Hitzehoch baut sich auf: Erste Wüstentage des Jahres, dann schwere Unwetter
Ein kleinräumiges Tief über Skandinavien hält aktuell noch dagegen und bremst das Azorenhoch aus - zumindest vorerst. Doch zur Wochenmitte zeichnet sich eine klare Entwicklung ab: Das Sommerhoch steht bereits in den Startlöchern, um sich über Mitteleuropa durchzusetzen. Mit der Drehung der Strömung von Nordwest auf Südwest nimmt die Hitze deutlich Fahrt auf. Bis zum Wochenende können sich die Temperaturen weiter zuspitzen, wenn mit verbreitet über +30 Grad und regional über +35 Grad die ersten Wüstentage des Jahres in greifbare Nähe rücken.

Der Himmel zeigt sich zum Start in die neue Woche wechselnd bewölkt. Zum Dienstag überwiegt dann aber doch vielerorts die starke Bewölkung. Diese Bewölkung gehört zu einer Warmfront, die Deutschland bis zur Wochenmitte von West nach Ost überquert und insbesondere am Dienstag noch hier und da für den einen oder anderen Schauer sorgen kann. Der Wind kommt heute noch böig aus westlichen Richtungen und kann über den Küstenregionen der Ostsee stürmische Windböen bringen. Am Dienstag dreht der Wind auf Südwest und schwächt sich dabei ab. Die Temperaturen erreichen heute +16 bis +22 Grad und über dem Südwesten örtlich bis +26 Grad. Am Dienstag werden im Norden +17 bis +23 Grad erreicht. Etwa südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Nürnberg liegen die Werte bei +23 bis +26 Grad und über Teilen vom Saarland, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sind örtlich bis +27 Grad möglich.
17. Juni: Letzte Regenwolken verschwinden – Sommer setzt sich blitzartig durch
Die Warmfront zieht mit ihrem Gewölk am 17. Juni (Mittwoch) und ihrem Niederschlagsfeld nach Osten ab und von Südwesten macht sich mit auflockernder Bewölkung der Keil des Azorenhochs bemerkbar. Die Temperaturen erreichen über dem Nordosten +19 bis +23 Grad, entlang des Streifens mit dichtem Gewölk und etwas Niederschlag können +15 bis +20 Grad möglich sein und etwa südlich einer Linie zwischen Köln und München werden +22 bis +27 Grad und ganz über dem Südwesten bereits hochsommerliche +30 Grad in Aussicht gestellt.
18. Juni: Hochsommer greift mit Temperaturen von über +30 Grad durch
Der Keil des Azorenhochs setzt sich am 18. Juni (Donnerstag) über Deutschland durch. So beginnt der Tag verbreitet mit viel Sonnenschein, der sich zum Nachmittag durch hochschießende Quellwolken regional eintrüben lässt. Verbreitet bleibt es trocken, doch lassen sich über dem Südwesten zum Nachmittag vereinzelte Hitzegewitter nicht ausschließen. Die Temperaturen erreichen bei schwachen Windbewegungen aus südlichen Richtungen verbreitet +25 bis +30 Grad und können über Teilen von Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern hochsommerliche +33 Grad ansteigen. Etwas frischer bleibt es mit +17 bis +23 Grad über den Küsten von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.
19. und 20. Juni: Hitze, Wüstentage und regional schwere Unwetter
Die Luftmasse, die am 19. und 20. Juni verbreitet Temperaturen von +30 bis +35 Grad und örtlich sogar bis +38 Grad bringt, ist im wahrsten Sinne des Wortes explosiv
. Nach anfänglichem Sonnenschein bilden sich im Tagesverlauf immer wieder mächtige Quellwolken aus. Diese können zunächst lokal, später auch regional, zu kräftigen Schauern und Gewittern führen. Im Schwerpunkt über Teilen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sind auch schwere Unwetter möglich. Neben Blitz- und Hagelschlag sind auch Starkregen sowie stürmische Windböen zu erwarten. Da es sich möglicherweise um Superzellen handelt, können tornadoähnliche Winde nicht ausgeschlossen werden. In Unwetternähe gehen die Temperaturen auf +20 bis +25 Grad zurück. Mit Temperaturen von über +35 Grad sind sowohl am Freitag als auch am Samstag die ersten Wüstentage des Jahres zu erwarten.

- 13:00 Uhr: Wetteraussichten Sommer - Der Siebenschläfer - und damit ein wichtiger Zeitraum für den weiteren Verlauf des Sommers - steht bevor. Kommt der Wettersturz, oder erhält sich das Sommerwetter bis in den Juli hinein?









