Wetter März 2021 Wettervorhersage vom 16.02.2021 - Comeback des Winters im März?

Gelingt dem Winter ein Comeback im März?
Gelingt dem Winter ein Comeback im März?

Der Frühling setzt sich zum Wochenende durch und dominiert das Wetter über Deutschland mit außergewöhnlich hohen Temperaturen. Doch für das Wetter im März zeichnet sich ein Wetterumschwung ab, der unter bestimmten Voraussetzungen den Winter nach Deutschland zurückbringen kann.

Frühlingshaft mild wird mit Werten von +10 bis +15 Grad und örtlich bis +18 Grad das kommende Wochenende ausfallen und bei wechselnder Bewölkung zeigt sich häufiger die Sonne, was insbesondere über Baden-Württemberg und Bayern zu längeren sonnigen Abschnitten führen kann.

Tauwetter bis auf die Hochlagen

Verantwortlich für den fulminanten Warmluftschub ist die Kombination aus einem Hoch über Deutschland und einem Tief, dass von Island in Richtung Skandinavien zieht. Das Hoch füllt sich von oben herab mit warmen Luftmassen auf und lässt die Werte in 1.400 Meter Höhe auf +8 bis +12 Grad ansteigen. Bei Taupunktwerte von +6 bis +10 Grad kann man dem Schnee regelrecht beim Tauen zuschauen und unterhalb der mittleren Lagen wird davon zum Wochenende nichts mehr übrig sein. Mehr dazu: Wetter Februar 2021.

Ein Hochdrucksystem sorgt über Deutschland für eine ungewöhnliche Wärmeentwicklung
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Ein Hochdrucksystem sorgt über Deutschland für eine ungewöhnliche Wärmeentwicklung
© www.meteociel.fr

Wie wird das Wetter im März?

Auf der oben stehenden Wetterkarte kann man gut erkennen, dass das Hoch im Ansatz zwar eine Omegastruktur aufweist, diese aber nicht zum Tragen kommt und nach Norden instabiler wird. Das Hoch verliert bereits zum Wochenende an Stabilität und auf dem Atlantik erkennt man den absoluten Willen der atlantische Frontalzone, sich nach Skandinavien durchzusetzen. Das sind die Rahmenbedingungen, die das Wetter im März werden beeinflussen können.

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Die atlantische Frontalzone stößt in Richtung Skandinavien vor

Nach dem milden Wochenende setzt die atlantische Frontalzone alles daran, Skandinavien zu erreichen, doch der Hochdruckkeil stellt sich in den Weg und blockiert dieses Vorhaben zunächst.

Noch wärmer

Infolge dieser Blockadehaltung werden noch mildere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz geführt, was zwischen dem 22. und 25. Februar zu Tageshöchstwerten von +10 bis +15 Grad und örtlich bis +18 Grad führen kann. Über Teile von Baden-Württemberg und Bayern werden weiterhin Höchstwerte von bis +22 Grad berechnet. Das wäre dann frühsommerlich warm.

Was man aber in der Wetterprognose der beidem Vorhersage-Modell erkennen kann, ist die unterschiedliche Beurteilung der Großwetterlage ab dem 24. Februar. Nach der Wettervorhersage der Amerikaner kommt die atlantische Frontalzone deutlich schneller nach Skandinavien voran, als es die Europäer berechnen.

Der Höhepunkt der Hitzewelle könnte zum 24. Februar erreicht sein
Wetterprognose nach dem europäischen (li.) und amerikanischen (re.) Wettermodell: Der Höhepunkt der Milderung könnte zum 24. Februar erreicht sein
© www.meteociel.fr

Arctic Outbreak bleibt für den März ein Thema

Wie schnell das Wetter in Richtung Winter kippen kann, zeigten die Prognosen des amerikanischen Wettermodells in den letzten Stunden, die heute nochmals bekräftigt wurden.

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Winterlich kalter Start in den März

Die atlantische Frontalzone setzt sich Ende Februar über Skandinavien durch, während das Hoch nach Westen ausweicht und sich zwischen Skandinavien und Island positioniert. Gleichzeitig strebt das Hoch weiter in den Polarwirbel hinein und regt Anfang März einen Polarwirbelsplit an. Am östlichen Hochdruckgradienten werden kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt.

Die Tageshöchstwerte können vom 1. bis 3. März auf -5 bis +0 Grad zurückgehen, Niederschläge gehen in Schnee über und bis auf tiefere Lagen herab kann sich eine Schneedecke ausbilden. Details aber bleiben grundsätzlich abzuwarten. Zunächst einmal muss es zu dem Polarwirbelsplit mit dem nachfolgenden Arctic Outbreak kommen.

Kaltstart in den März 2021: Der Arctic Outbreak wird erneut berechnet
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Kaltstart in den März 2021: Der Arctic Outbreak wird erneut berechnet
© www.meteociel.fr

Was für Anfang März wahrscheinlich ist

Allein der Umstand, dass die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells nun seit einigen Läufen den Arctic Outbreak mehr oder minder kräftig berechnet, sollte Freunde des Frühlingswetters vorsichtig werden lassen. Allzu gerne kommt es im Verlauf es März zu Kaltluftausbrüchen, die über Deutschland zu einem winterlichen Intermezzo führen können, selten aber von langer Dauer sind.

Die Chancen für den Märzwinter steigen

Ein weiteres Indiz für einen nasskalten bis winterlichen Start in den März sind die Kontrollläufe, die in den letzten 24 Stunden im Wettertrend kühler geworden sind. Die Wärmeblase erreicht zum 22. Februar ihren Höhepunkt und normalisiert sich bis Ende Februar. Anfang März pendelt sich der Mittelwert der Kontrollläufe auf Temperaturen zwischen +2 bis +5 Grad ein, was einem nasskalten Temperaturcharakter entspricht und für die Jahreszeit absolut typisch ist. Allerdings zeigt sich in den Kontrollläufen auch eine Zunahme der winterlich kalten Varianten. Anders formuliert ist es deutlich zu früh, um einen nachhaltigen Durchbruch des Frühlings auszurufen.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
22. Februar +7 bis
+19 Grad
+12 Grad bis
+15 Grad
26. Februar -2 bis
+15 Grad
+6 bis
+8 Grad
3. März -4 bis
+13 Grad
+3 bis
+5 Grad
Diagramm Temperaturen März 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2021 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

Eine nasskalte Temperaturentwicklung ist für den März 2021 wahrscheinlicher geworden und winterliche Optionen sind nicht auszuschließen. Ob sich dieser Wettertrend im Tagesverlauf bestätigt hat, erläutern wir heute Abend gegen 20:30 Uhr in einer Aktualisierung der Winterprognose.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,38 +0,87 -0,28 647 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten März

Statistische Wetterwerte für März

Das Wetter im März befindet sich häufig in der Übergangsphase von kalt zu mild. Entsprechend verhält sich das Wetter - teils auch schon turbulent.

  • Die erste März-Hälfte meist noch kalt mit Neigung zum März-Winter
  • Frühlingshafte Temperaturen meist zwischen dem 17.-25. März
  • Vom 25. März an oftmals erneuter Kaltlufteinbruch mit Schnee- oder Graupelschauer (Ostern im Schnee)
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit zu skandinavischen Hochdruckgebieten zwischen dem 10.-23. März

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