Wetter im Juni 2017 - Wetter­trend vom 25. April: der Juni könnte zu warm werden

  • M. Hoffmann

Die Wärme vom Winter, welche sich noch bis in den März und in das erste April-Drittel hinein zog, wird im April und möglicherweise in Teilen noch im Mai von zu kalten Temperaturen abgelöst, was dem Ausgleichsverhalten zu zuschreiben ist. Ob der Juni letztlich davon profitieren kann, bleibt abzuwarten, aber die Rahmenbedingungen sind durchaus günstig.

Die Sommer sind nicht mehr normal

Der erste Randfaktor, welcher für einen zu warmen Temperaturverlauf im Juni spricht, ist die Klimaerwärmung. Es ist mittlerweile 20 Jahre her, als dass ein Sommer normal, bzw. leicht zu kalt ausfallen konnte. Das macht eine Fortführung der zu warmen Temperaturen wahrscheinlicher, wovon auch der Juni betroffen sein könnte. Dagegen spricht die schwache Sonnenaktivität, welche sich derzeit in einem schwachen und abnehmenden Maximum-Zyklus befindet. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass eine schwächelnde Sonne gerade in den Sommermonaten zu einer höheren Tiefdruckaktivität führen kann und tiefer Luftdruck bedeutet mehr Wolken, weniger Sonnenschein, mehr Niederschlag und letztlich auch kühlere Temperaturen.

Ein weiterer Randfaktor ist die Auffälligkeit zur Ausbildung von Hochdrucksystemen über dem skandinavischen Raum, welche seit Oktober letzten Jahres häufiger zu beobachten sind. Je nach Position der Hochdruckachse kann das im Sommer - und damit auch im Juni - zu einem trockenen und mäßig warmen bis warmen Wettercharakter führen.

Welche Indizien gibt es noch? Bereits seit Wochen sind eindeutige Signale zu vernehmen, als dass das Wetter im Juni 2017 zu warm ausfallen könnte. Allen voran das Langfristmodell, welches den Juni mit einer Abweichung von +1/+2 Grad im zu warmen bis deutlich zu warmen Bereich berechnet und das bereits seit Wochen. Auch Auffällig ist nach diesen Berechnungen die negative Niederschlagsbilanz von Skandinavien über Deutschland bis über das östliche Europa, was in diesen Regionen für eine Hochdruckdominanz spricht. Ganz anders die Situation über dem westlichen Europa. Hier wird der Juni mit einer Abweichung von -1/+0,5 Grad auch leicht zu kalt und mit einer positiven Niederschlagsneigung auch zu nass berechnet.

Fazit

Noch ist nichts entscheiden, aber es gibt einige Faktoren, welche für einen zu warmen Temperaturverlauf bei einem zu trockenen Wettercharakter im Juni sprechen. Deutlicher zeigt sich das im nachfolgenden Diagramm. Hinweis: Ab Mitte Mai erfolgen an dieser Stelle regelmäßige Aktualisierungen zur Wetterentwicklung im Juni
Diagramm Temperaturen und Niederschlag im Juni 2017

Wie wird das Wetter an Pfingsten? Hierzu erfolgt am 7. Mai gegen 17:00 Uhr ein erster Wettertrend.

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Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2018 +5,3 +1,3 +0,9 20 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +11,44 +2,03 +1,3 615 l/m²

Wetterfakten im Juni

Statistische Wetter­werte für den Juni

  • Anfang Juni oftmals warmes Hochdruckwetter
  • Anschließend zwischen dem 10. und 20. Juni sehr häufig wechselhaftes und kühles Wetter (Schafskälte)
  • Erste - schwere - Unwetter sind in diesem Zeitraum möglich
  • Warmes Hochdruckwetter wieder ab dem 25. Juni
  • Zeitraum des Siebenschläfertages beginnt am 25. Juni

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