Hochdruckzone bricht auf: Deutschland steht ein Wetterwechsel mit Unwettern bevor
Ein Hochdruckkomplex zwischen Island, England und Skandinavien wird an seinem südlichen Gradienten von einer Störung unterwandert, die heute Kontakt zu einer weiteren Störung zwischen England, Frankreich und Spanien aufnimmt und so die Hochdruckzone über Mitteleuropa aufreißt. Die Hochdruckgebiete spalten sich bis zum 17. Juli in zwei Cluster auf. Der eine liegt auf dem Atlantik, der andere über Osteuropa. Dazwischen entsteht eine Lücke, in die Tiefdrucksysteme von Skandinavien aus bis an die Alpen vordringen und die Hitze mit teils schweren Unwettern und einem hohen Gefahrenpotenzial über ganz Deutschland beenden.

Der Tag beginnt heute verbreitet mit Sonnenschein, der sich am Vormittag über Teilen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern eintrübt und über Teilen von Niedersachsen etwas Niederschlag bringen kann. Zu den Nachmittagsstunden schießen dann auch über dem Rest von Deutschland Quellwolken hoch und bringen vereinzelte Gewitter, die sich im Schwerpunkt über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie über Teilen vom Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg entladen können. Zum Abend intensiviert sich dann die Gewitteraktivität über dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und zieht in der Nacht weiter in Richtung Bayern nach Osten ab (Gewitterradar || Warnlagenbericht). Der Wind kommt meist schwach aus unterschiedlichen Richtungen und kann in Gewitternähe stark böig bis stürmisch auffrischen. Die Temperaturen erreichen bei einem hohen Taupunkt +27 bis +33 Grad, sodass die Wärme als drückend-schwül und belastend wahrgenommen werden kann.
17. Juli: Unwetterartige Gewitter mit hohem Gefahrenpotenzial
Die Großwetterlage stellt sich am 17. Juli (Freitag) über Deutschland um. Der Wind dreht von West auf Nord und führt in der Höhe kühlere Luftmassen in Richtung der Alpen, welche über weiten Teilen von Deutschland noch auf eine hochsommerlich temperierte Luftmasse treffen. Die Taupunkte steigen auf +14 bis +18 Grad und über dem Süden örtlich auf bis +20 Grad an, was eine drückende und für viele Personen auch belastende Schwüle zur Folge hat. Die Quellwolken mehren sich zu den Nachmittagsstunden und die anfänglich noch vereinzelten Schauer und Gewitter intensivieren sich etwa östlich einer Linie zwischen Köln und Hamburg und können zu den Abendstunden entlang eines breiten Streifens zwischen der Zugspitze, Nürnberg und Mecklenburg-Vorpommern zu schweren Unwettern mit einem hohen Gefahrenpotenzial führen. Generell gilt für den Freitag ein hohes Potenzial für Stark- und Platzregen, Blitz- und Hagelschlag sowie stürmische Windböen und lokale Überflutungen und Sturzfluten. Die Temperaturen erreichen +27 bis +32 Grad und gehen in Gewitternähe auf bis +20 Grad zurück.
18. Juli: Stürmischer Wind vertreibt die Hitze – kühlere Luft erreicht Deutschland
Die kühle Luftmasse hat am 18. Juli (Samstag) in der Höhe die Alpen erreicht und fängt an, die Luftmassen zu stabilisieren. Die Quellwolken fallen in sich zusammen und die Sonnenscheindauer nimmt zu. Begleitet wird dieser Prozess von einem stark böigen und an den Küsten von Nord- und Ostsee auch stürmischen Wind aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen. Da die heiße Luftmasse in den unteren Bodenschichten noch nicht gänzlich ausgeräumt ist, erreichen die Temperaturen etwa südlich einer Linie zwischen Köln und Berlin +24 bis +28 Grad und entlang des Rheingrabens sind bis +30 Grad möglich. Deutlich frischer wird es hingegen nördlich der Linie mit +17 bis +23 Grad. Gelegentliche Schauer sind möglich, doch begrenzen sich diese auf die Küsten von Nord- und Ostsee sowie über den östlichen Mittelgebirgen, dem Alpenvorland und den Alpen selbst.
19. bis 21. Juli: Deutlich kühleres Wetter setzt sich durch – Schauer lösen die Hitze ab
Der Trog stabilisiert sich von Skandinavien in Richtung der Alpen im Zeitraum vom 19. bis 21. Juli (Sonntag, Montag und Dienstag) und erhält somit auch die Grundströmung aus nordwestlichen bis nördlichen Richtungen aufrecht. So kommt es in diesem Zeitraum bei wechselnder bis starker Bewölkung immer wieder zu zeitweiligen Schauern, deren Schwerpunkt am Sonntag über dem Südosten und Nordosten liegt, am Montag über den östlichen Landesteilen und über den Alpen und sich am Dienstag dann über ganz Deutschland punktuell verteilt. Flächendeckender und ausreichender Niederschlag ist in diesem Zeitraum nicht zu erwarten. Die Temperaturen erreichen am Sonntag +17 bis +24 Grad und entlang des Rheingrabens bis +26 Grad und pendeln sich bis Dienstag auf +20 bis +24 Grad ein und können in Schauernähe auf bis +17 Grad zurückgehen.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose Sommer - Die Hitze endet - doch welche Folgen hat das für den Hochsommer und zum Start in die Sommerferien in Baden-Württemberg und Bayern?









