Wetter Juni 2026 - Wetterprognose und Wettervorhersage
Juni 2026 geht mit historischer Hitzewelle und Allzeitrekorden in die Statistik ein
Das Wetter im Juni 2026 war ein Monat voller Rekorde. Verantwortlich hierfür war eine ungewöhnliche Wetterentwicklung, welche in der zweiten Juni-Hälfte das bis dahin weitgehend jahreszeit-typische Wetter komplett auf den Kopf stellte und mit einer so noch nie dagewesenen Anzahl an Hitze-, Wüstentagen und tropischen Nächten über Deutschland zu einer historischen Hitzewelle führte. An drei Tagen hintereinander wurden reihenweise neue Rekorde aufgestellt. Dabei wurden sowohl der Juni-Temperaturrekord aus dem Jahr 2019, als auch der Allzeitrekord vom Juli 2019 eingestellt beziehungsweise übertroffen. Mit +41,8 Grad war es am 27. Juni über Möckern-Drewitz (Sachsen-Anhalt) in Deutschland so heiß wie noch nie seit Messbeginn im Jahr 1881.
Nach einer ersten Hitzewelle im Mai kippte die Wetterlage im Juni. Wechselhaftes Wetter stellte sich ein, bei dem die Temperaturen Tag für Tag zurückgingen und sich im Zeitraum vom 9. bis 14. Juni in einem Bereich einpendeln konnten, welcher sogar knapp unter dem vieljährigen Mittelwert lag.
Historische Hitzewelle mit neuen Allzeitrekorden
Doch das änderte sich in der zweiten Juni-Hälfte schlagartig. Der Grund war ein Hoch, welches sich über Mitteleuropa ausdehnen und mit einer ausgeprägten Erhaltungsneigung festsetzen konnte. Die Folge war eine Hitzeglocke über weiten Teilen Europas, wodurch die Temperaturen über Deutschland von Tag zu Tag weiter anstiegen. So kam es, dass an gleich drei Tagen hintereinander neue Rekorde aufgestellt werden konnten. Am Ende stand eine für den Juni historische, in dieser Form bislang unbekannte Hitzewelle.
Der Juni 2026 in Zahlen: Ein Monat der Extreme
Temperatur
- Durchschnittstemperatur: +19,4 Grad
- Abweichung zum Mittel 1961–1990: +4,1 Grad
- Abweichung zum Mittel 1991–2020: +3,0 Grad
Niederschlag
- Durchschnittliche Niederschlagsmenge: 64,7 l/m²
- Klimamittel 1961–1990: 85 l/m²
- Sollerfüllung: 74 %
Sonnenschein
- Durchschnittliche Sonnenscheindauer: 254,7 Stunden
- Klimamittel 1961–1990: 198 Stunden
- Sollerfüllung: 127 %
Die Temperaturen im Juni
Der Juni begann vergleichsweise kühl und bis zum 14. Juni wollte sich sommerliches Wetter nicht so recht einstellen. Aus dieser Phase stammt auch der Tiefstwert von +1,0 Grad, gemessen am 15. Juni über Meßstetten-Appental (Baden-Württemberg).
Das Wetter änderte sich in der zweiten Juni-Hälfte dann grundlegend. Ein Hoch setzte sich über Mitteleuropa fest und konnte sich mit einer ausgeprägten Erhaltungsneigung bis Ende Juni regelrecht festsetzen, sodass sich eine sogenannte Hitzeglocke über Deutschland etablieren konnte. Eine Hitzeglocke, auch Heat Dome
genannt, ist ein besonders stabiles Hochdruckgebiet, das sich über einer Region festsetzt und sich kaum von der Stelle bewegt. Es wirkt dabei wie ein Deckel: Die Luft sinkt großräumig ab, erwärmt sich dabei zusätzlich und bremst so die Bildung von Wolken, Regen sowie das Heranführen kühlerer Luftmassen aus. Die Sonne heizt den Boden Tag für Tag weiter auf, während die Hitze kaum entweichen kann. Häufig hängt eine solche Wetterlage mit einem blockierenden Muster in großer Höhe zusammen, das das Hoch quasi an Ort und Stelle festnagelt.














