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Wettervorhersage Juni: Hitzewelle vor dem Höhepunkt - neue Temperaturrekorde möglich

| M. Hoffmann

Das Sommerhoch über Deutschland intensiviert sich im Verlauf der Woche und sorgt zunächst für viel Sonnenschein sowie für weiter ansteigende Temperaturen. Bis zum Wochenende verlagert sich das Hochdruckzentrum weiter nach Osten. Gleichzeitig entwickelt sich über dem Atlantik ein kräftiges Tiefdrucksystem, das in Zusammenspiel mit dem Hochdruckgebiet sehr warme bis heiße und zunehmend schwüle Luftmassen nach Deutschland führt. In der Folge sind zum Ende der Woche regional Spitzenwerte von bis zu +40 Grad oder sogar leicht darüber nicht auszuschließen. Die schwül-heiße Luft begünstigt zudem die Bildung kräftiger, teils unwetterartiger Gewitter. Dabei besteht ein erhöhtes Risiko für Starkregen, Hagel und Sturmböen mit entsprechend hohem Schadpotenzial. Sind die Unwetter durch, wird es von Westen her kühler.

Die Hitzewelle intensiviert sich zum Ende der Woche und lässt Temperaturen von +40 Grad und mehr nicht mehr ausschließen © Martin Bloch
Die Hitzewelle intensiviert sich zum Ende der Woche und lässt Temperaturen von +40 Grad und mehr nicht mehr ausschließen © Martin Bloch

Die Schauer- und Gewitteraktivität lässt im Tagesverlauf zunehmend nach und verlagert sich bis zum Nachmittag vor allem in den Südosten Bayerns sowie in den Alpenraum. In den übrigen Landesteilen bilden sich zwar in den Nachmittagsstunden weiterhin Quellwolken aus, diese bleiben jedoch meist harmlos, sodass kaum noch mit nennenswertem Niederschlag zu rechnen ist. Einzelne, lokal begrenzte Hitzegewitter können dennoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Der Wind weht schwach und kommt überwiegend aus östlichen Richtungen. Die Temperaturen steigen verbreitet auf sommerlich heiße +27 bis +33 Grad, im Südwesten sind Höchstwerte von bis zu +37 Grad möglich.

24. bis 26. Juni: Bis +40 Grad - Ein Sommerhoch heizt Deutschland kräftig ein

Im Zeitraum vom 24. bis 26. Juni (Mittwoch bis Freitag) verlagert sich das Zentrum eines stabilen Sommerhochs direkt über Deutschland. Die Luftmasse kommt nahezu vollständig zur Ruhe, sodass kaum noch wahrnehmbare Windbewegungen aus überwiegend östlichen Richtungen auftreten - die heiße Luft steht wie ein Block. In der Folge steigen die Temperaturen von Tag zu Tag weiter an und erreichen bis Freitag verbreitet Höchstwerte zwischen +30 und +35 Grad. Vor allem im Westen und Südwesten sind lokal auch extreme Temperaturen bis nahe +40 Grad oder sogar darüber hinaus möglich.

Im Tagesverlauf bilden sich insbesondere am Nachmittag lockere Quellwolken, die zwar zeitweise etwas Schatten spenden, jedoch keine Niederschläge bringen. Insgesamt bleibt es im gesamten Zeitraum trocken. Die Sonnenscheindauer ist vielerorts nahezu ungestört, was die starke Aufheizung der Luftmasse zusätzlich begünstigt.

27. und 28. Juni: Temperaturen von über +40 Grad - Der Hochsommer erreicht seinen vorläufigen Höhepunkt - Nachfolgend schwere Unwetter mit hohem Gefahrenpotenzial

Im Zuge zunehmender Gewittertätigkeit verlagert sich das über Deutschland liegende Sommerhoch am Wochenende etwas nach Osten. Gleichzeitig wird im Zusammenspiel mit einem Tiefdruckgebiet über dem Atlantik eine sehr warme bis heiße und zunehmend auch schwüle und instabil geschichtete Luftmasse nach Deutschland geführt. Bereits am Samstagnachmittag bilden sich verbreitet mächtige Quellwolken aus, die regional erste kräftige Hitzegewitter auslösen können. Dabei ist neben Blitz- und Hagelschlag auch mit teils heftigem Starkregen zu rechnen. Lokal können große Regenmengen in kurzer Zeit niedergehen, wodurch Sturzfluten und Überflutungen nicht ausgeschlossen sind.

In der Nacht zum Sonntag nimmt die Gewitteraktivität weiter zu und verlagert sich im Tagesverlauf ostwärts. Dabei besteht die Gefahr von schweren Unwettern mit entsprechend hohem Schadenspotenzial. Der Himmel zeigt sich häufiger stark bewölkt und sonnige Abschnitte sind meist nur von kurzer Dauer. Der Wind weht überwiegend schwach aus westlichen Richtungen, kann jedoch in Verbindung mit Gewittern stark böig bis stürmisch auffrischen.

Die Temperaturen erreichen am Samstag verbreitet sehr heiße +33 bis +38 Grad, örtlich sind sogar Höchsttemperaturen von bis +41 Grad möglich. Der Temperaturrekord für den Juni stammt mit +39,6 Grad aus dem Jahr 2019. Am Sonntag kühlt es im Westen spürbar auf +23 bis +28 Grad ab, während über dem Osten mit bis zu +38 Grad nochmals ein Wüstentag erwartet werden kann. Die Taupunkte liegen am Wochenende mit +17 bis +24 Grad auf einem hohen Niveau, wodurch die Luft schwül bleibt. Insgesamt ergibt sich daraus eine hohe bis extreme Wärmebelastung.

Auch nachts kaum Abkühlung - tropische Nächte mit Schwerpunkt über Süddeutschland

In den Nächten sinken die Temperaturen über Süddeutschland kaum unter die Marke von +20 Grad ab. Dadurch bleibt es auch nachts ungewöhnlich warm und anfangs auch schwül. Vor allem südlich einer gedachten Linie vom Saarland bis nach Berlin ist weiterhin mit sogenannten tropischen Nächten zu rechnen, in denen die Temperaturen selbst in den frühen Morgenstunden nicht unter +20 Grad absinken können.

Die Hitzewelle strebt ihrem Höhepunkt entgegen
Die Hitzewelle strebt ihrem Höhepunkt entgegen © www.meteociel.fr || wxcharts.com
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Wetter Deutschland – aktuell

Stand: 21.07.2026 04:30 Uhr
(Darstellung: akt. Tag von 00:00 bis 23:59 Uhr)

Max. Temp. 18,0 °C Leuchtturm Kiel (Schleswig-Holstein)
Min. Temp. 1,1 °C Zugspitze (Bayern)
Max. Böe 45,7 km/h Greifswalder Oie (Mecklenburg-Vorpommern)
Max. Niederschlag 0,1 mm Schönwald (Baden-Württemberg)
Sonne (Ø) 0,2 h
Ø Temp. 10,9 °C
Wind (Ø) 8,5 km/h
Niederschlag (Ø) 0,06 mm
Luftdruck (Ø) 1.022,1 hPa

Top-5 Wetterwerte

  • Temperatur (°C) Station
    18,0 Leuchtturm Kiel (Schleswig-Holstein)
    17,7 Leuchtturm Alte Weser (Niedersachsen)
    17,5 Bremerhaven (Bremen)
    17,3 Cuxhaven (Niedersachsen)
    17,3 Fehmarn (Schleswig-Holstein)
  • Temperatur (°C) Station
    1,1 Zugspitze (Bayern)
    4,4 Schorndorf-Knöbling (Bayern)
    4,8 Nürnberg-Netzstall (Bayern)
    5,1 Hasenkrug-Hardebek (Schleswig-Holstein)
    5,7 Arnsberg-Neheim (Nordrhein-Westfalen)
  • Niederschlag (mm) Station
    0,1 Schönwald (Baden-Württemberg)
    0,1 Herrenalb, Bad - Therme (Baden-Württemberg)
    0,1 Brocken (Sachsen-Anhalt)
    0,1 Lauf - Pegnitz (Bayern)
    0,1 Hammelburg (Bayern)
  • Windböe (km/h) Station
    45,7 Greifswalder Oie (Mecklenburg-Vorpommern)
    45,4 Zugspitze (Bayern)
    44,6 Fehmarn (Schleswig-Holstein)
    44,3 Sipplingen (SWN) (Baden-Württemberg)
    42,5 Leuchtturm Kiel (Schleswig-Holstein)
  • Sonnenschein (h) Station
    0,8 Ostenfeld (Rendsburg) (Schleswig-Holstein)
    0,6 Görlitz (Sachsen)
    0,6 Hamburg-Fuhlsbüttel (Hamburg)
    0,6 Leipzig - Halle (Sachsen)
    0,6 Leuchtturm Kiel (Schleswig-Holstein)

Daten: Deutscher Wetterdienst

Wetter Deutschland – aktuell

Stand: 20.07.2026 22:30 Uhr
(Darstellung: akt. Tag von 00:00 bis 23:59 Uhr)

Max. Temp. 27,3 °C Wutöschingen-Ofteringen (Baden-Württemberg)
Min. Temp. 0,9 °C Zugspitze (Bayern)
Max. Böe 69,8 km/h Leuchtturm Kiel (Schleswig-Holstein)
Max. Niederschlag 52,8 mm Goldberg (Mecklenburg-Vorpommern)
Sonne (Ø) 7,3 h
Ø Temp. 15,5 °C
Wind (Ø) 13,8 km/h
Niederschlag (Ø) 2,37 mm
Luftdruck (Ø) 1.019,6 hPa

Top-5 Wetterwerte

  • Temperatur (°C) Station
    27,3 Wutöschingen-Ofteringen (Baden-Württemberg)
    26,9 Rheinfelden (Baden-Württemberg)
    26,0 Weingarten, Kr. Ravensburg (Baden-Württemberg)
    25,9 Müllheim (Baden-Württemberg)
    25,6 Konstanz (Baden-Württemberg)
  • Temperatur (°C) Station
    0,9 Zugspitze (Bayern)
    5,1 Fulda-Horas (Hessen)
    5,1 Schorndorf-Knöbling (Bayern)
    5,3 Gilserberg-Moischeid (Hessen)
    5,4 Fichtelberg (Sachsen)
  • Niederschlag (mm) Station
    52,8 Goldberg (Mecklenburg-Vorpommern)
    42,6 Plau am See (Mecklenburg-Vorpommern)
    38,7 Gülzow-Prüzen (Mecklenburg-Vorpommern)
    36,7 Gülzow-Prüzen-Parum (Mecklenburg-Vorpommern)
    33,0 Meyenburg (Brandenburg)
  • Windböe (km/h) Station
    69,8 Leuchtturm Kiel (Schleswig-Holstein)
    64,1 Putlos (Schleswig-Holstein)
    62,6 Fehmarn (Schleswig-Holstein)
    62,3 Büsum (Schleswig-Holstein)
    60,8 Brocken (Sachsen-Anhalt)
  • Sonnenschein (h) Station
    14,7 Nürnberg (Bayern)
    14,1 Stötten (Baden-Württemberg)
    14,0 Freiburg (Baden-Württemberg)
    14,0 Rheinstetten (Baden-Württemberg)
    14,0 Waldmünchen (Bayern)

Daten: Deutscher Wetterdienst

Regenradar
Regenradar Deutschland
© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

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