Zweigeteiltes Wetter zum Start in den Juni 2012. Die Troglage aus dem Nordmeer erreicht im Laufe des Donnerstags auch den Süden - grundsätzlich aber kommen die Gebiete südlich der Mittelgebirge mit 13/17 Grad besser weg, als der Norden mit 10/15 Grad. Am Sonntag können im Süden auch bis zu 20 Grad erreicht werden. Beim Niederschlag bekommt der Süden etwas mehr ab, wobei länger anhaltender Regen nur von Donnerstag auf Freitag zu erwarten ist, sonst beschränkt sich der Niederschlag auf gelegentliche Schauer. Erst am Montag zeigt sich wieder eine erhöhte Tendenz zu längeranhaltenden Regen. Auch heute gibt es für die neue Woche noch keine eindeutige Richtung. Die Wahrscheinlichkeit auf annähernd sommerliche Temperaturen steigt zum Mittwoch hin deutlich an. Mit den höheren Teemperaturen steigt allerdings auch wieder die Gewitteraktivität.

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Die Wetterumstellung ist bereits im vollem Gang und im Norden mit tieferen Temperaturen auch schon spürbar. Etwa südlich der Mittelgebirge machen sich labile Luftschichten in Form von Gewitter bemerkbar. Am Wochende gibt es dann dem Zustrom kalter Luft aus dem Norden nichts mehr entgegenzusetzen. Begleitet von zahlreichen Schauern sinken die Temperaturen bis zum Sonntag auf 10/15 Grad - örtlich können auch 17 Grad erreicht werden. Tendenziell bleibt es - abgesehen von den typischen Staulagen - eher im Süden trocken. In der neuen Woche zeigen die Wettermodelle noch ein differenziertes Bild. Das amerikanische Wettermodell sieht einen Fortbestand der kühlen Troglage, während das europäische Wettermodell den Sommer - dank einer Hochdruckbrücke - bereits am Dienstag wiederkehren lässt. Allerdings bleibt es beim europäischen Wettermodell nicht trocken - die simulierte Südwestwetterlage ist von feucht-warmer Luft mit Schauern und Gewittern begleitet.
Das seit Tagen simulierte Trogsystem aus dem Nordmeer denkt gar nicht daran, sich nach Osten hin ablenken zu lassen. Somit wird auch heute wieder die kühle und "schaurige" Nordlage - passend zum meteorologischen Sommerbeginn - von den Wettermodellen gleichermaßen simuliert. Daraus ergibt sich zum heutigen Stand folgendes Wetter zum Start in den Juni 2012. Von Do. auf Fr. verbreitet, z.T. heftige Gewitter und Regenschauer, besonders im Süden auch länger andauernd - nachfolgend fließt die kühle Luft nach Deutschland ein, wobei der Norden generell mehr vom wechselhaften Wetter beeinflusst wird, als die Gebiete etwa südlich der Mainlinie. Die Temperaturen erreichen bis zum Sonntag allgemein nur noch 8/15 Grad. Erst im Verlauf der neuen Woche (4./5. Juni) gibt es wieder eine Tendenz zu annähernd sommerlichen Temperaturen. Die Prognosegüte liegt für den "verkorksten" Start in den Sommer bei zwischenzeitlich 72%.
Wie gestern bereits beschrieben, simulieren die Wettermodelle - pünktlich zum Sommeranfang - eher nasskaltes Wetter. Daran hat sich auch heute im Prrinzip nichts geändert. Am Mittwoch und Donnerstag beginnt die Umstellung und zum Freitag / Samstag werden nur noch Höchstwerte von 8/14 Grad simuliert. Mit welcher Wahrscheinlichkeit wird das eintreffen? Geht man nach den Kontrollläufen, so liegt die Wahrscheinlichkeit bei bereits 67%. Die Unsicherheit liegt lediglich darin, ob es 7/12 Grad oder 13/18 Grad werden. Gibt es noch eine Wahrscheinlichkeit, dass das Wetter warm bleibt? Ja, diese Wahrscheinlichkeit beruht allerdings auf Erfahrungswerte, denn allzuoft sind diese Nordmeertröge nach Osten hin abgelenkt worden. Wie geht's weiter? Der Trog und das damit verbundene wechselhafte und kühle Wetter bleibt in der Simulation bis zum 4/5. Juni erhalten, anschließend wird es von Südwesten her deutlich wärmer.
Die Wetterprognose für Anfang Juni 2012 gestaltet sich zunehmend komplexer. Zwischen einem kräftigen Atlantiktief und dem Nordmeertief wird das derzeitige Hochdruckgebiet regelrecht "in die Zange" genommen. Diese Variante zeigen beide Wettermodelle gleichermaßen - im Winter ist das eine klassische "Schneekanone", im Sommer führt es bei den meisten Menschen mit Temperaturen zwischen 10/15 Grad zu Gänsehaut. Die Trendprognosegüte für dieses "unsommerliche" Wetter liegt bei rund 58% - es gibt also durchaus Spielraum, dass das Wetter Anfang Juni nicht gar so kalt ausfällt. Sollte die kalte Simulationsvariante eintreffen, so ist anzunehmen, dass diese auch bis zum 5. Juni anhalten wird. Erst im weiteren Verlauf zeigen sich wieder sommerliche Temperaturen.