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Wettervorhersage: Sommer und Unwetter im Juni

| M. Hoffmann

Das aktuelle Wetter sieht nicht nach Sommerwetter aus. In den kommenden Tagen ist immer wieder mit Regen und Schauern zu rechnen, die regional auch länger andauernd ausfallen können. Doch Anfang Juni schiebt sich ein Hochdruckkeil in Richtung Mitteleuropa und könnte den Sommer nach Deutschland bringen. Ob es auch trocken bleibt, hängt von den Störungen ab, die sich in das Hoch integrieren und für regional unwetterartige Wetterereignisse sorgen können.

Schwül-warme Luftmassen können es im Juni ordentlich krachen lassen
Schwül-warme Luftmassen können es im Juni ordentlich krachen lassen

Der Dienstag beginnt so, wie der Montag endete. Bei wechselnder Bewölkung ist mit einem sonnigen Start in den Tag zu rechnen. Im Tagesverlauf verdichtet sich von Westen die Bewölkung, und so sind die ersten - leichten - Schauer über dem Norden Deutschlands zu erwarten, die sich zum Nachmittag von Westen her intensivieren und sich auch in der Fläche ausdehnen können (Wolkenradar). Noch in der ersten Nachthälfte ist nördlich einer Linie vom Schwarzwald bis Berlin mit Regen zu rechnen. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus südwestlichen Richtungen, und die Temperaturen erreichen +15 bis +20 Grad. Mit dem Regen können die Temperaturen über dem Westen auf bis zu +12 Grad zurückgehen.

Regenwetter

Die Regenfront dehnt sich am 28. Mai weiter nach Osten aus und sorgt in der ersten Tageshälfte noch für flächendeckenden Regen, der über Baden-Württemberg und Bayern auch schauerartig verstärkt ausfallen kann. Zum Nachmittag verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt weiter nach Osten, während von Westen der Regen nachlässt und mit auflockernder Bewölkung ein paar sonnige Momente zulässt. Die Temperaturen sind mit einem auf westliche Richtungen drehenden Wind mit +14 bis +18 Grad verhalten. Mit Regen kann es mit bis zu +12 Grad vergleichsweise frisch sein.

Viele Wolken und etwas Regen am Feiertag

An Christi Himmelfahrt (Vatertag) zeigt sich der Himmel über Deutschland überwiegend stark bewölkt, doch anders als noch in den Vorhersagen der vergangenen Tage zerfällt die Front über Deutschland. So beschränkt sich der Regen auf die Gebiete nördlich einer Linie von Nordrhein-Westfalen bis Berlin. Weiter nach Süden bleibt es verbreitet trocken. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen und lässt die Temperaturen auf +15 bis +20 Grad ansteigen.

Die Wetterentwicklung bis Juni - Sommerliche Temperaturen mit unwetterartigen Schauern und Gewittern

Ein Hochdruckkeil dehnt sich bis Anfang Juni in Richtung Deutschland aus und sorgt mit einer Südwestwetterlage für die Zufuhr feuchtwarmer bis schwüler Luftmassen. So steigen die Temperaturen am Wochenende auf +22 bis +26 Grad und örtlich bis +28 Grad an. Mit entsprechender Sonnenscheindauer kann die hochsommerliche +30-Grad-Marke erreicht oder gar überschritten werden. Jeweils zu den Nachmittagsstunden schießen Quellwolken hoch und sorgen am Samstag über der Nordhälfte und am Sonntag über der Südhälfte für kräftige Schauer und Gewitter, die mit Starkregen, Sturzfluten, stürmischen Windböen sowie Blitz- und Hagelschlag unwetterartig ausfallen können.

Der Juni beginnt mit eingeschränktem Sommerwetter

Für den Zeitraum vom 2. bis 3. Juni (Mo. und Di.) ist die Wettervorhersage nicht gesichert. Ein Teil der Vorhersagemodelle simuliert den Aufbau einer stabilen Hochdruckachse, die zu trockenem und warmem und unter bestimmten Voraussetzungen auch zu heißem Sommerwetter führen kann.

Feuchtwarmes Gewitterwetter

Der andere Teil der Prognosemodelle favorisiert eine gewitterträchtige Südwestwetterlage, die auch der Favorit der Kontrollläufe ist und somit eine wahrscheinliche Wetterentwicklung für die ersten Junitage darstellt. So ist mit weiteren - teils kräftigen und regional unwetterartigen - Schauern und Gewittern zu rechnen. Die Temperaturen erreichen mit +22 bis +26 Grad und örtlich mit bis zu +28 Grad sommerliche Werte, doch können die Temperaturen in Gewitternähe auf bis zu +16 Grad zurückgehen.

Sommer- und Unwetter liegen im Juni dicht beieinander
Sommer- und Unwetter liegen im Juni dicht beieinander © www.meteociel.fr || wxcharts.com
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Regenradar
Regenradar Deutschland
© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)