Wetterbericht: Heißer Juni mit extremer Wärmebelastung und regionalen Unwettern
Das Hoch über Mitteleuropa sorgt in den kommenden 72 Stunden neben großer Hitze mit Temperaturen von bis +39 Grad und einer enormen Schwüle für regional unwetterartige Gewitter. In den Nächten sinken die Temperaturen kaum mehr unter die +20-Grad-Marke ab, sodass neben Hitze- und Wüstentagen auch tropische Nächte zu erwarten sind. Entsprechend hoch ist die Wärmebelastung - der Deutsche Wetterdienst warnt vor extremer Wärmebelastung. Zum Start in die neue Woche dreht der Wind kurzzeitig auf nördliche Richtungen und führt über Norddeutschland frischere Luftmassen heran. Jedoch bleibt es über der Südhälfte hochsommerlich heiß und phasenweise auch gewittrig.

Die Gewitter der Nacht fallen am Vormittag über Teilen von Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern in ich zusammen. Rückseitig setzt sich dann über weiten Teilen Deutschlands wieder hochsommerlich heißes Wetter mit einem strahlend blauen Himmel und viel Sonnenschein durch. Allerdings bleibt die Wetterlage weiterhin labil: Zum Nachmittag hin bilden sich über dem Süden erneut kräftige Quellwolken aus. Zunächst liegt der Schwerpunkt der Gewitterentwicklung über Baden-Württemberg, wo sich teils unwetterartige Gewitter entwickeln können. Im weiteren Verlauf, besonders am späten Nachmittag und in den Abendstunden, können sich diese Gewitter zunehmend ausbreiten und auf große Teile Deutschlands übergreifen. In der Nacht auf Samstag schwächen sich die Gewitter schließlich ab und fallen allmählich in sich zusammen.
Die Gewitter können regional heftig ausfallen und mit Starkregen, häufigem Blitzschlag, Hagel sowie teils schweren Sturmböen einhergehen. Lokal sind auch Sturzfluten und Überflutungen durch große Regenmengen in kurzer Zeit möglich (Gewitterradar || (Warnlagenbericht). Die Temperaturen steigen verbreitet auf heiße +30 bis +35 Grad, örtlich sind sogar Spitzenwerte bis zu +38 Grad denkbar. In unmittelbarer Nähe von Gewittern kann der Wind stark böig bis stürmisch auffrischen.
Aufgrund der sehr energiegeladenen und feuchten Luftmasse besteht zudem ein geringes, aber nicht völlig auszuschließendes Risiko für tornadoartige Entwicklungen. An diesem explosiven Luftmassengemisch mit Hitze-, Wüstentagen, tropischen Nächten und unwetterartige Schauer und Gewitter ändert sich am 20. Juni (Samstag) nichts.
21. Juni: schwülheißes Wetter über dem Süden, frische Luft über dem Norden
Am 21. Juni (Sonntag) stellt sich über Deutschland eine zweigeteilte Wetterlage ein. Während sich über der Nordhälfte mit einer Drehung des Windes auf nördliche Richtungen etwas frischere Luft durchsetzt, gehen die Temperaturen dort bei einem Wechselspiel aus sonnigen Abschnitten und zeitweise stärker aufquellenden Wolkenfeldern auf etwa +20 bis +27 Grad zurück. Die Luft ist insgesamt nicht mehr so heiß und es bleibt voraussichtlich trocken .
Ganz anders präsentiert sich die Lage südlich einer Linie von Münster bis Berlin: Hier bleibt die hochsommerlich heiße Luft bestehen. Die Temperaturen steigen verbreitet auf +27 bis +33 Grad, im Südwesten – insbesondere über Baden-Württemberg – sind lokal sogar Spitzenwerte bis zu +37 Grad möglich. Gleichzeitig nimmt im Tagesverlauf die Schwüle zu, was die Belastung durch die Hitze zusätzlich verstärkt.
Am Nachmittag entwickeln sich aus den zunehmend mächtigen Quellwolken heraus verbreitet kräftige Gewitter. Der Schwerpunkt liegt dabei voraussichtlich über Nordbayern und dem nördlichen Baden-Württemberg sowie über Teilen von Hessen, dem südlichen Thüringen und Sachsen. Zum Abend hin fächern die Gewitter auf und verlieren allmählich an Intensität.
Dennoch ist weiterhin mit teils unwetterartigen Erscheinungen zu rechnen: Lokal können die Gewitter von Stark- und Platzregen, Blitz- und Hagelschlag sowie stürmischen Windböen begleitet werden. Auch Sturzfluten und Überflutungen sind regional möglich, vor allem bei langsam ziehenden Gewitterzellen. Zudem bleibt das Risiko für vereinzelte tornadoartige Entwicklungen erhöht.
22. Juni: Sommerwetter mit Gewittern über dem Süden
Am Montag, den 22. Juni, erreichen die Temperaturen über dem Norden Höchstwerte zwischen +20 und +25 Grad und es bleibt dort bei wechselnder Bewölkung meist sonnig und trocken. Südlich einer Linie von Münster bis Berlin wird es mit +27 bis +33 Grad deutlich wärmer.
Ab den Nachmittagsstunden und besonders am Abend bilden sich über Teilen von Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen, Sachsen, Rheinland-Pfalz sowie dem Saarland und weiten Teilen von Baden-Württemberg und Bayern teils kräftige Schauer und Gewitter aus. Diese können lokal mit Starkregen, kleinem Hagel und stürmischen Böen einhergehen und so die Unwettergefahr ansteigen lassen.
Der Wind weht nur schwach aus überwiegend östlichen Richtungen. In Verbindung mit den Gewittern kann er jedoch kurzfristig stark böig bis stürmisch auffrischen.
23. und 24. Juni: Die nächste Hitzewelle - bis zu 39 Grad und neue Unwetter
Das Hoch über Mitteleuropa verstärkt sich im Zeitraum vom 23. bis 24. Juni (Dienstag und Mittwoch) und bestimmt das Wettergeschehen über Deutschland. In der Folge steigen die Temperaturen am Dienstag verbreitet auf +30 bis +35 Grad an und lokal sind sogar Spitzenwerte von bis zu +39 Grad möglich. Die starke Sonneneinstrahlung und die aufgeheizte Luft sorgen besonders in den Nachmittagsstunden für die Bildung mächtiger Quellwolken. Diese entwickeln sich rasch zu kräftigen Schauern und teils unwetterartigen Gewittern. Dabei kann erneut mit Stark- und Platzregen gerechnet werden, ebenso mit Blitz- und Hagelschlag. Lokal sind auch Überflutungen sowie Sturzfluten nicht ausgeschlossen, insbesondere dort, wo Gewitter länger verweilen.
Am Mittwoch verlagert sich der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit zunehmend nach Baden-Württemberg und Bayern. Weiter nördlich macht sich hingegen eine Winddrehung auf nördliche Richtungen bemerkbar, wodurch etwas kühlere und trockenere Luft nach Deutschland einfließt. Diese stabilisiert die Luftmassen und lässt die Schauer- und Gewitterwolken in sich zusammenfallen. Entsprechend gehen die Temperaturen an den Küsten deutlich zurück und erreichen nur noch +17 bis +23 Grad. Über dem Süden hingegen bleibt es mit Höchstwerten zwischen +30 und +38 Grad weiterhin hochsommerlich heiß.

- 13:00 Uhr: Wetter Juli - Kommt der Wettersturz im Siebenschläferzeitraum, oder erhält sich die Hitze?










