Heute Nachmittag bestätigte das amerikanische Wettermodell eine recht turbulente Wetterphase im Zeitraum vom 19./25. Februar, bei der sog. Randtiefentwicklungen mit Potential für Starkwindereignisse möglich und zwischenzeitlich auch wahrscheinlich geworden sind. Schnee-, Schneeregen- und Graupelschauer sind vom 24./25. Februar teils bis in tiefere Lagen möglich. Darüber hinaus breitet sich ein Hochdruckkeil des Azorenhochs in Richtung Mitteleuropa aus, so dass sich das Wetter bis Ende Februar wieder beruhigen könnte.

Das Hochdrucksystem kann sich nach diesen Berechnungen bis zum 1. März über das östliche Skandinavien positionieren und über das östliche Europa und die Mittelmeerregion eine Hochdruckbrücke zum Azorenhoch aufbauen. Zur gleichen Zeit aber bleibt die atlantische Frontalzone aktiv, so dass Deutschland, Österreich und die Schweiz Anfang März in den Zustrom milder und zunehmend auch feuchter Luftmassen aus südlichen bis südwestlichen Richtungen gelangen kann. Im weiteren Verlauf kann sich die atlantische Frontalzone bis zum 3./4. März wieder über Mitteleuropa durchsetzen.

So zeigt sich in den Simulationen mit dem Hoch über Skandinavien durchaus die Erhaltungsneigung, jedoch scheint der Ansturm der Tiefdrucksysteme aus dem Westen Anfang März stärker zu sein, so dass ein Ausgleichsverhalten durchaus möglich erscheint. Kurz zu Erklärung: nach einer längeren Hochdruckphase (Erhaltungsneigung) folgt häufiger eine länger andauernde Tiefdruckphase nach (Ausgleichsverhalten) und umgekehrt.

Betrachtet man die Kontrollläufe, so wird im Zeitraum vom 20./27. Februar eine erhöhte Niederschlagsneigung berechnet, welche vom 28. Februar bis zum 1. März eine nachlassende und vom 1./4. März wieder eine ansteigende Tendenz aufweist. Das Temperaturspektrum liegt am 1. März zwischen -4/+17 Grad (Mittelwert: +8/+10 Grad) und am 4. März zwischen -1/+15 Grad (Mittelwert: +6/+8 Grad). Der Mittelwert des Temperaturspektrums liegt somit knapp über dem Jahreszeit-typischen Wert im leicht zu milden Bereich.

Das Langfristmodell berechnet den März in seinem heutigen Wettertrend mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,5/+2 Grad in weiten Teilen von Deutschland zu mild, bzw. zu warm. In der Niederschlagsentwicklung zeigen sich keine besonderen Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert.

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