Wetter im Juni 2017 - Wetter­vorhersage vom 1. Juni 2017: Kommt die Schafskälte?

  • M. Hoffmann

Deutschland wird wohl zu Pfingsten von der atlantischen Frontalzone erfasst, was zu regnerischem Wetter bei mäßig warmen Temperaturen führen kann. Mit entsprechender Niederschlagsdauer können die Temperaturen mit +12 bis +18 Grad auch für die Jahreszeit zu kühl ausfallen.

 

Bleibt das Wetter im Juni kühl und wechselhaft?

Dass sich die atlantische Frontalzone überhaupt bis nach Mitteleuropa ausdehnen kann, ist zum heutigen Stand zwar wahrscheinlicher als andere Varianten, aber noch keinesfalls gesetzt. Zu groß sind noch die unterschiedlichen Varianten in den Simulationen der Wettermodelle. Und genau dieser Umstand ist auch entscheidend für die weitere Wetterentwicklung im Juni 2017. Setzen sich die Tiefdrucksysteme über Mitteleuropa durch, so bleibt es bis zum 10. Juni wohl wechselhaft und für die Jahreszeit zu kühl. Setzt sich aber stattdessen eine Hochdruckbrücke des Azorenhochs über Deutschland, Österreich und die Schweiz bis nach Skandinavien durch, so kommt es im Verbund der beiden Wettersysteme zu einer sommerlich warmen Südwestwetterlage, bei der auch mit einer erhöhten Neigung zu Schauern und Gewittern gerechnet werden kann.

 

Ob  es im ersten Juni Drittel sommerlich warm oder kalt werden kann, ist zum heutigen Stand noch nicht geklärt, die Gemeinsamkeiten dieser beiden Varianten liegen aber im unbeständigen Wettercharakter, was eine stabile Sommerwetterlage im ersten Juni Drittel zum heutigen Stand weniger wahrscheinlich macht.

 

Kontrollläufe stützen eine normale Temperaturentwicklung im ersten Juni Drittel

Ob kalt oder warm, die Kontrollläufe entscheiden sich für den Jahreszeit typischen Normalwert, welcher über Norddeutschland knapp unter und über Süddeutschland knapp über dem langjährigen Mittelwert liegen kann. So liegt das Temperaturspektrum am "kältesten" Tag (6. Juni 2017) zwischen +13 bis +23 Grad (Mittelwert: +16 bis +19 Grad) und am 10. Juni zwischen +16 bis +28 Grad (Mittelwert: +21 bis +23 Grad).
Wenn man so möchte, scheint sich um Pfingsten herum die Wettersingularität der Schafskälte durchsetzen zu können. Nach dem 6. Juni ist der Temperaturtrend wieder als positiv zu bewerten. Ob sich der positive Temperaturtrend darüber hinaus fortsetzen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Sommerwetter.

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Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2018 +5,3 +1,3 +0,9 20 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +11,44 +2,03 +1,3 615 l/m²

Wetterfakten im Juni

Statistische Wetter­werte für den Juni

  • Anfang Juni oftmals warmes Hochdruckwetter
  • Anschließend zwischen dem 10. und 20. Juni sehr häufig wechselhaftes und kühles Wetter (Schafskälte)
  • Erste - schwere - Unwetter sind in diesem Zeitraum möglich
  • Warmes Hochdruckwetter wieder ab dem 25. Juni
  • Zeitraum des Siebenschläfertages beginnt am 25. Juni

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