In den letzten Tagen werden wir vermehrt gefragt, ob der Winter im März noch einmal zurück kehrt. Gerne möchten wir heute der Frage nachgehen, ob es im Winter 2011/2012 noch einmal Schnee gibt oder vorzeitig der Frühling ausbricht. Aus der Modellsimulation lässt sich gegen Ende Februar ein Polarwirbelsplitt erkennen, welcher sich auf das Wetter im März auswirken kann. Spielt man dieses Szenario durch, so kann es in Lagen oberhalb 500 Meter kurzzeitig noch einmal winterlich werden - Aufgrund des mittlerweile hohen Sonnenstandes ist die Wahrscheinlichkeit für winterliches Wetter im Flachland als eher gering einzuschätzen. Blickt man auf den NAO-Index und AO-Index, so sollen beide Anfang März deutlich positiv sein - winterliches Wetter somit eher unwahrscheinlich. Am wahrscheinlichsten für das Wetter Anfang März ist zum heutigen Stand eine nasskalte Variante mit Tageswerten zwischen +3/+7 Grad. Um die oben stehende Frage nach dem Schnee im März zu beantworten - Deutschland wird sich Anfang März mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer Übergangswetterlage befinden - somit weder Winter noch Frühling.

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In den letzten Februar Tagen wird es mit bis zu +12 Grad schon relativ warm, wobei das nur eine kurze Phase sein wird, denn Anfang März zeichnet sich zum heutigen Stand wieder etwas kälteres Wetter ab (+3/+7 Grad). Was man heute aber schon zu 70% ausschließen kann, ist ein Wintereinbruch in den ersten 5 März Tagen. Der Grund hierfür liegt in der Großwetterlage, welche mit einen Hochdruckrücken zwischen den Azoren und England für eine stabile West- bis Nordwestwetterlage sorgt. Milde und kühlere Phasen wechseln sich somit im raschen Ablauf ab, wobei es auch sein kann, dass sich gerade Anfang März der Hochdruckrücken auch bis Deutschland hin ausweitet - dann ist auch trockenes und relativ mildes Wetter möglich, wobei wie oben schon erwähnt der Trend eher in Richtung +3/+7 Grad geht. Das Langfristmodell sieht das Wetter im März im Norden leicht zu mild, sonst normal, beim Niederschlag etwas zu nass.
Der Februar geht mit hoher Wahrscheinlichkeit nasskalt zu Ende, wobei gegen Ende ein erneuter Kaltluftvorstoß möglich sein kann. Die Sonne hat jedoch schon einen hohen Stand, so dass die Temperaturen Anfang März selbst bei einem Kaltluftvorstoß in tiefen Lagen tagsüber schon im positiven Bereich liegen sollten. Betrachtet man die kommende Großwetterlage und den höheren Sonnenstand, wird zum heutigen Stand ein Märzwinter immer unwahrscheinlicher und der Trend geht zu nasskaltem, wechselhaften Wetter Anfang März. Das Langfristmodell sieht im März weiterhin normale Temperaturen mit der Tendenz etwas zu nass aus zufallen.
Derzeit gibt es vermehrt Hinweise darauf, dass die ersten Wetter Tage im März relativ kalt/nasskalt ausfallen könnten. Ist im Prinzip aber ein ganz normaler Vorgang, da die Sonne durch ihren höheren Stand mehr und mehr Einfluss auf die Wetterkonstellationen hat - entsprechend turbulent kann sich das Wetter entwickeln und selbst im März noch für frostige Temperaturen sorgen (Märzwinter). Meteorologisch gesehen beginnt mit dem 1. März der Frühling, betrachtet man die Modellwelt und ihre Wetter-Simulationen, so geht der Trend in Richtung Hochdruckblockade auf dem Atlantik mit Trog über Mitteleuropa. Gestützt wird dieser Trend zur Zeit von den Kontrollläufen, welche generell kälteres Wetter um/ab dem 26. Februar simulieren. Eine weitere Trendunterstützung kommt vom AO-Index (Arctic Oscillation), welcher gegen Ende Februar als negativ simuliert wird. Das Langfristmodell zeigt das Wetter im März überwiegend normal temperiert mit der Neigung etwas zu nass aus zufallen.
Betrachtet man die heutige Wetterkonstellation im Februar, so könnte sich eine Milderung durchaus durchsetzen. Erfahrungsgemäß kommt es anschließend noch einmal zu einem Kaltlufteinschub. Es wäre zum heutigen Stand somit durchaus wahrscheinlicher, dass es im ersten März-Drittel etwas zu kalt als zu mild werden kann. Das Langfristmodell geht in seiner heutigen Prognose für das Wetter im März von relativ normalen Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittel aus. Im Süden sogar mit der Tendenz, dass der März leicht zu warm ausfallen kann - allerdings auch deutlich zu nass. Das deutet auf eine Westwindwetterlage mit rascher Abfolge von Tiefdrucksystemen über Deutschland hin.