Wie sich in den letzten Tagen zum Wetter im Sommer in den Simulationen der Wettermodelle herauskristallisiert hat, zeigt sich im Bereich zwischen Island/England und Skandinavien zum Ende Mai / Anfang Juni ein gut ausgeprägtes Tiefdrucksystem. Das Azorenhoch weicht im gleichen Zeitraum nach Westen aus , so dass zum Start in den Juni der Wettercharakter mit höherer Wahrscheinlichkeit noch wechselhaft ausfallen kann, die Temperaturen aber eine ansteigende Tendenz aufweisen. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so zeigt sich die Konstellation der Großwetterlage in den ersten Juni-Tagen mit einem Hochdrucksystem über den Azoren, einem Tiefdruckkern bei Grönland mit abtropfenden Tiefdruckpotential vor Mitteleuropa nach Süden, so dass über Mitteleuropa selbst ein Hochdrucksystem entstehen kann. In Folge daraus könnte sich zum 2./3. Juni eine sommerliche - in Teilen auch hochsommerliche - Wetterlage ergeben, da im Zusammenspiel mit dem Tiefdruckpotential und dem Hoch über Mitteleuropa sehr warme Luftmassen aus dem Süden über die Alpen nach Deutschland herangeführt werden können. Das europäische Wettermodell simuliert zum Monatswechsel einen ähnlichen Ansatz wie das amerikanische Wettermodell, jedoch kann die atlantische Frontalzone bis zum 3. Juni weiter nach Skandinavien vorrücken, so dass eine mögliche sommerliche Wetterperiode nur von kurzer Dauer wäre. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich einen wechselhaften Wettercharakter im Zeitraum 1./3. Juni bei einem breiten Spektrum in der Temperaturentwicklung. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 2. Juni zwischen +8/+25 Grad bei einem Mittelwert von +15 Grad im Norden, sonst +17/+18 Grad - so richtig sommerlich ist das noch nicht. Das Langfristmodell simuliert für den Juni mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad ein gegenüber dem langjährigen Mittelwert eine weitgehend normale Temperaturentwicklung. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich gegenüber dem Soll ein leichtes bis deutliches Defizit, was auf ein länger andauerndes Hochdrucksystem im Juni schließen lässt. Bemüht man die Statistik, so ist ein warmes und gut ausgeprägtes Hochdrucksystem für Anfang Juni nichts ungewöhnliches und beeinflusst das Wetter häufig vor der im zweiten Juni nachfolgenden Wettersingularität der sog. Schafskälte.

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