Es sind zwar noch ein paar Tage bis Juni und ein Wettertrend ist zum heutigen Stand auch noch nicht möglich, aber es gibt schon Hinweise auf eine mögliche Temperaturtendenz und der Niederschlagsentwicklung, welche sich aus den Simulationen der Langfristmodelle entnehmen lässt. Zudem lässt ein zu warmer März und wahrscheinlich auch ein zu warmer April weitere Rückschlüsse auf das Wetter im ersten Sommermonat zu.

Sowohl das sog. CFSv2 Langfristmodell, als auch das der NASA berechnen den Juni 2017 mit einer Abweichung von -0,2/+1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert normal bis leicht zu warm. Blickt man auf Europa, so werden bis auf Portugal und Spanien und das südwestliche Frankreich zu warm berechnet. Bezieht man die Niederschlagsentwicklung mit ein, so zeigt sich für Deutschland zum heutigen Stand kaum eine Auffälligkeit gegenüber dem Sollwert - in der Tendenz aber etwas zu nass. Auch hier wieder zeigt der Blick auf Europa, dass es vor allem rund um die Mittelmeerregion ein positives Niederschlagsergebnis geben könnte, während der Norden von Europa normal und in der Tendenz leicht negativ ausfallen kann (zu trocken). Das lässt - zumindest für den heutigen Stand - Rückschlüsse auf vermehrte Vb-Wetterlagen (Mittelmeertief) zu.

Diagramm für Temperatur- und Niederschlagsentwicklung Juni vom 29. März 2017

Schaut man sich die letzten zu warmen Winter an, so folgten häufiger ein zu warmer März und auch April nach, bevor der Mai und auch noch die erste Hälfte vom Juni zu nass und Phasenweise auch zu kalt ausfallen konnten. Vor allem um die Wettersingularitäten wie bspw. die Eisheiligen im Mai und die Schafskälte im Juni. Dieses Entwicklungsschema passt auch ganz gut in das von 2017 mit Auffälligkeiten zur Hochdruckausbildung über dem Skandinavischen Raum in den Frühlingsmonaten März und April, gefolgt von West- bis Nordwestwetterlagen im Mai und Juni.

Statistik spricht gegen einen zu kalten Juni

Wenn man heute schon eine Wetterprognose zum Wetter im Juni wagen möchte, so kann man sich die Statistik zur Hilfe nehmen. Es ist mittlerweile schon 8 Jahre her, als ein Juni zu kalt ausfiel (2009 mit 14,8: eine Abweichung von -0,6 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert) und in den letzten 20 Jahren gab es ganze 3 zu kalte, 4 normale und 13 zu warme Junimonate. Das entspricht einem Verhältnis von 15 Prozent, 20 Prozent und 65 Prozent. Mit anderen Worten: die Wahrscheinlichkeiten sprechen für einen zu warmen Juni 2017.
Ab Mitte Mai erfolgen an dieser Stelle regelmäßige Aktualisierungen.

Klimadiagramm Juni in Deutschland der letzten 20 Jahre

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