Wettervorhersage: Hitzewelle mit Unwetter, Wüstentagen und tropischen Nächten
Ein Keil des Azorenhochs dehnt sich in den kommenden Stunden weiter nach Deutschland aus und positioniert sich mit seinem Kerngebiet zum Wochenende direkt über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das führt zu einer Anströmung ungewöhnlich heißer, energiegeladener und feuchter Luftmassen, wodurch die Temperaturen verbreitet über die +30-Grad- und auch über die +35-Grad-Marke ansteigen können. Zum Wochenende bilden sich verstärkt Quellwolken, die mancherorts schwere Unwetter mit erhöhtem Gefahrenpotenzial ermöglichen. In den Nächten sinken die Temperaturen auf +19 bis +25 Grad und sorgen vielerorts nicht nur für die ersten Wüstentage, sondern auch für die ersten tropischen Nächte des Jahres 2026. Zum Start in die neue Woche dreht der Wind über dem Norden auf nördliche Richtungen und führt etwas frischere Luftmassen nach Süden. Dennoch hält sich die Hitze im Süden zunächst, begleitet von erhöhter Schauer- und Gewitteraktivität.

Die Reste einer Warmfront bringen heute nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden neben starker Bewölkung noch etwas Niederschlag. Dieser breitet sich bis zum Nachmittag über Teile von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt aus und fällt auf seinem Weg über die östlichen Landesteile zu den Abendstunden in sich zusammen. Über dem Rest von Deutschland lockert die Bewölkung auf und es bleibt verbreitet trocken. Der Wind weht schwach aus unterschiedlichen Richtungen. Die Temperaturen erreichen nördlich einer Linie zwischen Köln und Berlin +17 bis +23 Grad. Sonst sind +20 bis +25 Grad möglich und über Teilen vom Saarland, Rheinland-Pfalz, dem südlichen Hessen sowie Baden-Württemberg auch +25 bis +30 Grad.
18. Juni - Sommerwetter über Deutschland
Ein Keil des Azorenhochs setzt sich am 18. Juni (Donnerstag) über Deutschland fest. Die Niederschläge klingen ab und die Wolken lockern weiter auf. Dadurch ist vielerorts die maximal mögliche Sonnenscheindauer zu erwarten. Der Wind weht schwach aus unterschiedlichen Richtungen. Im Norden werden Temperaturen zwischen +20 und +27 Grad erreicht. Südlich einer Linie von Münster bis Berlin sind mit +27 bis +33 Grad hochsommerliche Werte zu erwarten. In Teilen des Saarlands, des südlichen Rheinland-Pfalz und Baden-Württembergs ist mit bis zu +35 Grad auch der erste Wüstentag des Jahres möglich.
19. und 20. Juni: Hitze- und Wüstentage, tropische Nächte und regional schwere Unwetter
Am 19. und 20. Juni (Freitag und Samstag) verstärkt sich die Hitze über Deutschland und lässt die Temperaturen verbreitet auf +29 bis +34 Grad ansteigen. Entlang eines breiten Streifens zwischen Rheinland-Pfalz/Baden-Württemberg und Berlin/Brandenburg sind mit +34 bis +38 Grad weitere Wüstentage möglich. Der Taupunkt erreicht am Freitag in den südlichen Landesteilen +15 bis +20 Grad und nach Norden hin bis +23 Grad, am Samstag teils bis +24 Grad. Mit anderen Worten: Es herrscht eine drückende und belastende Schwüle vor, die sich am Nachmittag durch hochschießende Quellwolken sowie regional kräftige Schauer und Gewitter bemerkbar machen kann.
Die Gewitter können unwetterartig ausfallen und mit Blitz- und Hagelschlag, Starkregen, stürmischen Winden, Sturzfluten sowie lokalen Überflutungen einhergehen. Entsprechend hoch ist das Gefahrenpotenzial. In dieser energiereichen Luftmasse sind zudem lokal tornadoähnliche Ereignisse nicht ausgeschlossen. Der sogenannte Cape-Lifted-Index erreicht am Freitag -11 und am Samstag bis zu -9 (Gewitterprognose).
In den Nächten sinken die Tiefstwerte auf +19 bis +25 Grad ab, so dass per Definition verbreitet tropische Nächte zu erwarten sind.
21. und 22. Juni: Wetter kippt - Norden frischer, Süden verbleit in der Hitze - neue Unwetterfronten
Das Sommerhoch zieht sich am 21. und 22. Juni (Sonntag und Montag) etwas weiter nach Süden zurück. Dadurch können über die Nordhälfte maritime Luftmassen über die Lande strömen. An beiden Tagen ist daher weiterhin mit einer erhöhten Schauer- und Gewitterneigung zu rechnen. Diese ist am Sonntag entlang eines breiten Streifens zwischen Nordrhein-Westfalen und Brandenburg und am Montag etwa südlich einer Linie zwischen Münster und Dresden besonders aktiv. Regional sind erneut unwetterartige Wetterereignisse möglich.
Der Wind weht am Sonntag noch schwach aus unterschiedlichen Richtungen und dreht am Montag auf nördliche Richtungen.
Die Temperaturen erreichen am Sonntag an den Küsten +20 bis +25 Grad. Südlich einer Linie zwischen Münster und Berlin liegen sie bei +27 bis +33 Grad. Über Teilen des Saarlandes, Rheinland-Pfalz, dem südlichen Hessen, dem östlichen Bayern sowie über Baden-Württemberg werden mit +34 bis +38 Grad hochsommerliche Werte erreicht.
Mit Winddrehung gehen am Montag die Temperaturen etwa nördlich einer Linie zwischen dem Saarland und Nürnberg auf +20 bis +25 Grad zurück. Südlich davon werden mit +28 bis +33 Grad und im Südwesten örtlich bis +38 Grad hochsommerliche Temperaturen zu erwarten sein.Anmerkung: Wer bei uns schon längere Zeit zu Gast ist, der weiß, dass dieses Sommerhoch ein hohes Potential einer Erhaltungsneigung hat, welches die Vorhersage-Modelle nur zum Teil abbilden. Ein Kippen des Wetters zum Start in die neue Woche ist im Moment jedenfalls noch infrage zu stellen, wie es bspw. das deutsche Vorhersagemodell heute eindrucksvoll zeigt. Mehr dazu im Update gegen 13:00 Uhr.

- 13:00 Uhr: Wettervorhersage Juli - Erhält sich der Hochsommer im Siebenschläferzeitraum und dominiert das Wetter im Juli?










