Unbeständig und mild, so geht der Winter zum heutigen Stand mit dem Rosenmontag und Dienstag wohl zu Ende. Zuvor wird es aber am heutigen Donnerstag und auch am Freitag noch einmal richtig turbulent zur Sache gehen, bei dem der Wind mit teils orkanartigen Windböen die Hauptrolle spielen kann. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sind vor allem in der Nacht auf Freitag und auch am Freitag tagsüber teils bis in tiefere Lagen möglich - örtliche Gewitter sind dabei nicht auszuschließen (Details s. Wetter Winter).

Für Anfang März berechnen die Wettermodelle eine weitgehend übereinstimmende Großwetterlage. So liegt im Bereich zwischen Skandinavien, England und Deutschland ein Tiefdruckkomplex, welcher mäßig kalte Luftmassen nach Deutschland führen kann. So ist demnach am 1. März mit weiteren Niederschlägen zu rechnen, welche bei Temperaturen von +1/+8 Grad oberhalb etwa 500-700 Meter in Schnee übergehen können. Anders formuliert kann der Start in den März zum heutigen Stand nasskalt ausfallen. Daran ändert sich am 2. März nur wenig, so dass bei leicht ansteigenden Temperaturen weiterhin mit Niederschlägen gerechnet werden kann.

Im Zeitraum vom 3./4. März differenzieren sich die Wettermodelle zunehmend, haben aber in etwa den gleichen Wettercharakter zur Folge. So strebt nach dem europäischen Wettermodell bis zum 4. März von der Mittelmeerregion aus ein Hochdruckkeil über das östliche Europa und reicht bis zum Kontinentalhoch über dem westlichen Russland. Gleichzeitig positioniert sich aber die atlantische Frontalzone mit einem Zentraltief zwischen Island und England. Deutschland, die Schweiz und Österreich liegen somit zwischen den Fronten in einer mäßig milden Südanströmung der Luftmassen bei einer leicht erhöhte Niederschlagsneigung.

Das amerikanische Wettermodell berechnet den Hochdruckaufbau über Osteuropa weiter östlich, so dass die atlantische Frontalzone mehr Einfluss auf das Wetter über Mitteleuropa haben kann. Nichtdestotrotz gelangt auch nach diesen Berechnungen Deutschland auf die milde Vorderseite der Tiefdrucksysteme, was die Temperaturen bis zum 4. März durchaus auch in den frühlingshaften Bereich ansteigen lassen könnten. Wie warm kann es werden? Berechnet werden bspw. am 4. März Werte zwischen +10/+17 Grad.

Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich den für die Jahreszeit leicht zu kalten Start in den März und eine zaghafte Milderung bis zum 4. März. Man darf also noch skeptisch sein, ob die milde Frühlingsluft sich so rasch wie nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells durchsetzen kann. Der Hauptlauf des amerikanischen Modells ist zudem einer der wärmsten Varianten und weicht um knapp 6 bis 8 Grad vom Mittelwert ab. Mit anderen Worten ist ein Jahreszeit-typischer Start in den ersten März-Tagen wahrscheinlicher als andere Varianten. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 18:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter Frühling und Sommer 2017.

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