Bis einschließlich dem 28. Februar verbleibt Deutschland im Einflussbereich kalter Luftmassen arktischen Ursprungs. So erreichen die Tageshöchstwerte über dem Süden -9 bis -5 Grad und über dem Norden -5 bis -1 Grad. Insbesondere über dem nördlichen Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und dem nördlichen Brandenburg sind bei starker bis wechselnder Bewölkung immer wieder Schneeschauer zu erwarten, welche sich über den Küstenregionen von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern auch verstärken und länger andauern können. Weiter südlich bleibt es die meiste Zeit über trocken und häufiger kommt die Sonne zum Vorschein. In den Nächten können die Tiefstwerte auf -13 bis -5 Grad absinken und über Schnee sind über dem Süden auch bis -20 Grad möglich!

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Meteorologisches Winterfinale: Schneeprognose

Neuschnee ist etwa nördlich einer Linie von Köln und Berlin zu erwarten. Direkt an den Küsten sind 8 bis 15 cm, örtlich bis 20 cm und weiter südlich 0 bis 5 cm möglich.

Wetter März 2018: Umstellung der Großwetterlage

Verantwortlich für die Kälte ist ein Hochdrucksystem zwischen Grönland und Skandinavien, welches im Verbund mit einem Tiefdrucksystem über der östlichen Mittelmeerregion kalte Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führt. Anfang März 2018 verlagert das Hochdrucksystem seine Achse von Nord-Süd auf Ost-West und schürt damit den Nachschub an kalten Luftmassen ab. Gleichzeitig gelingt es den südlich gelegenen Tiefdrucksystemen über den Azoren weiter nach Osten voranzukommen.

Tauwetter kündigt sich in den ersten März-Tagen an
Tauwetter kündigt sich in den ersten März-Tagen an

Rasche Milderung zum Start in den ersten Frühlingsmonat März?

Da sich Tiefdrucksysteme gegen den Uhrzeigersinn drehen, können Anfang März auf der Vorderseite sehr warme Luftmassen nach Norden geführt werden. So verdichtet sich am 1. März die Bewölkung von Südwesten und zum Nachmittag können schon die ersten Niederschläge erwartet werden. Das Tief führt zunächst in der Höhe mildere Luftmassen über die Alpen, welche sich aber noch nicht in den tiefer gelegenen Lagen durchsetzen können. So bleibt es am 1. März mit Werten von -6 bis 0 Grad (über dem Norden -9 bis -5 Grad) in ganz Deutschland noch winterlich kalt. In welcher Form aber die Niederschläge über dem Süden niedergehen werden, bleibt noch abzuwarten. Sowohl Schneefall, als auch Eisregen, gefr. Regen oder nur Regen wären möglich. Der Wind frischt stark bis mäßig auf und kommt aus östlichen Richtungen.

Am zweiten Märztag schon zweistellige Plusgrade?

Das amerikanische Wettermodell ist mit einer Milderung recht forsch, dennoch zeigt es mit seiner Simulation, wie schnell das Wetter vom Hochwinter in eine milde Wetterlage umschwenken kann. So werden die Tageshöchstwerte über dem Süden zwischen +5 bis +9 Grad und über dem Norden zwischen -7 bis 0 Grad berechnet. Örtlich können über dem äußersten Südwesten auch die +10 Grad Marke erreicht werden. Die Luftmassengrenze verläuft voraussichtlich zwischen Münster und dem Bayerischen Wald. Bei starker bis wechselnder Bewölkung ziehen von Südwesten und Westen Niederschläge nach Deutschland, welche über dem Süden meist in Form von Regen und weiter nach Norden sind so gut wie alle Niederschlagsformen möglich. Der Wind kommt über dem Süden schwach aus unterschiedlichen Richtungen, frischt nach Norden auf und dreht auf östliche Richtungen.

Der März wird noch etwas milder

Am 3. und 4. März positioniert sich das Tiefdrucksystem zwischen England und den Azoren. Somit können aus südwestlichen Richtungen weiterhin sehr warme Luftmassen aus Afrika bis über die Alpen nach Deutschland geführt werden. Die Temperaturen können bei einem wechselhaften und unbeständigen Wettercharakter bis zum Sonntag, den 4. März auf +7 bis +13 Grad über dem Süden und +2 bis +6 Grad über dem Norden ansteigen. Die Schneefallgrenze steigt bis in die höhere Lagen an. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus südlichen Richtungen und Sonnenschein ist bei überwiegend starker Bewölkung nur für kurze Zeit zu erwarten.

Nimmt man den Tiefstwerte Ende Februar von möglichen -20 Grad in der Nacht und den simulierten Höchstwert von +13 Grad am 4. März, so wäre das eine Temperaturdifferenz von 33 Grad binnen weniger Tage! Wie sich das Wetter im März weiter entwickeln kann, klären wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Frühling und Sommer 2018, welche heute Abend gegen 20:00 Uhr nochmals aktualisiert wird.

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