Für die ersten März Tage simulieren die Wettermodelle weiterhin eine aktiv dynamische Wetterlage über Mitteleuropa. Wie dynamisch diese verlaufen kann hängt im Wesentlichen davon ab, wie sich das Azorenhoch positionieren wird. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so liegt das Hochdruckgebilde Anfang März zwischen Neufundland, den Azoren bis über die Mittelmeerregion. Nördlich davon erstreckt sich ein kräftiges Tiefdrucksystem von Kanada über Grönland und Island bis nach Skandinavien. Der sog. atlantischen Frontalzone gelingt es nach dieser Simulation sich weiter nach Süden auszuweiten, so dass Deutschland in den gradientenstarken Bereich gelangen kann. In Folge daraus würde das Wetter am 1./2. März mit einer kräftigen Südwestströmung etwas milder aber auch wechselhafter werden. Starkwindereignisse sind auch zum heutigen Stand nicht auszuschließen und gegenüber gestern sogar etwas wahrscheinlicher geworden (30-70 km/h, über exponierten Lagen und entlang der Küste auch bis 70-100 km/h möglich). Im Zeitraum zwischen dem 2./5. März verlagert sich der hohe Luftdruck weiter nach Osten und "drückt" von Süden her gegen das sich über Skandinavien etablierte Tiefdrucksystem, was in weiterer Abfolge einen windigen und zunehmend auch nasskalten Wettercharakter zur Konsequenz hätte. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so liegt das Azorenhoch in einer nördlicheren Position und verläuft mit seiner südlichen Hochdruckachse über das Mittelmeer und Osteuropa und kann zum 2. März eine labile Hochdruckbrücke zum Kontinentalhoch aufbauen. Im Grunde ist diese Simulation der des amerikanischen Wettermodell sehr ähnlich, jedoch hat diese Verschiebung der Systeme im Detail andere Auswirkungen zur Folge. Die atlantische Frontalzone kann sich demnach nicht so dynamisch wie nach dem amerikanischen Wettermodell durchsetzen, so dass Starkwindereignisse weniger wahrscheinlich sind. Auch die milden Phasen am 1./2. März kommen auf der Vorderseite des Tiefdrucksystems kaum zustande, so dass der Temperaturcharakter bei wechselhaften Wetter überwiegend nasskalt bis mäßig mild bleiben kann. Im Zeitraum 2./5. März simuliert das europäische Wettermodell einen grundsätzlich anderen Ansatz, als das amerikanische Wettermodell. Das Tiefdrucksystem positioniert sich über Skandinavien und das Hoch weicht nach Westen aus. Somit ist der Grundstein für eine meridionale Ausrichtung des Zirkulationsmusters gelegt, was einen weiterhin wechselhaften und nasskalten Witterungsabschnitt bis zum 5. März zur Folge haben kann. Zusammenfassend: wechselhaft, teils windig am 1./2. März und bis zum 5. März in der Tendenz eine abnehmende Niederschlagsneigung, jedoch in Schauerform weiterhin möglich. Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe schwankt bspw. am 1. März zwischen +1/+10 Grad (Mittelwert: +4/+7 Grad) und am 5. März zwischen +1/+10 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad), zeigt jedoch mit seinen Mittelwerten einen überwiegend nasskalten Temperaturverlauf. Die Höhentemperaturen (1.200-1.600 Meter Höhe) schwanken zwischen -4/-10 Grad, so dass die Niederschläge - je nach Intensität - in mittleren und tieferen Lagen auch in Form von Schnee-, Schneeregen oder Graupelschauer niedergehen können. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Frühlingswetter.

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