozent |
| 1948 | 171,3 Stunden | 153 Prozent |
Auf die Bundesländer bezogen, gab es über Niedersachsen mit 212 Sonnenstunden den meisten Sonnenschein, während es mit 185 Stunden über Baden-Württemberg öfter mal trüb blieb.
Den meisten Sonnenschein mit 222 Stunden gönnte sich Gollhofen (Bayern), während über Wolfach mit gerade einmal 95,1 Stunden der Sonnenschein häufiger eingetrübt wurde.
| Bundesland | Sollerfüllung Sonnenscheindauer (61/90) |
|---|---|
| Bremen | 200,8 % |
| Hamburg | 191,6 % |
| Nordrhein-Westfalen | 188,9 % |
| Niedersachsen | 187,0 % |
| Thüringen | 185,9 % |
| Sachsen-Anhalt | 185,2 % |
| Hessen | 178,6 % |
| Mecklenburg-Vorpommern | 178,1 % |
| Sachsen | 178,0 % |
| Berlin | 176,1 % |
| Brandenburg | 173,3 % |
| Schleswig-Holstein | 172,4 % |
| Rheinland-Pfalz | 171,8 % |
| Saarland | 165,4 % |
| Bayern | 159,2 % |
| Baden-Württemberg | 157,0 % |
Weitere Zahlen, Daten und Fakten finden Sie auf der Übersichtsseite zum Wetter März.
Auf den nachfolgenden Seiten erfahren Sie, wie sich das Wetter April 2026 und im Frühling und Sommer 2026 entwickeln kann.
Wetterdaten März 2026
Top-10 Extremwerte März 2026
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Wert Datum Station Bundesland 19,9 07.03.2026 Michelstadt Hessen 19,8 08.03.2026 Trier-Zewen Rheinland-Pfalz 19,8 10.03.2026 Lippstadt-Bökenförde Nordrhein-Westfalen 19,8 10.03.2026 Michelstadt Hessen 19,7 07.03.2026 Weiskirchen - Saar Saarland 19,7 10.03.2026 Kitzingen Bayern 19,6 06.03.2026 Bochum Nordrhein-Westfalen 19,6 08.03.2026 Bochum Nordrhein-Westfalen 19,6 08.03.2026 Köln - Bonn Nordrhein-Westfalen -2,6 31.03.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -17,5 27.03.2026 Zugspitze Bayern -15,5 28.03.2026 Oberstdorf Bayern -12,1 28.03.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg -11,0 28.03.2026 Oy-Mittelberg-Petersthal Bayern -10,8 28.03.2026 Mittenwald-Buckelwiesen Bayern -8,3 27.03.2026 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg -8,3 28.03.2026 Lenzkirch-Ruhbühl Baden-Württemberg -8,2 28.03.2026 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen -8,0 28.03.2026 Carlsfeld Sachsen -7,7 28.03.2026 Großer Arber Bayern -
Wert Datum Station Bundesland 41,5 25.03.2026 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg 35,2 25.03.2026 Utzenfeld Baden-Württemberg 35,0 25.03.2026 Wertach-Bichel Bayern 34,4 11.03.2026 Bernau-Goldbach Baden-Württemberg 33,9 26.03.2026 Garmisch-Partenkirchen (Kanker) Bayern 33,7 25.03.2026 Vöhrenbach-Urach Baden-Württemberg 33,3 25.03.2026 Balderschwang Bayern 32,0 25.03.2026 Aschau-Stein Bayern 31,6 11.03.2026 Utzenfeld Baden-Württemberg 31,0 25.03.2026 Pfronten-Rehbichel Bayern -
Wert Station Bundesland 133,4 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg 128,5 Balderschwang Bayern 128,3 Obere Firstalm - Schlierseer Berge Bayern 127,4 Vöhrenbach-Urach Baden-Württemberg 119,8 Oberstdorf-Rohrmoos Bayern 119,7 Jachenau-Tannern Bayern 119,2 Bernau-Goldbach Baden-Württemberg 113,9 Utzenfeld Baden-Württemberg 110,5 Oberstdorf-Birgsau Bayern 109,3 Aschau-Stein Bayern -
Wert Station Bundesland 0,0 Lehrte-Sievershausen Niedersachsen 0,0 Schwaan-Bandow Mecklenburg-Vorpommern 1,9 Neutrebbin Brandenburg 4,4 Berlin-Köllnische Heide Berlin 5,4 Berlin-Köpenick-Müggelheim Berlin 5,5 Berlin-Britz Berlin 5,9 Schiffmühle-Neutornow Brandenburg 6,1 Schönbeck Mecklenburg-Vorpommern 6,2 Berlin-Marzahn-Bürknersfelde Berlin 6,3 Berlin-Hessenwinkel Berlin -
Wert Datum Station Bundesland 123,5 13.03.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 115,6 25.03.2026 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg 114,1 25.03.2026 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 108,7 25.03.2026 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen 104,8 25.03.2026 Leuchtturm Kiel Schleswig-Holstein 103,3 29.03.2026 Föhr Schleswig-Holstein 100,8 19.03.2026 Hornisgrinde Baden-Württemberg 100,8 25.03.2026 Borkum-Süderstraße Niedersachsen 97,6 25.03.2026 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 97,2 25.03.2026 UFS Deutsche Bucht Hamburg -
Wert Station Bundesland 222,0 Gollhofen Bayern 221,6 Osterfeld Sachsen-Anhalt 221,1 Ergersheim-Neuherberg Bayern 221,1 Walldürn Baden-Württemberg 220,9 Niederstetten Baden-Württemberg 220,0 Naumburg - Saale-Kreipitzsch Sachsen-Anhalt 219,8 Zeitz Sachsen-Anhalt 219,7 Berlin-Dahlem (FU) Berlin 219,7 Buchen, Kr. Neckar-Odenwald Baden-Württemberg 219,5 Chemnitz Sachsen -
Wert Station Bundesland 95,2 Wolfach Baden-Württemberg 121,2 Mittenwald - Obb. Bayern 145,0 Elzach-Fisnacht Baden-Württemberg 148,8 Halblech-Bayerniederhofen Bayern 154,5 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg 155,9 Glücksburg-Meierwik Schleswig-Holstein 156,2 Baden-Baden-Geroldsau Baden-Württemberg 156,3 Leck Schleswig-Holstein 156,8 Buchenbach Baden-Württemberg 159,5 Schönhagen (Ostseebad) Schleswig-Holstein
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im März 2026 beträgt 6,2 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 2,7 °C (91/20 1,5 °C). Am 07.03.2026 konnte mit 19,9 °C über Michelstadt (Hessen) die höchste und am 27.03.2026 mit -17,5 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 7,9 °C Bremen. Frischer ist der März 2026 mit einem Durchschnittswert von 5,1 °C bisweilen über Bayern.
Im März 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 35,4 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 60 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 8 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 192,0 Stunden ihren Sollwert von 111,3 Stunden zu 172 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 222,0 Stunden über der Gollhofen (Bayern). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 95,2 Stunden über der Wolfach (Baden-Württemberg).











