Märzwetter: Polarluft rauscht nach Süden - ab den mittleren Lagen winterliche Wetterverhältnisse möglich
Eine turbulente Zeit steht bevor. Zunächst sorgt eine Luftmassengrenze für hohe Temperaturen über dem Süden, während es über dem Norden weiter abkühlt. Ab der Wochenmitte erreicht die polare Höhenkälte auch den Süden und lässt die Schneefallgrenze absinken, was mithilfe eines Vb-Tiefs über dem Süden von Baden-Württemberg und Bayern ab den mittleren Lagen für winterliche Wetterverhältnisse sorgen kann.
Bei starker bis wechselnder Bewölkung gibt es heute immer wieder Schauer, deren Schwerpunkt über Teilen von Nordrhein-Westfalen, dem südlichen Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und Hessen sowie zum Abend auch über Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern liegen kann. Lokal können sich Gewitter entladen (Gewitterradar). Zwischen den Schauern sind immer wieder sonnige Momente möglich. Die Temperaturen erreichen +10 bis +15 Grad und können in Schauernähe auf bis zu +7 Grad absinken.
Der März mit absinkender Schneefallgrenze
Am 12. und 13. März (Mi. und Do.) gerät Deutschland zunehmend in die Rückseitenströmung eines nach Osten abziehenden Tiefdruckausläufers. Erreichen die Temperaturen am Mittwoch über den östlichen Landesteilen noch bis zu +15 Grad, so kühlt es weiter nach Westen auf +5 bis +10 Grad ab und bis Donnerstag auf +4 bis +8 Grad, örtlich sogar auf bis zu +2 Grad ab. Dazu gibt es bei überwiegend starker Bewölkung zeitweilige Schauer, die südlich einer Linie vom Saarland bis Berlin kräftiger ausfallen können. Je nach Intensität können die Schauer bis in tiefere Lagen als Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer auftreten. Kurze Graupelgewitter sind nicht auszuschließen. Die Schneefallgrenze sinkt allmählich auf 500 bis 900 Meter. Winterliche Wetterverhältnisse sind ab den mittleren Lagen möglich. Der Wind weht schwach, phasenweise auch böig, aus nördlichen bis westlichen Richtungen.
Vb-Wetterlage kann über dem Süden für ergiebigen Niederschlag sorgen
Ob es so kommt, bleibt abzuwarten und hängt stark davon ab, in welcher Form und mit welcher Intensität eine polare Luftmasse zwischen England und Deutschland nach Süden vordringt. Nach aktuellem Stand ist es nicht auszuschließen, dass der Kaltluftvorstoß ein Tief über der Mittelmeerregion intensiviert und die Niederschlagsfront am 14. und 15. März (Fr. und Sa.) über die Alpen nach Baden-Württemberg und Bayern schwappt. Gelingt dies, so ist südlich einer Linie von Stuttgart und München mit länger andauerndem und nach Osten hin auch mit ergiebigem Dauerniederschlag zu rechnen, der bei Temperaturen von +2 bis +6 Grad oberhalb von etwa 500 bis 800 Metern in Form von Schnee fällt und so für nennenswerten Neuschneezuwachs sorgen kann. Weiter nördlich lässt die Niederschlagstätigkeit nach und geht in Schauer über. Nördlich einer Linie von Münster bis Berlin zeigt sich häufiger die Sonne, und die Temperaturen steigen auf bis zu +8 Grad.
Nordwind und zunehmende Sonnenscheindauer
Ein Hochdrucksystem dehnt sich am 16. März (So.) über Deutschland aus. Die Niederschlagstätigkeit lässt nach, und nach Nebelauflösung ist ein zunehmend sonniger und trockener Märztag zu erwarten. Der Wind weht phasenweise böig aus nördlichen Richtungen, und die Temperaturen pendeln sich nach einer teils frostigen Nacht auf +5 bis +10 Grad ein. Bei längerer Sonnenscheindauer sind bis zu +12 Grad möglich, während bei zähem Nebel die +5-Grad-Marke kaum überschritten wird.

- 13:00 Uhr: Aktualisierung - Steht der Frühling kurz vor seinem Durchbruch?
